Bioenergie Heizung

Jetzt Heizung modernisieren und zukunftssichere Wärmequelle Holzpellets nutzen

Alle reden nur über den Strompreis, die steigenden Heizkosten werden dabei völlig in den Hintergrund gedrängt. Ich habe auch noch nicht davon gehört, dass der Bundeswirtschaftsminister die Öl- und Gaspreise deckeln möchte und die Verbraucherschützer halten sich auch zurück. Dennoch darf man auch die steigenden Kosten für die Heizung nicht vernachlässigen. Im Neubau sollte man sich über Alternativen zu Öl und Gas Gedanken machen und in bestehenden Gebäuden eventuell über einen Austausch der bestehenden Heizung.

Als kostengünstige Maßnahme kann man seine Heizung z.B. mit einzelnen Komponenten modernisieren.

Eine Alternative zu Öl und Gas sind Holzpellets, kleine zylinderförmige Presslinge, die aus naturbelassenen Holzresten, wie Hobel- und Sägespäne, hergestellt werden. Damit sind sie praktisch gespeicherte Bioenergie, die aus der Region kommt und zur nachhaltigen Wertschöpfung vor Ort beiträgt.

Im Gegensatz zu den steigenden Ölpreisen bleiben die Pelletspreise seit Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Dadurch ist ein Wachstum der gesamten Pelletsbranche möglich. Laut pelletshome.de rechnet die Branche mit 25.000 neuen Pelletsheizungen in diesem Jahr, im vergangenen Jahr lag der Absatz noch bei 15.000 Anlagen. Wenn sich der Modernisierungsstau im Heizungskeller endlich auflösen wird, dann kann sich die Anzahl der Anlagen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln. Bis Ende 2012 werden in Deutschland rund 180.000 Pelletheizungen umweltfreundliche Wärme erzeugen.

Heizen mit Pellets basiert auf modernen Feuerungssystemen, die im Neubau und auch in der Bestandsrenovierung eingesetzt werden können. Die Einsatzbreite umfasst alle Gebäudegrößen, sowie die Bereitstellung von Prozesswärme. Pelletsheizungen werden direkt im Wohnzimmer oder für gesamte Ein- und Zweifamilienhäuser eingesetzt, wie auch in ganzen Wohnkomplexen. Sie werden in Gewerbebetrieben genauso genutznt wie im Fußballbundesligastadion, in Nahwärmenetzen oder zur Bereitstellung von Prozesswmkärme in der Großbäckerei oder dem Pharmakonzern.

Pellets sind in Deutschland aufgrund riesiger Holzvorräte und einer hohen Sägewerksdichte breit verfügbar. In Deutschland wurde vor rd. 300 Jahren der Nachhaltigkeitsbegriff erstmals verwendet. Seitdem wurden Forstgesetze immer weiterentwickelt, so dass der heimischen Forstwirtschaft heute ein breiter Nachhaltigkeitsansatz zu Grunde liegt. Der Holzvorrat von 3,6 Mrd. m3 in den heimischen Wäldern ist hierfür ein Beleg. Die Menge der in den Sägewerken in Form von Holzspänen und Hackschnitzeln bereitgestellten Pelletgrundlage wird vom DEPV auf bis zu 10 Mio. t jährlich eingeschätzt. Damit ist ein deutlicher Ausbau der Pelletfeuerungen in Deutschland möglich. Durch die EN¬plus-Zertifizierung wird der Produktionsprozess bis hin zur Pelletanlieferung beim Heizungsbetreiber durch strenge Vorgaben begleitet. Eine weitgehende Verpflichtung, bei der Pelletproduktion Holz mit Nachhaltigkeitsnachweis einzusetzen, ist ein Ziel, das der DEPV in den kommenden Jahren forcieren wird.

