Crowdfunding

Crowdfunding einer Passivhaus-Sanierung in Griechenland

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Wieder mal Geld für Griechenland, Foto: pixabay/ bitlake
Wieder mal Geld für Griechenland, Foto: pixabay/ bitlake
Wieder mal Geld für Griechenland, Foto: pixabay/ bitlake

Zur Zeit reden und schreiben alle über Griechenland. Werden sie den Euro verlassen oder brauchen die Griechen ein weiteres Hilfspaket? Darauf möchte ich aber nicht weiter eingehen und auch nicht die dortige Energiepolitik kommentieren. Was ich im folgenden Text vorstellen möchte, ist ein Crowdfunding zur Finanzierung einer Sanierung eines Wohnhauses in Athen auf das energetische Niveau eines Passivhauses.

Ein Schritt um langfristig die Ausgaben zu senken und das Geld im Land zu halten, ist es die Energiekosten zu reduzieren. Denn für den Import von Gas und Öl müssen wieder viel Geld aufgewendet werden, Geld das an anderen Stellen fehlt. Die Einsparung von Energie reduziert Abhängigkeiten, die für Griechenland sicher schon groß genug sind.

Griechenland sucht Lösungen für das Fast-Nullenergiehaus

Auch im Gebäudebereich gibt es in Griechenland noch ein großes Potential zur Energieeinsparung. Durch die klimatischen Bedingungen wird auch im Sommer viel Energie benötigt, die Gebäudeklimatisierung spielt dort eine wichtige Rolle. Griechenland muss genauso wie die anderen europäischen Länder einen Weg zum Fast-Nullenergiehaus (Nearly Zero Energy Building) finden, das in der EU ab 2020 zum Standard werden soll für Neubauten.

Im Zuge dieser Entwicklung hat sich auch eine Passivhaus-Gemeinde in Griechenland gebildet, organisiert im Hellenic Passiv House Institute. Einige Ingenieure aus diesem Institut hatten sich im letzten Jahr entschlossen ein Passivhaus-Pilotprojekt zu bauen. Mit diesem Haus soll der Öffentlichkeit bereits heute das Haus der Zukunft gezeigt werden.

Passivhaus-Pilotprojekt soll Schulungs- und Anschauungsobjekt werden

Athen
Blick auf Athen, Foto: pixabay/ Public DomainPictures

Das Projekt Passivistas ist eine energetische Sanierung eines Wohnhauses in Athen zum Passivhaus. Es ist ein typisches Einfamilienhaus aus den 60er Jahren mit einer Wohnfläche von 125 m². Die konventionelle Heizung und Klimatisierung soll weitgehend oder gar ganz eliminiert werden. Die Sanierung läuft bereits mit großer Unterstützung durch Baustoff-Hersteller. Um das Projekt abzuschließen fehlt noch ein Beitrag und von Banken besteht keine Chance auf Unterstützung. Daher wird der fehlende Betrag von 15.000,- € mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo eingesammelt.

Das Gebäude soll nach Fertigstellung der Öffentlichkeit zugänglich sein und als Schulungs- bzw. Anschauungsobjekt dienen. Es werden die Daten zum Energieverbrauch und der Randbedingungen meßtechnisch erfasst und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So soll jeder erfahren, wie man den Energieverbrauch deutlich reduzieren kann, während gleichzeitig die Lebensqualität gesteigert wird und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird.

Passivistas-Crowdfunding benötigt noch viel Unterstützung

Der vergleichsweise kleine Betrag, der notwendig ist um das Projekt fertig zu stellen, müsste eigentlich zu erreichen sein. Zahlreiche engagierte Personen und Organisationen aus dem Umfeld des Passivhauses haben bereits dafür geworben. Doch viel ist in den ersten Tagen nicht zusammen gekommen. Leider ist der Film nicht besonders aussagekräftig, auch nicht emotional oder persönlich. Ich wünsche den Organisatoren des Projektes viel Erfolg beim Crowdfunding. Auch in Südeuropa sollte man sehen können wie man ohne großen Energiebedarf bauen kann.

Über den Autor

Andreas Kühl

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