Andrang am ABB-Stand beim Besuch der Bundeskanzlerin

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11 Kommentare

  1. Gerade für die kleinen Betriebe ist ein Energiemanagement sowie die Erfassung der Verbräuche schon ein Kostenfaktor für sich.
    Wenn ich in einem Betrieb die z.B. Verbräuche für Strom auf die einzelnen Bereiche (z.B. Büro, Produktion, Werkzeugbau) erfassen will, sind die Anfangsinvestitionen bei einem Betrieb mit 100 Angestellten ähnlich hoch wie in einem Betrieb mit fast 1000 Angestellten.
    Nur Prozentual ist die Investition für den kleineren Betrieb schon eine andere Hausnummer.
    Dafür hat man bei kleineren Betrieben oft den Vorteil, dass die Mitarbeiter auch ohne Energiemanagement schon von alleine den Energieverbrauch des Betriebes kritischer betrachten und so aktiv für Energieeffizienz sorgen.

    So kritisch sehe ich die Position kleinerer Unternehmen also nicht.

  2. Mein eindruck von der Messe war ein etwas anderer:

    Da wurde man nur so von smart energy und Energiemanagement überrollt….

    Ob bei Kleinunternehmen tatsächlich so ein Wortgebilde wie “ Energiemanagement “ zwingend notwendig ist??

    Im allgemeinen würde es ausreichen, kontinuierlich den z.B. Stromverbrauch zu überwachen und dann auch einmal zu ermitteln wo die größten Stromverbraucher liegen.

    Ob das schon Energiemangement sein muß mit den smart meters ???

    Und ganz banal, vielleicht überprüft man auch einmal ob die oder die Kaffeemaschine(n) dann ganzen Tag laufen.. und man holt sich vielleicht auch einen Energieberater.

    Dafür benötige ich, wie Jan richtig bemerkt kein Energiemanagement, sondern eher einen guten Kaufmann, der weiß auch seine Kosten liegen.

    1. Nicht nur Energiemanagement, alleine, wie oben schon erwähnt, ist die Erfassung des Energieverbrauchs in kleinen Unternehmen schon sehr aufwändig. Hier hilft ein bewusster Umgang mit Strom und Wärme, indem Mitarbeiter sich entsprechend verhalten und die Kaffeemaschine nach Gebrauch abschalten und auch den PC-Monitor und Drucker abends ausschalten. Auch in der Beschaffung kann man sicher auf den Energieverbrauch von neuen Produkten achten.

    1. Möglich ist so vieles an Energieeffizienz. Ich hoffe, dass jetzt noch mehr angepackt wird. Aber ich weiß nicht, ob die Deneff der richtige Ansprechpartner ist und mir noch zu schwach erscheint als Lobbyist für Energieeffizienz.

  3. Was mich in punkto Energieeffizienz überrascht, ist z.B. dass so ein Papier wie dieses hier:

    Studie „Kosten-/Nutzen-Analyse der Einführung marktorientierter Instrumente zur Realisierung von Endenergieeinsparungen in Deutschland“ von Fraunhofer ISI, Öko-Institut und Ecofys im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi)
    http://oeko.de/oekodoc/1462/2012-043-de.pdf

    nicht von der DENA erstellt worden ist.

  4. Traut man etwa der eigenen Behörde nicht die Kompetenz zu

    Sie haben es auf den Punkt gebracht: B e h ö r d e

    🙂 🙂 🙂

  5. Zum Thema DENA und Energieberater hier noch eine weitere Kritik, die auch zu einer Bundestagspetition geführt hat:

    Sehr geehrter Herr Staatsekretär Homann,

    Der MdB Dr. Bartels hat mir Ihre Antwort auf meine kritischen Fragen zur neuen Dena-Liste übersandt. Leider reiht sie sich ein in verschieden andere Antworten, die auf parlamentarischer Ebene verteilt wurden oder von der Dena direkt – auch an mich – versandt wurden.

    Inzwischen haben über 700 betroffen Energieberater meine öffentliche Petition unterzeichnet. Sie alle sind gleich mir enttäuscht über die oberflächliche Behandlung des Themas von Kammern und anderen öffentlichen Institutionen. (s. a. die Anlage)

    Ich möchte Sie hiermit bitten, doch noch einmal etwas Zeit zu opfern und unsere, wie ich meine, nicht unbillige Kritik zumindest nachzuvollziehen. Ich bemühe mich um Kürze:

    Kurz gefasst folgen alle oben genannten, versandten Informationen der Logik:

    „Es wurden gravierende Mängel bei Beratungsberichten und Baubetreuung festgestellt. Wir, Dena, stellen die notwendige Weiterbildung sicher. Leider kostet das etwas.“

    Jeder, der das Geschäft und die bisherigen Bedingungen nicht kennt, also alle „Nichtenergieberater“ oder „Nichtbaubetreuer“, wird diese Logik als vernünftig (Motto: endlich wird hier etwas getan) akzeptieren. Unsere/meine Kritik wird so als gegenstandslos abgetan. Man macht sich nicht die Mühe, diese Behauptungen zu überprüfen. Im Folgenden möchte ich das versuchen.

    Zu Beginn möchte ich aber klarstellen, dass ich nicht gegen Weiterbildung, Qualitätskontrolle bei Fördermittelvergabe oder gegen eine zusammenfassende Beraterliste bin und, solange dies mit einer zielführenden Leistung verbunden ist, auch gegen Kosten nichts einzuwenden habe.

