Kategorie: Bioenergie

Heizen mit Pellets – (k)eine Frage der Nachhaltigkeit?

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Gastbeitrag von Marie Lingner, KWB Deutschland – Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH als Austausch zum Interview im KWB Blog.

Holzpellets
Heizen mit Pellets, Foto: KWB

Mit Biomasse zu heizen, senkt die CO2-Emissionen bei der Wärmeversorgung so stark wie mit keiner anderen energetischen Maßnahme. Deshalb werden Heizungssanierungen mit staatlichen Zuschüssen gefördert. Aber mit der steigenden Nachfrage an Pelletheizungen nehmen auch die Zweifel an der nachhaltigen Herstellung des Holzbrennstoffs zu. Wie wird also sichergestellt, dass die energetische Nutzung von Holz keine Gefahr für den Bestand des Waldes birgt?

Nachhaltigkeit ist ein sehr vielschichtiges Thema, das im Umfang dieses Beitrags nur als Teilbereich behandelt werden kann. Es soll in diesem Zusammenhang nicht der Beitrag von Holzbrennstoffen zur CO2-Senkung, sondern die nachhaltige bzw. langfristige Sicherung des deutschen Waldes im Vordergrund der Betrachtung stehen. … den ganzen Artikel lesen »

Biogas-Anlagenbetreiber verzeichnen Verluste in Millionenhöhe durch EEG Reform 2014

Eine Pressemeldung der WEMAG AG, Sponsor von energynet.de

Biogas, eine lokale Ressource, Foto: pixabay, ADMC
Biogas, eine lokale Ressource, Foto: pixabay, ADMC

Der Bestandsschutz von Biogasanlagen wird durch das am 1. August 2014 in Kraft getretene EEG 2014 und der Erhebung einer Höchstbemessungsleistung erheblich verletzt. Die gesetzlich garantierte Vergütung des erzeugten Stroms wurde dadurch drastisch gekürzt. Mit der vom Verein Nachhaltige Energien e.V. eingereichten verfassungsrechtlichen Beschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe soll der Gesetzgeber daran erinnert werden, dass er für die Investitionssicherheit in den Vorgängergesetzen des EEG 2014 ein Versprechen abgegeben hat. Die Klagegemeinschaft wird durch die Anwaltskanzlei Paluka Sobola Loibl & Partner aus Regensburg vertreten.

Die Begrenzung der sogenannten Höchstbemessungsleistung auf 95 Prozent der bisherigen Anlagenleistung führt zu einem drastischen Einbruch der Umsätze der Betreiber. … den ganzen Artikel lesen »

Hybridkraftwerk mit völlig neuen Bausteinen gestartet

Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl
Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl

Die Volatilität der erneuerbaren Energien wird noch oft als das große Problem dargestellt, dadurch wäre keine sichere und zuverlässige Energieversorgung. Doch es gibt mittlerweile einige Versuche und Projekte mit mehreren Energieträgern zu einem Kombikraftwerk dem entgegenzuwirken oder durch bessere Planung das Angebot zu optimieren bzw. entsprechend dem Bedarf intelligent verschiedene Stromerzeugungsarten zu verbinden.

Die Zahl der Projekte nimmt stetig zu und das ist auch wichtig um bei einem Anteil von über 25 Prozent an der Stromversorgung dauerhaft bestehen zu können, und um Strom aus erneuerbaren Energien marktgerecht anbieten zu können.

Ein neues Projekt wurde Anfang November von der  Eurosolid Power Systems AG im Technologiezentrum Ostvorpommern, Anklam, eingeweiht. Ich habe aber erst letzte Woche davon erfahren, daher kommt erst jetzt die Vorstellung des Projektes. In diesem Hybridkraftwerk wurden völlig neue Technologien verbunden, die zeigen welche Innovationen die Energiewende hervorbringen kann. Neben einem 11 MW-Solarkraftwerk und Kleinwindanlagen kommen Batteriespeicher-Systeme und die hydrothermale Carbonisierung von Biomasse zum Einsatz.

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Jetzt Heizung modernisieren und zukunftssichere Wärmequelle Holzpellets nutzen

Alle reden nur über den Strompreis, die steigenden Heizkosten werden dabei völlig in den Hintergrund gedrängt. Ich habe auch noch nicht davon gehört, dass der Bundeswirtschaftsminister die Öl- und Gaspreise deckeln möchte und die Verbraucherschützer halten sich auch zurück. Dennoch darf man auch die steigenden Kosten für die Heizung nicht vernachlässigen. Im Neubau sollte man sich über Alternativen zu Öl und Gas Gedanken machen und in bestehenden Gebäuden eventuell über einen Austausch der bestehenden Heizung.

Als kostengünstige Maßnahme kann man seine Heizung z.B. mit einzelnen Komponenten modernisieren.

Eine Alternative zu Öl und Gas sind Holzpellets, kleine zylinderförmige Presslinge, die aus naturbelassenen Holzresten, wie Hobel- und Sägespäne, hergestellt werden. Damit sind sie praktisch gespeicherte Bioenergie, die aus der Region kommt und zur nachhaltigen Wertschöpfung vor Ort beiträgt.

Im Gegensatz zu den steigenden Ölpreisen bleiben die Pelletspreise seit Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Dadurch ist ein Wachstum der gesamten Pelletsbranche möglich. Laut pelletshome.de rechnet die Branche mit 25.000 neuen Pelletsheizungen in diesem Jahr, im vergangenen Jahr lag der Absatz noch bei 15.000 Anlagen. Wenn sich der Modernisierungsstau im Heizungskeller endlich auflösen wird, dann kann sich die Anzahl der Anlagen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Bis Ende 2012 werden in Deutschland rund 180.000 Pelletheizungen umweltfreundliche Wärme erzeugen.

