5 Tipps zum Energiesparen

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4 Kommentare

  1. Hallo Andreas,

    zu 1) ok
    zu 2) hm – aufschreiben spart erstmal nichts
    zu 3) ok

    zu 4) beim Trocknen von Wäsche entsteht Verdunstungskälte – die die Heizung ersetzen muss, somit ist das Trocknen in der Wohnung keineswegs eine vollständige Energieeinsparung. Zudem muss man deutlich mehr Lüften, um die Feuchtigkeit aus dem Raum heraus zu bekommen (sonst droht Schimmel) – das kostet nochmals zusätzliche Heizenergie.
    Unterm Strich dürfte ein Wärmepumpentrockner bezüglich des Primärenergieeinsatzes wahrscheinlich noch besser dastehen. Nur das Trocknen draußen, Balkon oder Garten, spart wirklich Energie, solange die Wäsche dadurch nicht wieder dreckig wird..

    zu 5) auch das kann nach hinten losgehen. Bei einer Temperaturdifferenz von mehr als 3K heizt der wärmere Raum den benachbarten kälteren Raum mit, und nichts ist gewonnen. Außerdem steigt die Gefahr von hoher Luftfeuchtigkeit und ggf. Schimmelbildung mit sinkender Temperatur. Je besser ein Haus isoliert ist, desto weniger kann man mit einer Temperaturabsenkung gewinnen. Bei manchem Passivhaus dreht sich der Effekt sogar um und z.B. eine Nachtabsenklung spart nichts, sondern braucht sogar mehr Energie wg. der dann notwendigen Wiederaufheizung, die nur bei einer höheren Vorlauftemperatur gelingt.

    LG jogi

    1. Schön, dass hier einer kritisch mit liest.

      Transparenz kann dazu helfen den Energieverbrauch zu reduzieren, muss es aber nicht. Wer aber sich die Mühe macht den Verbrauch regelmäßig zu notieren, der möchte auch entsprechende Schlussfolgerungen daraus ziehen und Energiekosten einsparen.

      Schwierig den höheren Wärmebedarf aufzurechnen gegenüber den eingesparten Stromkosten. Das ist auch immer abhängig von den individuellen Bedingungen. Wobei einen Trockenboden oder Wäschekeller, wie früher, wird man heute nur noch selten vorfinden. Und die heutigen Wärmepumpentrockner sind sparsam im Verbrauch. Stromkosten werden von vielen Menschen anders betrachtet als die Heizkosten, bei der Heizung ist man scheinbar weniger empfindlich bei höheren Kosten.

      Bei der Heizung bin ich davon ausgegangen, dass die Temperatur nicht zu weit absinkt, und dann die Gefahr von zu hoher Luftfeuchtigkeit oder gar Schimmelbildung besteht. Das ist gut und sehr wichtig darauf hinzuweisen.

      Ich verstehe nicht warum bei einer Nachtabsenkung im Passivhaus sich der Effekt umdrehen sollte. Sinkt die Temperatur über Nacht so weit ab, dass der Energieaufwand für die Wiederaufheizung höher ist als die Einsparung?

  2. Zur Nachtabsenkung
    mal Randbedingungen: Heizlast bei AT =0°C, RT=20°C 1000 W, Speicherkapazität des Gebäudes 30.000W/K, 6h Nachtabsenkung
    1. Abkühlung des Gebäudekörpers 6h*1000W = 6000Wh, 6000Wh/30000Wh/K =0,2K, mittlere Abkühlung als 0,1K
    2. Heizlast/K 1000W/20K = 50W/K
    3. Einsparung 0,1K*50W/K*6h = 30W + die Pumpenleistung (6h * 20W =) 120Wh =150Wh
    4. Im Normalbetrieb 1000Wh = 860l/h und dT =1K, VL=23°C, RL=22°C, mittlere Temperatur 22,5°C
    5. Damit dér Baukörper wieder aufgeladen wird, also die 6000Wh wieder reinkommen, bedarf es einer höheren Leistung, die nur durch eine höhere VL und höhere Spreizung zu erreichen ist.
    z.B. Aufheizung innerhalb von 2h bedeutet 6000Wh/2= 3000Wh, 3000Wh + 1000Wh = 4000Wh, bedeutet dann bei 860l/h eine Spreizung von 4K, bei festgehaltener RL =22°C eine VL = 26°C, mittlere Temperatur 24,0°C
    die höhere mittlere Temperatur führt aber zu einer höheren Heizleistung der Flächenheizung, zu einer höheren RT und das wiederum zu höheren Verlusten.
    6. Wenn eine Temperaturüberhöhung (22,5°C-20,0°C) von 2,5K eine Heizleistung von 1000W ergibt, sind das bei 4K dann 1600W. Ein Teil geht dann in die nichtbeheizten speichernden Flächen -> die wirklichen Zusatzverluste gehen über die nicht speichernden Fensterscheiben verloren.
    Vor einiger Zeit habe ich das mal am konkreten Beispiel ausgerechnet – unterm Strich kam dann heraus, dass die Verluste trotz Einsparung des Pumpenstroms geringfügig höher waren, als die Gewinne. (im Beispiel wären da dann 150Wh/Nacht Einsparung und 200 – 300Wh fürs Wiederaufheizen zu erwarten)

    Klar redet man da über peanuts, bei 180 Heiztagen á 50Wh/2 sind das 4500Wh (4,5kWh) bei ca 2000 kWh/Heizperiode, also 0,225%. Auch mit der ausgeklügelsten Heizungsregelungen wird man in einem Passivhaus nicht verhindern können, dass es Temperaturschwankungen von 0,1K gibt.

    In meinem zum Passivhaus isolierten Haus im Bestand steigt die RT im WoZi innerhalb von 30min um 0,1K an, wenn statt einer Person 2 Personen im Wohnzimmer sind.
    Oder – AusgangsRT 22,7°C, 10min mit dem Staubsauger saugen hebt die RT um 1,1K auf 23,8°C an, danach Nass wischen (Verdunstungskälte) senkt die Temperatur um 1,0K auf 22,8°C ab, die sich aber in der Folge wieder um 0,7K auf 23,5°C anhebt, weil die Wärme vom Saugen noch gespeichert ist. Über mehrere Stunden sinkt dann die Temperatur wieder auf 22,7°C ab.

    LG jogi