Tag: Windenergie

Ist die Offshore-Windenergie für Verbraucher jetzt noch teurer?

Gastbeitrag von Christian Brozinski, Business Development Manager bei WINDEA Offshore GmbH & Co. KG, urprünglich erschienen bei Google+. Fotograf: EnBW / Matthias Ibeler, Emsdetten / EnBW Baltic 1
EnBW Baltic 1 besteht aus 21 Windenergieanlagen und einer Umspannplattform. Der Offshore-Windpark liegt etwa 16 Kilometer nördlich der Halbinsel Darß/Zingst. Mit einer Gesamtleistung von rund 50 Megawatt können jährlich rund 185 Gigawattstunden Strom erzeugt werden. Muss der Stromverbraucher jetzt noch mehr als bisher vorgesehen für den Ausbau der Offshore-Windenergie zahlen? Am 28.11. hat der Bundestag eine Novellierung des Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) verabschiedet, welche u.a. die Haftungsregelung für Schäden durch zu spät fertig werdende Netzanschlüsse enthält. Die Presse berichtet darüber wie folgt: “Union und FDP haben eine zusätzliche Abwälzung von Energiewendekosten auf die Stromverbraucher beschlossen.” “Für die Erzeugung von Windenergie auf hoher See werden die deutschen Verbraucher deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen als bislang geplant.” “Auf Stromkunden in Deutschland kommen weitere Kosten zu.” Hört sich nicht gut an. Stimmt aber so auch gar nicht. Worum geht es denn nun genau im neuen Gesetzestext? Wollte man bisher einen Offshore-Windpark bauen, hat man sich an den zuständigen Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) gewendet und einen Antrag auf einen Netzanschluss gestellt. In der Nordsee ist dies Tennet und in der Ostsee 50Hz. Der Übertragungsnetzbetreiber hat sich dann überlegt, wie er den Strom an Land transportiert. Bevor die dafür notwendige Technik (Offshore-Konverter und Seekabel) beschafft werden konnte, mussten aber noch Behörden wie das BSH die Trasse genehmigen. Genehmigung, Beschaffung und Bau der Netzanschlüsse haben sich dabei oftmals stark verzögert. Dies bringt bestehende Windparkprojekte in Verzug und hält manchen Investor davon ab ein neues Projekt zu finanzieren. weiterlesen ›

Intelligente Stromversorgung mit virtuellen Kraftwerke gleichen Schwankungen der erneuerbaren Energien aus

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Stromversorgung der Zukunft mit virtuellen Kraftwerken, Quelle: LichtBlick AG Die Wende zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung mit erneuerbaren Energien bringt neue Aufgaben für die Energiewirtschaft mit sich. Statt weniger großer Kraftwerke gibt es viele kleine und verteilte Kraftwerke, deren Stromproduktion auch noch wechselhaft ist, da sie vom Wetter und der Tageszeit abhängig sind. Das ist eine große Herausforderung, die mit innovativen High-Tech-Lösungen gemeistert werden können. Eine der möglichen Lösungen habe vor ein paar Tagen vorgestellt, dabei wird ein intelligent vernetzter Windpark per Fernsteuerung entsprechend den Marktbedürfnissen geregelt. Auch wenn es sich nicht so anhört, scheinbar wird erst durch die Kommunikation in Echtzeit die Auslastung des Windparks optimiert. Künftig könnten auch Speicher integriert werden, um die Auslastung der Windenergie-Anlagen zu erhöhen. Die Vermarktung des Windstroms erfolgt dabei nicht über das EEG, sondern durch Direktvermarktung an der Leipziger Strombörse. Bei diesem Beispiel können auch weitere Windparks in die Steuerung zu einem virtuellen Kraftwerk integriert werden. Nach der Definition bei Wikipedia ist ein virtuelles Kraftwerk eine Zusammenschaltung von kleinen, dezentralen Stromerzeugungseinheiten zu einem Verbund, der nachfragegeführt elektrische Leistung bereitstellen und damit dargebotsunabhängige Leistung aus Großkraftwerken ersetzen kann. weiterlesen ›

