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3 Kommentare

  1. Luft/Wasser WP können heute durchaus JAZ von über 3,5 erreichen. Es muss halt das gesamte System stimmen. Was oft vernachlässigt wird, ist dass die Heizung (FBH, Wandheizung etc.) einen enormen Einfluss auf die JAZ hat. Bit einer schlecht ausgelegten FBH kann man sich die JAZ locker versauen und hat dann z.B. nur noch 2,5 statt 3,5. Es ist sehr wichtig, dass die FBH auf eine niedrige maximale Vorlauftemperatur ausleget wird. 35°C max, besser weniger.

    Der Primärenergiefaktor von Strom in Deutschland liegt politisch bei 2.7 (nach EnEV). Praktisch ist es in jedem Bundesland anders und der Durchschnitt liegt inzwischen bei 2.6 oder so, siehe GEMIS. Der politische Faktor hinkt dem realen Faktor immer etwas hinterher. Vor drei Jahren lag er noch bei 3, da war er real schon bei 2,7.

    In der Schweiz, wo man mit WP mehr Erfahrung hat und wo daher bessere Gesamtsysteme geplant und gebaut werden, ist die durchschnittliche und die beste JAZ deutlich höher als bei uns. Siehe FAWA Studie. Aber das kann ja noch werden.

    Bei der Wirtschaftlichkeitsrechnung kommt es auch immer auf die Heizlast des Hauses an. Ein grosses KfW40 Haus hat vielleicht eine Heizlast von 4kW. Dafür Sonden zu bohren oder horizontale Sole-Kollektoren in den Garten zu legen, ist auch nicht sinnvoll, wenn der Strompreis mal bei 30ct liegt, da gewinnt meistens die Luft WP, vor allem, weil es ja Systeme gibt, die Lüftung mit Wärmerückgewinnung, Heizung, Warmwasser und Solarthermie im Stück realisieren.

    Wie immer muss als die erste Maßnahme sein, den Heizbedarf zu verringern. Und dann ein gutes Gesamtsystem planen und einbauen.

    Gruß, Hendrik