Schlagwort: Abwärmenutzung

Kommunale Nahwärme ist eine Chance für Wärmewende und Bürgerenergie

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kommunale Nahwärme
Wachsendes Interesse von Kommunen an Versorgung mit Nahwärme, Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien

Zunehmend wird das Feld der kommunalen Nahwärmeversorgung für die Energiewende erschlossen. Auch für die Bürger-Energiegenossenschaften kann die Nahwärme ein neues Betätigungsfeld werden, um die Energiewende im Wärmesektor voran zu bringen. Das Potential im Wärmesektor ist schließlich noch groß, viele Kommunen sind daran interessiert und der Wärmemarkt ist nicht so stark reguliert wie der Stromsektor. Viele spricht dafür, dass Nahwärmenetze künftig eine größere Rolle spielen werden. Doch die praktische Umsetzung ist auch sehr komplex, benötigt erfahrene Partner und die Kommune, um das Projekt mit lokaler Wärme erfolgreich an die Hausbesitzer zu bringen. Im folgenden Beitrag etwas Hintergrund zum Thema kommunale Nahwärme, ein paar Zahlen, etwas zu den verwendeten Technologien und ein paar praktische Beispiele. … den ganzen Artikel lesen »

Große Energieeffizienz-Offensive mit Informationen und neuer Förderung

Energieeffizienz-Offensive Screenshot
Screenshot der Energieeffizienz-Offensive Kampagnen-Website

Gestern startete das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) eine große Energieeffizienz-Offensive zur Stärkung der Energieeffizienz. Unter dem Titel „Deutschland macht´s effizient“ wird für eine Steigerung der Energieeffizienz im Alltag, im Eigenheim, in Unternehmen und in Kommunen geworben. Zusätzlich werden neue Förderprogramme und -instrumente angekündigt. Ist doch schön, dass endlich mehr für Energieeffizienz getan wird, oder? … den ganzen Artikel lesen »

Potentiale für Energieeffizienz in der chemischen Industrie

Rohstoff- und Energieeffizienz in der deutschen Chemie-Industrie
Energie- und Rohstoffeffizienz der deutschen Chemie bis 2030, Grafik: Verband der Chemischen Industrie e.V.

Bisher hatte ich versucht mit mich der Energieeffizienz in verschiedenen Branchen zu befassen nachdem ich die Bedeutung der Energieeffizienz für den Klimaschutz aufgezeigt habe. So habe ich bei Lackieranlagen ein enormes Potential zur Energieeinsparung entdeckt, in der Papier-Industrie konnte ich Einsparmöglichkeiten nur durch die verstärkte der Herstellung von Recyclingpapier entdecken, im Maschinenbau werden effiziente Anlagen zu einem wichtigen Faktor auf dem Weltmarkt und bei Gießereibetrieben gibt es gute Beispiele zur Verbesserung der Energieeffizienz. Es bleiben aber noch viele Branchen offen und von guten Beispielen berichte ich immer wieder gerne.

Chemiebranche gehört zu größten Energieverbrauchern

Eine der größten Energieverbraucher ist die Chemie- und Pharma-Branche, der drittgrößte Industriezweig in Deutschland. Bei diesen Unternehmen sind über 30 Betriebe auf der Karte mit den Unternehmen, die von der EEG-Umlage befreit sind, wobei vermutlich die ganz großen und bekannten Namen der Chemieindustrie nicht dabei sein werden. Ich habe keine Informationen finden können, aber ich gehe davon aus, dass Bayer, BASF & Co. ihren Strom direkt beziehen werden und zu einem Teil auch selbst produzieren.

Nach den Angaben der VCI-Prognos-Studie zu den Entwicklungspfaden der deutschen Chemie bis 2030 ist mehr Effizienz in der Produktion eine der Wege, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Immerhin hat die deutsche Chemieindustrie bereits seit 1990 den Energieeinsatz um ein Fünftel reduzieren können, während die Produktion ein Anstieg um fast 60 Prozent gestiegen verzeichnen konnte. Die Ressourceneffizienz bleibt jedoch im Blickpunkt der Unternehmen durch steigende Energie- und Rohstoffkosten. Bis 2030 soll die Produktion um 40 Prozent ansteigen, der Rohstoffverbrauch jedoch nur um 15 Prozent und der Energieverbrauch nur um 8 Prozent. Aber es wird auch vor einer vollständigen Entkopplung von Wachstum und Primärenergieeinsatz, sowie vor einer absoluten Begrenzung des Energieverbrauchs gewarnt. … den ganzen Artikel lesen »

Große Potentiale für Energieeffizienz in Gießerei-Betrieben

Nach dem Blick auf die Papierindustrie möchte ich mich nun einer anderen energieintensiven Industrie zuwenden. Auch Gießereien benötigen sehr viel Energie für ihren Betrieb, nicht nur Strom. Laut der Liste bei stromhaltig.de sind 78 Eisengießereien von der EEG-Umlage befreit, was aber heute nicht mehr als Zeichen für ein energieintensives Unternehmen bewertet werden kann, aber laut Branchenverband BD Guss (pdf-Vortrag zur aktuellen pol. Entwicklung) sind nicht alle Unternehmen von der Umlage befreit.