Wie mit intelligentem Einsatz erneuerbarer Energien das Leistungsspektrum fossiler Kraftwerke angeboten werden kann

Windenergie-Anlagen auf dem Land, Quelle: pixabay Eine der spannendsten Aufgabe bei der Integration von erneuerbaren Energien in das Stromnetz ist der Ausgleich des schwankenden Angebotes von Sonnen- und Windenergie. Die Anpassung von Angebot und Bedarf bei vielen kleinen, dezentralen Stromerzeugungs-Einheiten ist eine der größten Herausforderungen in der Energiewende. Bei dem großen Anteil an erneuerbaren Energien im Stromnetz heute macht es mittlerweile nicht immer Sinn einfach noch mehr Strom zu produzieren. Wenn der Betrieber eines Wind- oder Solarparks durch negative Preise an der Börse für den Verkauf seines Stroms bezahlen muss, dann wird es unwirtschaftlich für ihn. Es wird zwar dann interessanter den überschüssigen Strom zu speichern, aber auch hier sind wir noch weit weg von der Wirtschaftlichkeit. Es zeigt aber, wie dringend Speicher benötigt werden, worauf Prof. Volker Quaschning im Podcast hingewiesen hat. Man kann natürlich auch darüber diskutieren, dass die konventionellen Stromerzeuger doch mehr Kraftwerke runterfahren müssen, wenn durch erneuerbare Energien ein Überschuss an Strom produziert wird, so wie im Photovoltaikforum. Doch auch für sie wird der Betrieb immer unwirtschaftlicher, wenn sie öfters ihre Kraftwerke abschalten müssen – was aber langfristig das Ziel des Wachstums der erneuerbaren Energien ist. Ein großes Problem in der Windenergie ist jedoch, dass man nicht weiß wie viel Strom der Windpark gerade produziert. Der Betreiber der Windenergieanlagen und auch der Netzbetreiber wissen, nach Angaben des Prognosespezialisten energy & meteo systems, erst Tage später, wie viel Strom eigentlich produziert wurde. Damit werden die Anlagen praktisch im Blindflug betrieben. Erst eine Kommunikation in Echtzeit wird einen wirtschaftlicheren Betrieb möglich machen, damit die Windkraft-Anlagen möglichst effizient betrieben werden können. weiterlesen ›

Hessen bietet Bürgerbeteiligung bei Planungen zur Windenergienutzung an

Der Friedberger Windpark, Quelle: C. Meisinger  / pixelio.de

Der Friedberger Windpark, Quelle: C. Meisinger / pixelio.de

Neben der monetären Beteiligung ist auch die Mitsprache in der Planung wichtig, um die Akzeptanz von Windenergieanlagen zu erhöhen:

„Hessen geht neue Wege in der Öffentlichkeitsbeteiligung bei Planungsverfahren. In einem Pilotprojekt werden wir erstmals ein allgemein zugängliches internetgeschütztes Beteiligungsverfahren zur Nutzung der Windenergie durchführen“, sagte Wirtschaftsminister Florian Rentsch heute in Wiesbaden zu einer neuen Form der Bürgerbeteiligung des Hessischen Wirtschaftsministeriums.

„Die Bürger haben die Möglichkeit, die Vorgaben zur Windenergienutzung einschließlich des Umweltberichts im Internet einzusehen und aus der Internetplattform heraus unmittelbar eine Stellungnahme abzugeben. Damit wird das Beteiligungsverfahren bürgernäher, transparenter und einfacher“, so der Minister weiter.

Außer einem Rechner mit Internetzugang wird keine weitere Software benötigt. Nach einer Registrierung mit einem vom Nutzer zu vergebenden Sicherheitspasswort kann man zu den Planinhalten Stellung nehmen. Dabei können bestimmte Textstellen durch eine Textsuch¬maschine gefunden werden, Tipparbeit wird verringert.

