Energieeffizienz-Netzwerke sind ein wichtiger Baustein im Ausbau der Energieeffizienz

Austausch im Netzwerk Energieeffizienz ist im Moment mein großes Thema, mehr als bisher. Das ist nicht nur hier im Blog der Fall, aber dazu nächste Woche mehr. Damit Energieeffizienz in der Energiewende zur zweiten Säule wird, muss das Thema generell größer werden, mehr Aufmerksamkeit bekommen und attraktiver werden. In der vergangenen Woche hatte ich erst einen Gastbeitrag im Blog Dialog-Energie-Zukunft der EnBW veröffentlicht, der auf die wirtschaftlichen Chancen der Energieeffizienz als erste Energiequelle verweist. Ein großer Schritt auf diesem Weg Energieeffizienz attraktiver zu machen und die Potentiale zu entdecken, sind die Energieeffizienz-Netzwerke. In diesen moderierten Netzwerken tauschen sich die Unternehmen untereinander aus und profitieren von den Erfahrungen der anderen Mitglieder. Die Erfahrungen aus den 30 Pilot-Netzwerken haben gezeigt, dass in den Netzwerken eine doppelt so hohe Steigerung der Energieeffizienz möglich ist als ohne den Austausch im Netzwerk. AG Energieeffizienz-Netzwerke begrüßt Ausbau der Netzwerke Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz-Netzwerke Deutschland (AGEEN e.V.) begrüßt die Verhandlungen zwischen Bundesregierung und den Dachverbänden der Wirtschaft zu einer gemeinsamen Initiative, bis 2020 etwa 500 Energieeffizienz-Netzwerke für Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft oder für Produktionsstandorte von Konzern-Unternehmen zu gründen. weiterlesen ›

Die Energy Storage 2015 vereint gleich fünf Fachkonferenzen und eine Messe

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Eröffnung der Energy Storage 2014 mit Minister Johannes Remmel, Foto: Peggy Stein, Messe Düsseldorf, Energy Storage 2014 Die Energy Storage Europe bündelt in Düsseldorf vom 9. bis zum 11. März 2015 erstmals fünf Fachkonferenzen und eine Messe unter einem Dach. Gemeinsam decken die Energy Storage, die 9. International Renewable Energy Storage Conference (IRES 2015), der 2. VDE Financial Dialogue Europe 2015, die 4. OTTI-Conference Power-to-Gas und der 6. Storageday der Solarallianz die weltweit größte thematische Bandbreite zur Energiespeicherung ab. Veranstalter sind die Messe Düsseldorf, die EUROSOLAR/Weltrat WCRE, das Institut des Verband der Elektrotechnik (VDE Institut), der OTTI e.V. und die Solarallianz. Weltgrößtes Branchentreffen für Energiespeicher Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, beschreibt den Fokus der Konferenzmesse: “Die Energy Storage bietet den Teilnehmern drei Tage lang Möglichkeiten zum  Learning, Networking und Dealmaking. Die Teilkonferenzen vermitteln den Besuchern topaktuelles Business- und Technologiewissen. Um das Netzwerken zu erleichtern, haben alle fünf Veranstaltungen identische Pausenzeiten. Die gemeinsamen Meeting-Zonen und unsere Networking Dinner Party bieten viel Raum für Gespräche. Nicht zuletzt stellen sich im Ausstellungsbereich über 100 Unternehmen, Institutionen und Medien vor. Insgesamt ein weltweit in dieser Form noch nie dagewesenes Veranstaltungsformat.” weiterlesen ›

Heizungssanierung in vielen Bundesländern zu unkoordiniert

Beim Abbau von Altheizungsbeständen mangelt es in Deutschland an einer klaren Struktur. Das Ausmaß der bundesweiten Sanierungen veralteter Gas- und Öl-Kessel ist bislang noch nicht abgestimmt auf den tatsächlichen Sanierungsbedarf. So geht der jährliche Rückgang an Altbeständen auf Länderebene kaum einher mit dem Bild, das sich für den gesamten deutschen Altheizungsbestand zeigt. Lediglich zwei der sechzehn Länder haben 2013 zielgerichtet an ihren hohen Altheizungsbeständen gearbeitet. Zu diesem Ergebnis kommt der diesjährige Sanierungsatlas von Heizungsfinder.de, welchen der Dienstleister für energetische Sanierungen jährlich erstellt. So zeichnete der Sanierungsatlas vor einem Jahr erstmals ein detailliertes Bild für den gesamten deutschen Altheizungsbestand. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt fanden sich die meisten veralteten Gas-Kessel. Rheinland-Pfalz, das Saarland und Bayern betrieben noch die meisten veralteten Öl-Kessel in Deutschland (Inbetriebnahme jeweils vor 1998). Wie sich diese Altbestände binnen eines Jahres entwickelt haben hat der Sanierungsatlas nun in einer aktuellen Studie untersucht. weiterlesen ›

