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VERBUND energy2050: Bridging the Gap. Sektorenkopplung als Schlüssel für die Energiezukunft.

Beitrag im Rahmen der Medienpartnerschaft mit der Konferenz energy2050

Bereits zum zehnten Mal veranstaltet VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen und einer der größten Wasserkrafterzeuger Europas, die Energie-Konferenz energy2050. Von 18. bis 20. September 2019 befasst sich die Energiebranche mit den Entwicklungen in Politik, Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft, welche die Zukunft der Energielandschaft gestalten werden.

Die Klimakrise ist eine der zentralsten Herausforderungen unserer Generation, wenn nicht sogar die größte. Um sie zu bewältigen, werden enorme Kraftanstrengungen von allen Stakeholdern notwendig sein – seitens der Politik, der Wirtschaft und der Bürger. Der erforderliche Mix aus Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen wird massive Investitionssummen benötigen, damit eröffnen sich für dynamische und innovative Volkswirtschaften und Unternehmen aber auch viele Chancen. Für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Österreich ist es daher entscheidend, jetzt die Weichen für die Dekarbonisierung in allen Sektoren zu stellen.

Sektorenkopplung und Sektorenintegration

Die Dekarbonisierung des Wirtschafts- und Energiesystems ist die zentrale politische Herausforderung. Der UN-Klimavertrag von Paris und die EU-Klima- und Energieziele – ein klimaneutrales Europa bis 2050 – geben eine klare Richtung für die Reduktion des CO2-Ausstoßes vor. Dabei fällt eine zentrale Rolle der Sektorenkopplung zu, der Vernetzung von Strom aus erneuerbaren Quellen mit den Bereichen Wärme, Verkehr sowie industriellen Prozessen. Ziel dabei ist es, fossile Energieträger sukzessive durch CO2-freien Strom zu substituieren, das Energiesystem zu dekarbonisieren und die dringend notwendige Flexibilisierung der Energienutzung herbeizuführen.

Grüner Wasserstoff, der durch die Elektrolyse von Wasser mit erneuerbarem Strom erzeugt wird, zeigt enormes Potenzial zur Flexibilisierung und Dekarbonisierung des Energie- und Wirtschaftssystems. Im Rahmen der energy2050 präsentieren Energieunternehmen, Industrie und Forschung ihre ersten gemeinsamen Projekte.

Megacities und Microgrids

Der Kampf gegen den Klimawandel wird in den Städten entschieden, da sich die städtische Bevölkerung in den nächsten vier Jahrzehnten nahezu verdoppeln wird. „Es braucht daher intelligente Infrastrukturen, die dazu beitragen diese Herausforderungen zu lösen. Dass dies möglich ist zeigt das Zusammenspiel aus Energietechnologie und intelligenter Software etwa in Aspern, wo wir mit Partnern intensiv an einem der innovativsten und nachhaltigsten Energieeffizienz-Demonstrationsprojekte Europas forschen“, so SIEMENS Österreich Generaldirektor Wolfgang Hesoun.

Auf Basis von Echtdaten aus dem Stadtentwicklungsgebiet der Seestadt Aspern werden innovative Lösungen für die Energiezukunft im urbanen Raum erarbeitet. „Auf dem Weg in die Energiezukunft greifen Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung untrennbar ineinander.“ Ein wesentlicher Aspekt, um C02 zu sparen, sind auch Microgrids – ein zentrales Stromversorgungsystem im Kleinformat. „Sie können im Verbund mit dem traditionellen Netz und/oder unabhängig davon betrieben werden, somit revolutionieren sie die Art, wie wir unsere Energieressourcen managen“ so Hesoun.

Zeit zu handeln!

„Wir sind die erste Generation, die die Klimakrise am eigenen Leib erlebt und die letzte Generation, die noch in der Lage ist, das Ruder herumzureißen. Wir haben das Wissen, die finanziellen Ressourcen und die technischen Möglichkeiten dazu – wir müssen jetzt handeln!“, so VERBUND CEO Wolfgang Anzengruber in der Eröffnungsrede zur energy2050.

Bei der diesjährigen energy2050 geht es mehr denn je um Lösungen zur Bewältigung der Klimakrise und um eine saubere Energiezukunft für alle. Die Energiewirtschaft ist ebenso gefordert wie die Bereiche Industrie und Mobilität. Ist aber Sektorenkopplung nur ein Schlagwort oder der Schlüssel zur Energiewende? Ist Dekarbonisierung mit Wirtschaftswachstum möglich? Bringt uns ein CO2-Preis um oder bringt er uns weiter? Was bedeutet Sektorenkopplung für die Konsumenten? Was muss getan werden – seitens der Energieunternehmen, der Industrie, der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft, um die Spielregeln zu ändern? Diese Fragen werden in den nächsten drei Tagen bei der energy2050 in Fuschl diskutiert.

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Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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