Best-Practice Bioenergie Heizung

Ein Schulzentrum heizt mit Holzhackschnitzel

Eine dringende Modernisierung stand in der Gemeinde Rosendahl im Kreis Coesfeld an. Das Schulzentrum in Osterwick mit Grundschule, Hauptschule zwei Turnhallen und einem Lehrschwimmbad benötigte eine neue Heizungsanlage. Die bisherige war nicht mehr in Schuss und erbrachte einen zu hohen Energieverbrauch. Bei der Modernisierung haben die Verantwortlichen auf Erneuerbare Energien gesetzt und eine Holzhackschnitzel-Heizung angeschafft. Damit hat die Gemeinde eine bedeutende Reduzierung des Energieverbrauchs und der zugehörigen Kosten erzielt. Und auch die Umwelt wird entlastet, denn die Neuerung bringt eine CO2-Reduzierung von mindestens 250 Tonnen pro Jahr gegenüber einer reinen Gasnutzung. „Die Gemeinde Rosendahl hat konsequent den richtigen Weg verfolgt, sich beraten lassen und in moderne ressourcenschonende Technologie investiert. Die Gemeinde profitiert und geht mit gutem Beispiel voran“, sagt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Auf ihrer Webseite stellt die EnergieAgentur.NRW diese Modernisierungsmaßnahme als Projekt des Monats Oktober vor.

Drei Gaskessel gab es in der Heizzentrale des Schulzentrums Osterwick und einen weiteren in einer der beiden Sporthallen. Die Gesamtleistung der vier Kessel: 1593 kW. Die Gemeinde Rosendahl ließ sich von der EnergieAgentur.NRW über Alternativen zur ausschließlichen Heizenergieversorgung mit Erdgas beraten. Sie entschied sich daraufhin, eine Holzhackschnitzelheizung (500 kW Leistung) für die Grundlast zu installieren und einen Gaskessel (640 kW) für die Spitzenlast, beziehungsweise für die Minimallast in den Sommermonaten, wenn beispielsweise lediglich das Lehrschwimmbad geheizt werden muss. Betriebsstart war November 2007. Die Holzfeuerungsanlage kann Hackgut, Pellets oder auch das schnell wachsende Elefantengras (Miscanthus) verbrennen und wird nun 80 Prozent der erforderlichen Wärme pro Jahr abdecken.

Die Investitionskosten für die gesamte Heizungsanlage mit beiden Kesseln, neuen Pumpen und Nahwärmeleitung betrugen rund 430.000 Euro. Die Mehrkosten, die sich dabei für die Holzfeuerungsanlage ergaben, werden sich nach etwa acht Jahren rentieren. Grund dafür ist der deutlich geringere Energieverbrauch der modernen Technik sowie der vorteilhafte langfristige Vertrag mit dem Holzlieferanten, dem Energiehof Osterwick. Die Heizkosten werden nach der gelieferten Wärme abgerechnet. „Der Preis für den Brennstoff ist jetzt um mehr als 30 Prozent günstiger für uns, und durch die neue Technik haben wir mindestens 20 Prozent weniger Verbrauch. Daher sparen wir erheblich an Energiekosten“, berichtet Christoph Mertens vom kommunalen Gebäudemanagement in Rosendahl.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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