Bauen

Welche Aussage hat der Energieausweis?

Wer einen Energieausweis in den Händen hält, möchte wissen was er nun aussagt. Der Laie kann anhand der Farbskala erfahren, wie gut die Wohnung oder das Haus einzuordnen ist. Aber sagt der Energieausweis etwas aus über den künftigen Energieverbrauch in der neuen  Wohnung oder in dem neuen Haus?

Wer es genau wissen will, dem muss man die Frage leider mit Nein beantworten. Ein bedarfsabhängiger Energieausweis für den Alt- oder Neubau gibt einen theoretischen Wert an, ohne den Einfluss des Nutzers und des Standortes zu berücksichtigen. Bei Neubauten wird zudem nicht geprüft, ob die Umsetzung auf der Baustelle den Annahmen bei der Erstellung des Energieausweises entspricht. Beim verbrauchsabhängigen Energieausweis ist das Ergebnis vom Nutzer abhängig, aber jeder hat andere Heizgewohnheiten.

Wenn man nun wissen möchte, wie hoch die Heizkosten sein werden, dem bleibt in bestehenden Gebäuden der Blick auf die letzten Nebenkostenabrechnungen.

Bei Neubauten ist es komplizierter, da es noch keine Heizkosten gibt, hier bleibt nur eine grobe Schätzung anhand des ermittelten Wertes für den Endenergiebedarf. Wenn dieser Wert mit der beheizten Fläche multipliziert wird, erhält man den jährlichen (theoretischen) Energiebedarf in kWh, der aber noch nicht aussagekräftig ist. Die anfallenden Kosten sind noch abhängig von der Heizungsart, bzw. dem Energieträger (Öl, Gas, Pellets, Wärmepumpe, etc.).

Je nach Energieträger muss der ermittelte Energiebedarf noch durch den Heiz- oder Brennwert geteilt werden. Mit diesem Wert hat man die (theoretisch) benötigte Menge des Energieträgers, aus der dann mit einem durchschnittlichen Preis die Heizkosten ermittelt werden kann.

Dieser Wert ist aber, wie bereits mehrfach erwähnt, nur ein theoretischer Wert, ich bitte darum mich nicht auf dieses Ergebnis festzulegen. Der Wert dürfte aber als Abschätzung reichen.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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