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6 Kommentare

  1. Das größte Problem dieser Kampagne ist, daß sie überhaupt davon ausgeht, dass mehr Effizienz automatisch zu CO2-Ersparnissen führt. "Effizient" klingt halt sexier als " sparen". Doch wer ein sparsamer Auto hat, tendiert dazu mehr zu fahren, denn es kostet ja wenig. Das kann man durchaus auch auf den Gebäudesektor übertragen.
    Diese "Rebound-" und "Backfire-" Effekte sind ja ausführlich untersucht und nachgewiesen. Doch die Politik kann's einfach nicht lassen, immer wieder damit anzufangen, weil ja niemand was gegen "Effizienz" sagen kann in unserer Gesellschaft. Und trotzdem steigt unser CO2 – Ausstoß weiter an….

    1. Victor Klein wirft eine grundsätzliche Frage auf. Unser System beruht auf Wachstum – und damit werden solche Ziele wie Artenschutz, Naturschutz oder CO²-Verringerung leider schwerlich erreicht.
      Herr Minister Gabriel verkündete: die sauberste Energie sei die, die gar nicht erst verbraucht wird. Recht hat er – nur als Wirtschaftsminister sagt er (wie bei Politikern leider üblich) nur die halbe Wahrheit. Das ganze Wahrheit ist, dass die Technologien zur Energieeinsparung ("Effizienz") selbst soviel Strom + Rohstoffe benötigen und umweltbelastend wirken, dass in der Gesamtbilanz nichts gewonnen ist. Als ein Beispiel dafür kann die ganze Smart-, Funk- und IT-Technik dienen.
      Auf diesen digitalen Effizienz-Hype springen außerdem Leute mit auf, die sich nur auf die gesammelten Daten freuen und damit nur ihren neuen Geschäftszweig aufbauen wollen.
      Wichtig wäre also, Wachstum umweltgerecht und sozialverträglich zu begrenzen, und das ist eine politische Aufgabe, die die Bürger und Wähler an die Politk zu stellen haben und für die ALLE relevanten gesellschaftlichen Kräfte werben + wirken sollten.

      1. Eine Begrenzung des Wachstums klingt zunächst logisch, doch es wird heute immer wichtiger auch die Menschen mitzunehmen und nicht nur Forderungen an die Politik zu stellen. Leider wächst die Zahl der Menschen, die Interesse daran haben und rückwärts gerichtete Kräfte wählen, die genau das Gegenteil davon erreichen wollen.

        1. Aber deshalb ist das Wachstums-Argument doch nicht falsch !
          Und bzgl. AFD und Co.: je weniger die Politik in Sachen Energiesparen und Klimaschutz zustande bekommt, desto mehr straft sie selbst lügen und desto mehr wenden sich die Leute – zu Recht – von ihr ab.

    2. Worauf es hinaus läuft ist der Begriff Suffizienz und damit letztlich um unser Verhalten. Denn nur mit Technik werden wir nicht die Ziele erreichen. Bei Gebäuden ist es besonders auffällig, je geringer der Energiebedarf ist, um so stärker wirkt sich das Verhalten der Bewohner auf den tatsächlichen Bedarf aus. Leider passiert es oft, dass der Verbrauch dann deutlich höher ausfällt als geplant. Auf Effizienz können wir nicht verzichten, müssen aber künftig mehr das entsprechende Verhalten der Nutzer einfordern um den CO2-Ausstoss reduzieren zu können.