Durch die steigenden Kosten für Energie, ob Strom, Gas oder Öl, ist die Verbesserung der Energieeffizienz zu einem wichtigen Thema der Gießerei-Industrie geworden, bzw. Material- und Energieeffizienz werden sogar zu den zentralen Herausforderungen der europäischen Gießerei-Industrie gezählt. Der Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie hat bereits die zweite Version des Leitfadens „Energieeffizienter Gießereibetrieb“ veröffentlicht und es gibt einige gute Beispiele von Unternehmen, die ihren Energiebedarf deutlich verringern konnten.

Abwärmenutzung in Gießerei-Betrieben

Im nächsten Schritt werden, im Auftrag des Umweltbundesamtes, das Institut für Gießereitechnik gGmbH (IfG) in Düsseldorf und der Energieeffizienz-Dienstleister Limón GmbH aus Kassel an einem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben arbeiten, das die Potenziale der Abwärmenutzung in deutschen Gießereien ermitteln soll. … den ganzen Artikel lesen »

Beispiele für Energieeffizienz durch Abwärmenutzung in der energieintensiven Industrie

eeip-Konferenz Duisburg
Präsentation der ORC-Technologie von Turboden auf der EEIP-Konferenz in Duisburg, Foto: Andreas Kühl

Von den 400 TWh, die in Deutschland zur Erzeugung von Prozesswärme in der Industrie benötigt werden, gehen 30 bis 40% als Abwärme verloren. Mindestens 30 TWh/a davon könnten wirtschaftlich eingespart werden – so viel Strom wie drei Kernkraftwerke im Jahr produzieren. Mit dieser Thematik der Abwärmenutzung bei hohen Prozesstemperaturen hat sich das europäische Netzwerk EE-IP (Energy Efficiency in industrial Processes) in den vergangenen 18 Monaten intensiv auseinandergesetzt. Es wurden Best-Practice-Beispiele gesucht, Hindernisse aufgedeckt, unterschiedliche Technologien gefunden, viele Gespräche geführt und Finanzierungsinstrumente gesucht.

Unter dem Motto „Energy Recover in Industry: Best Practice to Implementation“ hat am 12.06.2013 die Abschluss-Konferenz stattgefunden. Im Duisburger Landschaftsprk Nord, ein altes Werksgelände von Thyssen Krupp, trafen sich aus ganz Europa über 70 Industrie- und Verbandsvertreter, sowie weitere Fachleute zu einem Austausch über die Themen Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung als Kernthemen, sowie über die Finanzierung von Energieeffizienz und über energieeffiziente Prozesse.

Best-Practice Beispiele für industrielle Abwärmenutzung

Einer der beeindruckendsten Beispiele, die aufgezeigt wurden, ist das Projekt von Finnfjord AS, einem Familienunternehmen in der Herstellung von Ferrosilizium und Mikrosilizium. Das Unternehmen im norwegischen Finnsnes hat einen jährlichen Stromverbrauch von 1.000.000 MWh und verbraucht zusätzlich große Mengen an Kohle und Koks. Schon 2008 hatte man begonnen mit der Planung einer Anlage zur Abwärmenutzung für die Erzeugung von jährlich 340.000 MWh Strom. In 2012 wurde die Anlage dann in Betrieb genommen. … den ganzen Artikel lesen »

Sinnvolle Nutzung von Abwärme mit Wärmerohren

Heat pipe schematic function-de
Die schematische Darstellung der Funktion eines Wärmerohrs
Von den 700 TWh/a der Endenergie, die von der deutschen Industrie benötigt wird, werden 400 TWh/a für die Prozesswärme benötigt. Ein nicht wesentlicher Teil davon, 30 bis 40 Prozent, geht jedoch als Abwärme verloren. Immerhin 30 TWh/a davon könnten wirtschaftlich eingespart werden – entspricht der Leistung von drei Kernkraftwerken – so berichtet das Unternehmen Dürr in einer Pressemitteilung. Dieses Potential zu erschließen ist eine große Aufgabe für die Industrie in den kommenden Jahren.

Daran arbeiten heute auch schon verschiedene Unternehmen und entwickeln unterschiedlichste Lösungen. Die Wissenschaftler im ECEMP-Teilprojekt CerHeatPipe, um Prof. Michael Beckmann, vom Institut für Energietechnik der TU Dresden, haben sogenannte Hochtemperatur-Wärmeübertrager entwickelt, mit denen es möglich ist, die Abwärme umzuleiten und für den Prozess nutzbar zu machen.

Damit könnten große Energiemengen eingespart, CO2-Emissionen reduziert und somit die Effizienz von Industrie- und Kraftwerksprozessen deutlich gesteigert werden. Die Wissenschaftler stellen ihr Projekt vom 08. bis zum 12. April 2013 auf der Hannover Messe, Halle 2, Stand A32 vor.

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