Heizen mit Pellets basiert auf modernen Feuerungssystemen, die im Neubau und auch in der Bestandsrenovierung eingesetzt werden können. Die Einsatzbreite umfasst alle Gebäudegrößen, sowie die Bereitstellung von Prozesswärme. Pelletsheizungen werden direkt im Wohnzimmer oder für gesamte Ein- und Zweifamilienhäuser eingesetzt, wie auch in ganzen Wohnkomplexen. Sie werden in Gewerbebetrieben genauso genutznt wie im Fußballbundesligastadion, in Nahwärmenetzen oder zur Bereitstellung von Prozesswmkärme in der Großbäckerei oder dem Pharmakonzern.

Pellets sind in Deutschland aufgrund riesiger Holzvorräte und einer hohen Sägewerksdichte breit verfügbar. In Deutschland wurde vor rd. 300 Jahren der Nachhaltigkeitsbegriff erstmals verwendet. Seitdem wurden Forstgesetze immer weiterentwickelt, so dass der heimischen Forstwirtschaft heute ein breiter Nachhaltigkeitsansatz zu Grunde liegt. Der Holzvorrat von 3,6 Mrd. m3 in den heimischen Wäldern ist hierfür ein Beleg. Die Menge der in den Sägewerken in Form von Holzspänen und Hackschnitzeln bereitgestellten Pelletgrundlage wird vom DEPV auf bis zu 10 Mio. t jährlich eingeschätzt. Damit ist ein deutlicher Ausbau der Pelletfeuerungen in Deutschland möglich. Durch die EN¬plus-Zertifizierung wird der Produktionsprozess bis hin zur Pelletanlieferung beim Heizungsbetreiber durch strenge Vorgaben begleitet. Eine weitgehende Verpflichtung, bei der Pelletproduktion Holz mit Nachhaltigkeitsnachweis einzusetzen, ist ein Ziel, das der DEPV in den kommenden Jahren forcieren wird.

Verbesserte Förderung für thermische Solaranlagen, Wärmepumpen und Bioenergie

Flachkollektor, Quelle: BSW-Solar/Citrin Solar
Flachkollektor, Quelle: BSW-Solar/Citrin Solar

Gute Nachrichten für umwelt- und kostenbewusste Hauseigentümer: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verbessert ab 15. August 2012 seine Förderungen für Solarthermie, Wärmepumpen und Biomassekessel im Rahmen des Marktanreizprogramms. Für Solarthermie gibt das BAFA weiterhin 90 Euro pro Quadratmeter zur Investition dazu, nun jedoch mindestens 1.500 Euro pro Anlage.

Diese neue Mindestsumme zahlt sich für kleine und mittlere Anlagen aus: Für eine durchschnittliche Anlage mit 13 Quadratmetern betrug die Basisförderung bisher 1.170 Euro. Bedingung für die Förderung: Die Anlage liefert Warmwasser und unterstützt gleichzeitig die Heizungsanlage. Die Kampagne „Meine Heizung kann mehr“ der gemeinnützigen co2online GmbH begleitet den Start des überarbeiteten Förderprogramms mit einem Themenspezial auf www.meine-heizung.de.

Der Bundesverband Solarwirtschaft gibt ein Beispiel für die neue Förderung an:  Wurde die Installation einer typischen Solarwärme-Anlage bislang im Falle der Heizungssanierung mit rund 1.500 Euro bezuschusst, so erhält ein Eigenheimbesitzer zukünftig für die gleiche Solaranlage rund 2.000 Euro vom Staat. Diese Verbesserung ist auf die Einführung einer Mindestförderung für die Solarkollektoren in Höhe von 1.500 Euro sowie auf den beibehaltenen Kesselaustausch-Bonus in Höhe von 500 Euro zurück zu führen.

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Aus einer Biogasanlage wird ein ganzer Energiepark zur Vollversorgung mit erneuerbaren Energien

Die Biogasanlage in Bischheim, Donnersbergkreis, Quelle: juwi
Die Biogasanlage in Bischheim, Donnersbergkreis, Quelle: juwi

Mit verschiedenen Projekten hat das innovative Unternehmen juwi bereits auf sich aufmerksam gemacht, wie z.B. eine erste Power-to-Gas-Anlage. Jetzt gibt es ein neues, wieder sehr innovatives Projekt, das mit der Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energien in einem Energiepark eine Vollversorgung von 1.700 Haushalten ermöglichen soll.

Auf einem gerade Mal 3,85 Hektar großen Gelände werden neben der Biogaserzeugung aus in der Region angebauten Substrat-Pflanzen auch Sonnenstrom und Windkraft genutzt. „Durch den Mix dieser nachhaltigen Energieerzeugungsformen entsteht ein klimaschonendes Vorzeigeprojekt, das in Deutschland bisher einzigartig ist“, freut sich juwi Bio-Geschäftsführer Gerd Kück.

Herzstück bleibt auch beim neuen „Energiepark Göllheim“ eine Biogasanlage. In ihren Fermentern werden in der Umgebung angebauter Mais, Zuckerrüben und Hirse aber auch Grasschnitt zu Biogas vergoren. Das wiederum wird nicht wie sonst üblich in einem Blockheizkraftwerk in Strom und Wärme umgewandelt, sondern von seinem CO2-Anteil befreit und als reines Methan in das lokale Erdgasnetz eingespeist.

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