Sowohl für die Öffentlichkeit als auch für die Verwaltung wird das Arbeiten vereinfacht, weil eine eindeutige Zuordnung der Stellungnahme zum Gliederungspunkt im Plantext oder dem Umweltbericht vorgenommen werden kann. So werden Missverständnisse zwischen den Bürgern und der Verwaltung vermieden. Auch die Träger öffentlicher Belange, wie Behörden, Versorgungsunternehmen oder Nichtregierungsorganisationen können die neue Beteiligungsplattform nutzen, müssen allerdings zur Rechtssicherheit ihre Stellungnahme noch schriftlich nachreichen. Auch dafür ist eine entsprechende Funktion im System integriert. weiterlesen ›

EnBW bietet mehr Beteiligungsangebote für Bürger bei Windparkprojekten an

Windenergie, Quelle: http://www.sxc.hu/photo/1240691

Windenergie, Quelle: http://www.sxc.hu/photo/1240691

Je mehr die Bürger vor Ort beteiligt werden, umso höher wird die Akzeptanz von Anlagen für die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien. EnBW bietet jetzt nicht nur den Bürgern vor Ort Beteiligungsangebote, auch überregionale Bürgerenergiegenossenschaften können sich an den Windparks von EnBW beteiligen. Wird das zur Erhöhung der Akzeptanz beitragen?

Die EnBW Erneuerbare Energien GmbH und die BürgerEnergie AG haben einen Kooperationsvertrag geschlossen, der die Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung an Windparkprojekten der EnBW deutlich erweitert. Bereits bisher haben Bürger vor Ort die Möglichkeit, sich an dezentralen Projekten der EnBW zu beteiligen. Das neue Kooperationsmodell ermöglicht es nun den in der BürgerEnergieAG gebündelten lokalen Bürgerenergiegenossenschaften, sich zusätzlich auch an überregionalan Windparkprojekten der EnBW zu beteiligen.

Die EnBW Erneuerbare Energien GmbH wird zukünftig Anteile an ausgewählten Windparks nach deren Fertigstellung der BürgerEnergie AG zur Beteiligung anbieten. Die einzelnen in der BürgerEnergie AG organisierten Bürgerenergiegenossenschaften können sich dann, je nach Interesse, an diesem Windpark beteiligen. Für den einzelnen Bürger besteht damit die Möglichkeit, sich über eine lokale Bürgerenergiegenossenschaft an den Projekten mittelbar zu beteiligen. Das Beteiligungsangebot ist damit nicht auf die Standortgemeinde eines Windparks beschränkt, sondern kann auch überregional in Anspruch genommen werden. Zum Start gibt es bereits zwei konkrete Windparkprojekte, die als Pilotvorhaben für die Kooperation dienen können.

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Aus einer Biogasanlage wird ein ganzer Energiepark zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien

Die Biogasanlage in Bischheim, Donnersbergkreis, Quelle: juwi

Die Biogasanlage in Bischheim, Donnersbergkreis, Quelle: juwi

Mit verschiedenen Projekten hat das innovative Unternehmen juwi bereits auf sich aufmerksam gemacht, wie z.B. eine erste Power-to-Gas-Anlage. Jetzt gibt es ein neues, wieder sehr innovatives Projekt, das mit der Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energien in einem Energiepark eine Vollversorgung von 1.700 Haushalten ermöglichen soll.

Auf einem gerade Mal 3,85 Hektar großen Gelände werden neben der Biogaserzeugung aus in der Region angebauten Substrat-Pflanzen auch Sonnenstrom und Windkraft genutzt. „Durch den Mix dieser nachhaltigen Energieerzeugungsformen entsteht ein klimaschonendes Vorzeigeprojekt, das in Deutschland bisher einzigartig ist“, freut sich juwi Bio-Geschäftsführer Gerd Kück.

Herzstück bleibt auch beim neuen „Energiepark Göllheim“ eine Biogasanlage. In ihren Fermentern werden in der Umgebung angebauter Mais, Zuckerrüben und Hirse aber auch Grasschnitt zu Biogas vergoren. Das wiederum wird nicht wie sonst üblich in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt, sondern von seinem CO2-Anteil befreit und als reines Methan in das lokale Erdgasnetz eingespeist.

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