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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3 Kommentare

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  • Hi Andi,
    Auf deine Frage auf Twitter wie viel man mit Hausautomatisierung „einsparen“ kann, möchte ich hier ein kleines Kommentar verfassen da es zu den Pellets passt.
    Ich habe dir ja geschrieben das ich persönlich mit dem Hausbussystem meine Heizungskosten um 30% reduziert habe. Um das zu erläutern muss ich natürlich ein klein wenig ausholen und das ist über Twitter nicht möglich. In meinem Haus habe ich einen Pelletskessel mit 1000L Pufferspeicher und 300L Warmwasserboiler. Seit einigen Jahren habe ich auch eine Solartermieanlage mit 23qm Kollektorfläche. Mein Pelletsverbrauch lag pro Jahr mit der Standardsteuerung bei ca 5000kg. Da ich schon immer meine Temperaturen im Puffer, Kollektor und Brenner über den Hausbus mitschreibe ist mir aufgefallen das das Zusammenspiel nicht optimal war. Das bedeutet, dass der Pelletskessel morgens nach dem duschen angesprungen ist und nachgeheizt hat, obwohl niemand mehr zu hause was. Das führte dazu, das die Solaranlage nichts mehr zu tun hatte als die Sonne herauskam. Dies hat mich geärgert und ich habe die Heizungssteuerung komplett im Bussystem realisiert, damit ist es mir jetzt möglich meine Heizzeiten besser zu kontrollieren und somit die Sonnenenergie besser zu nützen. Weiters habe ich mit dieser Aktion die Puffer Temperatur auf 40° beschränkt um dem Kollektor die Möglichkeit zu geben auch an Wintertagen nützliche Wärme zu liefern. Die 40° haben auch den Effekt das die Verluste im Puffer zurückgegangen sind. Zu Regelung des Pelletskessels ist zu sagen, dass ich versuche den Kessel so lange wie möglich nicht zu zünden, wenn er allerdings läuft, so lange wie möglich am laufen zu halten. Das bedeutet, wenn ich schon Wasser aufheize und nicht mehr mit Sonne zu rechnen ist, heize ich auch den Puffer auf ein höheres Niveau um die Pausezeit so lange wie möglich zu halten.

    So soweit in „kurzen“ Worten. Ich habe noch einiges mehr gemacht, aber das würde den Rahmen hier sprengen.

    Lg Peter

  • Hallo Peter

    Das hört sich interessant an! Wie viel sparst du denn nun durch die Änderungen in der Steuerung? (Ketzerische Frage: Was braucht deine Hausautomation im Jahr an Strom?)
    Das Verhältnis von 23m² Solarthermie zu 1000l (1300l) Puffervolumen hört sich ein wenig gering an. Falls kein Swimmingpool mitversorgt ist sollte die Anlage im Sommer ziemlich häufig in die Stagnation gehen.
    Ich habe bei mir ein etwas anderes Regelungskonzept (auch Pellets und Solar) Ich habe eine Anlage mit Frischwasserstation somit ist mein Puffer auch immer für das WW zuständig.
    Im Sommer und in der Übergangszeit darf der Kessel maximal die obere Hälfte des Puffers füllen und wird ansonsten von der Solarsteuerung blockiert. Somit ist WW immer gegeben. Die FBH wird aus der unteren Hälfte versorgt in der Übergangszeit kann ich so zu großen Teilen die FBH direkt versorgen.
    Im Winter darf der Kessel bei Bedarf den Puffer voll durchheizen. Im unteren Teil fällt die Temperatur dann recht schnell. So kommt dann die Solaranlage wieder zum Zuge.
    Gruß
    Jan

  • Hallo Jan,

    Ich muss dir leider recht geben, 1000L sind ein bisschen wenig, aber es ist egal ob ich 1000 oder 3000L habe. Im Sommer geht die Anlage täglich in Stagnation. Dies macht aber nichts, da ich die Solaranlage mit reinem Wasser betreibe. Ich hätte zwar gerne mehr Pufferspeicher, aber leider ist der Platz nicht verfügbar. Worauf ich eher warte ist eine Solare Klimaanlage, aber die ist mir noch zu teuer.

    Der Stromverbrauch des Hausbusses liegt bei max 10 Watt. Aber global gesehen spart dies Geld da ich durch das Smart Home meine Verbraucher besser steuern kann.

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