    A) „Es wurden gravierende Mängel bei Beratungsberichten und Baubetreuung festgestellt“

    In einigen anderen Antworten wird bei dieser unspezifischen Feststellung auf angebliche Ergebnisse einer Studie des Ifeu-Instituts verwiesen. Die Geschäftsleitung des IFEU-Institut hat in einem Telefonat mit mir vor ca. 3 Wochen festgestellt, dass es nur 2 IFEU-Studien mit Thema „Energieberatung“ gegeben habe: eine im Jahr 2008, in deren Ergebnis 90% Zufriedenheit mit Beratungsberichten dokumentiert wurde (Bericht ist öffentlich) und eine bisher unveröffentlichte aus dem Jahr 2009 im Auftrag des BMWi , Referat 3, in der es um Zertifizierungssysteme für Energieberater ginge. Die Feststellung von „gravierenden Mängeln“ könne man mit Rücksicht auf den Auftraggeber nicht bestätigen.

    Das heißt für mich, die Behauptung „gravierende Mängel“ ist solange unwahr, solange die Mängel nicht veröffentlicht wurden. Eine Änderung der Qualität innerhalb eines Jahres ist nicht plausibel. Sie ist darüber hinaus für mich nicht vorstellbar, da ich in den letzten 6 Jahren ca. 200 Berichte angefertigt habe, von denen nicht einer als mangelhaft zurück gewiesen wurde. Die Baubetreuung KfW 55/40 kann ich nicht beurteilen, sie kommt aber bisher nur recht selten als Kundenwunsch vor.

    An anderer Stelle wird behauptet (und sogar ein Link angegeben), die Bafa habe die Mängel veröffentlicht. Dies ist nicht so. Dort wird nur die Studie 2008 als pdf geboten, deren Ergebnisse/Forderungen schon vor 2 Jahren ohne Kritik der Betroffenen in den heute gültigen Bafa-Richtlinien umgesetzt wurden.

    B) Wir, Dena, stellen die notwendige Weiterbildung sicher

    Dies ist in meinen Augen eine völlig unhaltbare Behauptung. Die zentral agierende Dena GmbH kann bestenfalls eine Strichliste von übersandten Zertifikaten führen, aber keine Weiterbildung konstatieren, geschweige denn „sicherstellen“ (Ich zitiere mit diesem Wort die Dena!). Darüber hinaus stellt der Besuch von (auch zertifizierten) Seminaren keine automatische Qualitätssteigerung sicher. Und schon gar nicht werden damit Fehler verhindert, davon können Architekten und Mediziner/Zahnärzte ein Lied singen, die alle einem Weiterbildungssystem verpflichtet sind. Diese Aufgabe hat längst der Markt übernommen, wo in verschiedensten Seminaren, seriösen Foren online oder Firmenveranstaltungen die unterschiedlichsten Fachthemen angesprochen werden, die jeder Berater aus der Sicht seiner persönlichen Vorbildung auswählen kann. Soll jetzt jeder mit einem Grundlagenseminar beginnen? Wie soll es bitte weitergehen? (Wie will man verhindern, dass Zertifikate per Post zugesandt werden; das ist vorgekommen!!).

    Seit 3 Wochen kosten jetzt Seminare 1000€, die vorher bei 300 € lagen!! Die Qualitätssicherung ist ein hausgemachtes Problem. Man hätte vor 10 Jahren bei der Dena beginnen sollen, die Energieberatungsaktivität zu definieren und gegebenenfalls einen geschützten Beruf daraus machen sollen, dann wären jetzt entsprechende regionale Kammern in der Pflicht, Qualitätssicherung zu betreiben.

    Wie in meiner Petition aufgeführt, wird nur eine regional wirkende Einbindung der Berater in entweder bestehende oder neu gesetzlich zu installierende Kammern langfristig eine Qualitätssicherung bewirken können. Das ist kein Argument gegen eine zentral geführte Liste, wobei man sich fragen könnte, was ein z.B. bayrischer Kunde davon hat, die hamburgischen Berater zu finden.

    C) Leider kostet das etwas.

    Bisher waren die Leistungen der BAFA-Liste, in die nur Berater aufgenommen wurden, die ihre Eignung schriftlich nachgewiesen hatten, kostenlos. Nun sollen dieselben Leistungen kostenpflichtig werden ohne dass es eine gesetzliche Grundlage dafür gibt. Zunächst ist es schon etwas schizophren, in die rechte Tasche 300€ zu stecken und aus der linken wieder 100 € heraus zu ziehen. Die Steuermittel, die die Bafa-Liste kostete, sind verschwendet. Die seitens der Dena gelisteten „Leistungen“ sind keine, für die sich 100€ lohnen (+ Kapitalkosten für 150€, + o.a. Seminarkosten). Die ausgehandelten Rabatte sind traurige Siege der Kammerpräsidenten. Und wo sind die AGB der GmbH, die die nächste Preissteigerungen samt Kündigungsrecht regeln? Eine Kündigung wäre ja auch wohl unmöglich, wenn man den Beruf weiter ausüben möchte.

    Heute muss für eine Bafa-Beratung ein Aufwand von ca 4 Arbeitstagen kalkuliert werden. Am Markt erhält man bestenfalls 800.- €, aus denen nach Abzug aller Kosten ( Büro, Versicherung, Software, Weiterbildung, Fahrtkosten usw) vielleicht 400€ übrig bleiben.

    Das Endergebnis ist:

    Es wird nichts besser, nur teurer. Alle sind frustriert, nur die Dena nicht.

    Man sollte meines Erachtens noch einmal darüber nachdenken, bevor man alle Idealisten an der EnEV-Front verärgert. Die Politik hat sie schließlich alle gerufen.