socket 304983 640

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 Kommentare

  1. Toller Beitrag – Ich habe selbst als Investor schon einige Projekte auf http://www.bettervest.de Unterstützt und ich habe vor viele weitere zu unterstützen.

    Die Frage, warum es für andere wenig Attraktiv erscheint, habe ich mir selbst auch schon gestellt. Das enorme Einsparungspotential sollte eigentlich für sich sprechen, aber so wie es aussieht, ist das bei der breiten Masse noch nicht angekommen.

  2. Tja, ein schwieriger Fall. Ich glaube, da gibt es mehrere Hemmnisse, die zusammenwirken.
    Erstmal ist Sparen, Verzicht oder sorgsamer Umgang in unserer Gesellschaft nicht gerade erstrebenswert. Es regiert „ich will alles, und das gleich“, wir wollen zeigen, dass wir es uns leisten können. Möglicherweise hat das auch noch mit Nachkriegszuständen zu tun, wo man auf vieles verzichten musste. Daran will man nicht mehr erinnert werden und ist froh – verständlicherweise – dass es heute anders ist.
    Und unser Wirtschaftsmodell ist auf Wachstum aufgebaut. Wie passt da die Reduktion dazu? In der Wirtschaft hat kaum wer wirkliches Interesse an einer Verbrauchsreduktion, schon gar nicht die Versorger und die sind mit der Politik stark verbunden.
    Dazu benötigt es einen Bewusstseinswandel. Und das dauert wahrscheinlich mehrere Jahrzehnte. Zumal es (noch) keine sicht-/spürbaren Probleme wegen zu übermäßigen Energieverbrauchs gibt.
    Andererseits hat sich schon was getan. Als ich vor gut 12 Jahren anfing mit Energieberatungen musste man das Wort Energieeffizienz noch erklären, da konnte kaum wer was damit anfangen. Heute kennt es jeder, es wird vielleicht schon zu oft eingesetzt. Jeder hat heute angeblich energieeffiziente Produkte.
    Andererseit ist Energieeffizienz nicht greifbar. Was ist das, wie sieht das aus? Energieeffizienz ist sehr vielschichtig. PV ist klar. Windkraft ist klar. Das kann man angreifen und sieht es. Energieeffizienz ist nicht greifbar. Daher auch schwer erklärbar und nicht für Jedermann einfach zu verstehen.
    Ich denke, dass wir ganz andere Geschäftsmodelle überlegen müssen, in allen Bereichen. Es wird neue Energieversorger brauchen, die ein anderes Verständnis von Versorgung haben, weg vom kWh verkaufen. Andere Mietmodelle für Wohnungen, andere Mobilitätsmodelle usw.
    Wenn wir etwas weiter bringen wollen, dann müssen wir die eingefahrenen Pfade verlassen oder darauf warten, dass wir zum Umdenken gezwungen werden, sei es durch Peak-Oil oder Krieg.

  3. In der Praxis erleben wir, vor allem was den privaten Einsatz von Energieeffizienz angeht, noch zwei weitere Hemmnisse:

    – zum einen haben Verbraucher Angst, einen Rückschritt mit energieeffizienten Produkten zu machen und dabei Wohnkomfort zu verlieren (Stichwort: Glühbirne – LED, schlechtes Licht etc). Dies ist sicherlich auch ein Aufklärungsproblem.

    – zum anderen sind in vielen Bereichen die Anfangsinvestitionen in Sachen Energieeffizienz sehr hoch. Heizungssteuerungssysteme kosten um die 200 Euro und wer seine Wohnung komplett mit LEDs ausrüsten möchte, der wird auch selten unter 100 Euro bleiben. In anderen Bereichen, wie etwa Dämmung / Sanierung sind die Investitionen noch viel höher. Verständlich, dass sich dies nicht jeder leisten kann, auch wenn am Ende Einsparungen locken.

    -drittes Hemmnis: Einsparungen werden von allen Seiten versprochen, doch welcher Verbraucher weiß schon im Vorhinein, ob diese wirklich eintreten und sich die Investition lohn? Man handelt in solchen Fällen eher Gegenwartsorientiert.

  4. Letztendlich muss das alles auch wirklich Convenient sein – Ich brüte gerade über einen Artikel zum Thema: Convenience schlägt Nachhaltigkeit – Immer… Es wird den Kunden auch manchmal echt schwer gemacht sich auszukennen, alles ist irgendwie mühsam und sehr technikbeladen. Gleichzeitig können sich diese neue Firmen große emotionale Marketingkampagnen nicht leisten, die natürlich auch nicht immer zum Erfolg führen. Jedenfalls Danke für den Denkanstoss, eine Lösung für die von dir angesprochenen Probleme hab ich leider auch noch nicht gefunden…

  5. Liebe Cornelia,

    da gebe ich dir recht! Oft muss man Techi sein, um sich an die effizienten Lösungen zu wagen – oder die Menschen denken, man müsste dies sein. Es gibt beide Fälle!

    Und ja, große Marketing Kampagnen sind teuer! Ein positives Beispiel in Sachen Aufklärung / Kampagnen rund um Energiesparen und Energieeffizienz ist da sicherlich co2online.