Kiezstrom vom Dach und Energiesparberatung für Mieter

Kiezstrom für Mieter in Berlin-Hellersdorf
Die Photovoltaikanlage der BEA in der Adele-Sandrock-Straße spart 22 Tonnen CO2 pro Jahr ein. Foto: Berliner Energieagentur

Wer in Berlin-Hellersdorf jetzt einen Vertrag zur Lieferung von BEA-Kiezstrom abschließt, profitiert zusätzlich durch eine kostenlose Energiesparberatung. Die Berliner Energieagentur hat in Hellersdorf eine neue Photovoltaik-Anlage in Betrieb genommen und bietet den vor Ort erzeugten Strom den 44 Mietern des Gebäudes der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH an. Zusätzlich zum günstigen Kiezstrom erhalten neue Kunden eine Stromsparberatung und ein Energiesparset.

Die neue Photovoltaikanlage befindet sich auf einem aus den 1990er Jahren stammende Gebäude in der Adele-Sandrock-Str. 40-46 in Berlin-Hellersdorf mit 44 Wohnungen. Die inzwischen 53. Photovoltaikanlage der Berliner Energie-Agentur (BEA) hat einen Jahresertrag von 37 Megawattstunden und erzielt eine CO2-Einsparung von 22 Tonnen pro Jahr. Insgesamt wurden 156 Module des deutschen Herstellers Heckert Solar auf einer Dachfläche von 820 Quadratmetern verbaut.

Mieterstrom als Ergänzung für ein zeitgemäßes Wohnraumangebot

Dieses ist schon das zweite gemeinsame Projekt für BEA-Kiezstrom, das die BEA mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND durchführt. In einer Wohnsiedlung in Treptow-Köpenick betreibt die BEA bereits ein Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Wärme- und Stromversorgung.

„Die Photovoltaik ist ein wichtiger Baustein bei der Erreichung der Klimaschutzziele in Berlin. Wir wollen den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen weiter vorantreiben und mithelfen, die Energiewende Schritt für Schritt umzusetzen“, erklärt BEA-Geschäftsführer Michael Geißler.

Die Planung und Errichtung umweltfreundlicher und ressourcenschonender Energiekapazitäten ist auch für die STADT UND LAND von zentralem Interesse:

„Die Nutzung erneuerbarer Energien bietet aus unserer Sicht eine hervorragende Ergänzung zu einem zeitgemäßen Wohnraumangebot. Nicht ohne Grund stehen auf unseren Wohngebäuden derzeit die größten Auf-Dach-Solaranlagen Deutschlands“, erklärt Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH.

Mieterstrom ist einer der wichtigsten Trends in der Energiewende

Angebote mit Mieterstrom oder Kiezstrom, wie er von der BEA genannt wird, gibt es immer häufiger in Deutschland. So können die Mieter von der Energiewende direkt profitieren und der Strom wird nur noch zu einem kleinen Teil in das zentrale Stromnetz eingespeist. Vielleicht sollte Energiewende nur noch so gehen, dann

Im Climate-KIC Blog werden Geschäftsmodelle aus dem Bereich der Energiewende zu den großen Trends im Cleantech-Bereich gerechnet. Mit dem dort vorgestellten Startup, Prosumergy, sind mir immerhin zwei Unternehmen bekannt, für die die Planung von Mieterstrom-Projekten zum Geschäftsmodell gehört. Mehrere Stromversorger, wie Polarstern, Naturstrom und die WEMAG, setzen eigene Projekte mit Mieterstrom um. Auch Stadtwerke, wie in Burg und Energieagenturen, wie in Berlin, engagieren sich dafür.

Vorreiter der Bewegung war die Heidelberger Energiegenossenschaft, die es damit auch möglich macht, Energie von Bürger an Bürger zu liefern und nicht nur das zentrale Stromnetz einzuspeisen. In Berlin möchte die Bürgerenergie Berlin dem Beispiel folgen, eine genossenschaftliche Solaranlage auf einem Mehrfamilienhaus bauen und den Strom an die Mieter verkaufen. Laut dem Magazin Energiezukunft gibt es bereits ein Objekt in Berlin-Friedrichshain für dieses Projekt.

Kiezstrom und Stromsparberatung für die Bewohner im Paket

Die Besonderheit am Projekt Kiezstrom der BEA in Berlin-Hellersdorf ist die Verbindung von Stromlieferung mit einer kostenlosen Energiesparberatung. Wer einen Vertrag abschließt, kann eine kostenlose Energiesparberatung mit dem Schwerpunkt Strom in den eigenen vier Wänden in Anspruch nehmen und erhält ein Energiesparset mit Soforthilfen (wie z.B. effiziente Leuchtmittel und schaltbare Steckerleisten), beides zusammen im Wert von 100 Euro.

Das klingt für mich nach der Zukunft der Energieversorgung, die den Kunden im Mittelpunkt sieht und nicht den Lieferanten. Was glaubt Ihr, wird sich dieser Trend fortsetzen?

Über Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich. Sie suchen für Ihre Informationsseiten oder Ihren Blog immer wieder nach neuen, interessanten Inhalten? Oder Sie wollen Ihre Online-Kommunikation analysieren lassen? Informationen zum Leistungsangebot von Andreas Kühl finden Sie unter energynet.de/leistungen.

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