Klimaneutrale Wärme 2045: wir schreiben ein Buch
Seit ich in meinem Blog Texte schreibe, habe ich mich immer wieder mit erneuerbarer Wärme, Abwärmenutzung und Wärmenetze beschäftigt – einzelne Fragmente einer großen Transformation, in der alle Teile zusammengehören. In einem Blogbeitrag kann ich sie nicht zusammenbringen, aber in einem Buch habe ich die Chance, alle Zusammenhänge zu zeigen und zu erklären. So entstand vor mehr als einem Jahr die Idee, ein Buch über die klimaneutrale Wärmeversorgung zu schreiben. Die Idee, meine Motivation und den aktuellen Stand stelle ich in diesem Beitrag vor.
Inhalt
… dass ich mal ein Buch schreiben werde
Im letzten Jahr, 2024, habe ich über eine befreundete Betreiberin einer Website zu energiesparendem Bauen die Möglichkeit bekommen, einen Teil zu einem Buch über die kommunale Wärmeplanung beizutragen. Das Buch “Kommunale Wärmeplanung kompakt” ist im Juni 2024 im Forum-Verlag erschienen.
So ist der Wunsch gewachsen, ein eigenes Buch zu veröffentlichen. Ich wollte es nach meinen Vorstellungen und Wünschen planen und schreiben. Gemeinsam mit Iris Hüttemann, meiner Lektorin, Grafikerin und Sparringspartnerin für neue Ideen, ist die Idee dann konkreter geworden. Wir haben beschlossen, sie gemeinsam in die Tat umzusetzen.
Im Sommer 2024 haben wir unserer Idee eine erste Struktur gegeben. Zu Beginn war für uns klar, dass sich die Inhalte an der kommunalen Wärmeplanung orientieren sollten. Viele der Texte, die in den letzten Jahren entstanden sind, konnten wir entsprechend einordnen. Doch mit der Zeit haben wir festgestellt, dass die Zuordnung der Themen nicht so einfach war, wie ursprünglich gedacht.
Etwas später haben wir die Struktur der Inhalte komplett geändert. Nach einer Diskussion haben wir den Inhalt in Wärmequellen, Wärmetechnologien, Wärmenetze und Wärmespeicherung unterteilt und die einzelnen Unterkapitel nach ihrer Bedeutung sortiert.

Die Texte für das Buch schreiben und bearbeiten wir neben der täglichen Arbeit für unsere Kunden, anderen Projekten oder meinem Blog. Deshalb mussten wir die Arbeit an unserem Buch immer wieder unterbrechen. So hat es sich in dem Jahr nur langsam entwickelt. In diesem Sommer war es anders – wir beide hatten mehr Zeit für das Buch und konnten viele Kapitel schreiben und überarbeiten.
Zwischendurch haben wir uns gefragt – schaffen wir es wirklich, das Buch fertig zu schreiben?
Unsere Herausforderung: Nach den ersten Texten für das Buch haben wir parallel den Überblick über die kommunale Wärmeplanung in den Bundesländern auf den Weg gebracht. Zwischenzeitlich lag die Priorität bei diesem Dokument, das wir im Februar veröffentlicht und bereits zwei Mal aktualisiert haben.
Das Buch zeigt, klimaneutrale Wärme 2045 ist machbar
Inzwischen stehen wir vor der finalen Bearbeitung der Texte, das Buch nimmt immer mehr Gestalt an. Wir sind uns sicher, dass unser Buch fertig wird, vielleicht noch in diesem Jahr.
Im Buch zeigen wir, dass eine klimaneutrale Wärmeversorgung 2045 möglich ist – die notwendigen Wärmequellen und Technologien sind vorhanden. Wir müssen es nur machen. Mit der kommunalen Wärmeplanung haben Städte und Gemeinden ein Instrument für eine strukturierte Planung an der Hand.
Unser Buch spricht Interessierte aus allen Bereichen an. Wir liefern eine technische Betrachtung der Wärmeversorgung, wie sie in einer klimaneutralen Welt aussehen könnte. Diese wirtschaftliche Sichtweise können nur Planer und Gestalter bieten, uns bleibt allenfalls eine grobe Einschätzung.
Warum wird es ein Buch zur Wärmeversorgung?
Mir war schon früh bewusst, dass es für den Klimaschutz nicht ausreicht, nur Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen auszubauen, wenn gleichzeitig die Wärmeversorgung noch auf Öl und Gas basiert. Lange Zeit schienen Solarthermie und Holzpellets die einzigen Alternativen für die bestehende Heizung zu sein, auch wenn sie oft nur eine Ergänzung waren. Wärmepumpen liefen lange Zeit noch unter dem Radar oder wurden wenig beachtet.
Bereits vor 10 Jahren habe ich in einem Artikel beschrieben, warum die Alternativen zu fossilen Heizungen sichtbarer werden müssen. Damals haben sie auf dem Markt kaum eine Rolle gespielt, es waren andere Faktoren wichtiger, wie ich anhand zweier Studien zum Heizungsmarkt beschrieben habe. Auf der ISH 2017 habe ich mich auf die Suche nach der Wärmewende gemacht und festgestellt, der Branche war klar, dass sie auf erneuerbare Energien und die Sektorenkopplung setzen müssen, um die CO2-Ziele zu erreichen. Ein paar positive Angebote habe ich in meinem Bericht auch vorgestellt. Im Rahmen der Berliner Energietage 2017 habe ich mich mit der Fernwärme für die urbane Wärmewende beschäftigt. Das Thema ist also nicht neu.
Die Entwicklung der Wärmeversorgung beobachte ich schon viele Jahre. Erst mit der kommunalen Wärmeplanung sehe ich, dass das Thema strategisch vorangebracht wird. Deshalb habe ich viele Beiträge dazu geschrieben, gebe einen wöchentlichen Newsletter zu dem Thema raus und habe ein Dokument mit einem Überblick über die Bundesländer veröffentlicht.
Was jetzt fehlt, ist das Buch mit einem Überblick zu den Technologien und Wärmequellen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.