Dezentrale Energiewende braucht energieeffiziente Gebäude

Diskussion erwünscht

Diskussion über Gebäude-Energieeffizienz ja, aber bitte sachlich bleiben, Foto: startupstockphotos.com

Wer meine Beiträge kennt, weiß, dass ich sachlich argumentiere aufgrund von Untersuchungen, wissenschaftlichen Grundlagen und Beispielen aus der Praxis. Manchmal sind meine Beiträge überspitzt, um Kritik herauszufordern und eine Diskussion anzuregen. Einer Diskussion gehe ich normalerweise nicht aus dem Weg, wenn sie sachlich geführt wird.

Zum Thema energieeffiziente Gebäude hatte ich hier schon so einige Diskussionen, da gibt es wohl auch viel zu diskutieren. Meine Position dazu habe ich in vielen Beiträgen immer wieder klar und deutlich heraus gestellt. Ohne eine Verringerung der CO2-Emissionen aus dem Gebäudesektor werden wir kaum vorwärts kommen im Klimaschutz. Das muss genauso wichtig werden wie ein Ausstieg aus der Kohleverstromung. So weit herrscht vielleicht noch Einigkeit.

Doch die öffentlichen Diskussionen drehen sich immer wieder nur um einen Aspekt, der Fassadendämmung. Das ist ein Teilaspekt, der Energieeffizienz von Gebäuden. Bei diesen öffentlichen Diskussionen habe ich schon mehrfach Sachlichkeit eingefordert, zuletzt am Montag im Beitrag, der Kritikern Populismus vorwirft. weiterlesen ›

Ende des Dämmwahnsinns = Dezentrale Energiewende

Bisherige Energieeinsparmaßnahmen für ca. 13 Millionen Heizungsbetreiber  von 1-2 EFH beschränkten sich auf Umstieg zur Brennwerttechnik und Dämmungsmaßnahmen. Seit Stromspeicher für Photovoltaikanlagen gefördert werden, wurden nun plötzlich auch elektrische Zusatzheizungen für Solarthermie und Wärmepumpen für den Winterbetrieb attraktiv.

Im Gegensatz zu den bisherigen Methoden erzeugen die Regenerativen Energien Photovoltaik/Solarthermie/Kleinwindkraft mit Stromspeicher auch Ökostrom mit bisher ungeahnten und kaum bekannte Einsparquoten.

Alle Energiewender solltn sich nun freuen.  Doch die Medien bieten fast täglich im Fernsehen und in den Printmedien immer noch verstärkt Dämmungstechnik an. Halbstaatliche Beratungsinstitutionen ignorieren ebenfalls die Tatsache, dass es mindestens 10 Einspartechniken mit regenerativen Energien gibt, die ALLE wesentlich höhere Einsparquoten und Wirtschaftlichkeitswerte in den Auswertungen von Beratungssoftware aufweisen, als bei den bisherigen Methoden.

Der Wahnsinn besteht darin, dass dies der Energiewende beim Heizen großen Schaden zufügt. Denn es ist nicht nachvollziehbar, warum die ohnehin schon verunsicherten Heizungsbetreiber mit destruktiver Informationspolitik gar keine Sanierungsentscheidung treffen.

Denn die Sanierungsquote im Bestand geht zurück. Ein Hauptgrund hierfür besteht in der Skepsis gegenüber Außenwand-Dämmung, dass diese eventuell nicht die versprochenen Einsparquoten bringen. Auch die Angst irgendwann vorzeitig und teuer nachsanieren zu müssen, dass sich Schimmel bildet und die Investition in andere Techniken nicht sinnvoller wäre, wirkt negativ auf die individuellen Sanierungsentscheidungen.

Diese Skepsis wird gestärkt durch mehrere kritische Medien- und Fernsehbeiträge über tatsächliche Einsparquoten von Styropor, Brandgefahren und dem Gefühl, vom Berater eventuell abgezockt zu werden.

Gepuscht von Verbraucherzentrale, DENA und andere halbstaatliche Medien wie enbausa, werden Dämmungsmaßnahmen wie sauer-Bier angeboten. Dafür verschweigen diese Medien aber konsequent wirtschaftlichere und bauphysikalisch neutrale Alternativen.

Mindestens 10 Alternativen mit regenerativen Energietechniken erbringen erheblich mehr Einsparquoten an Strom und Heizungswärme. Einige sind günstiger als in den Medien dargestellte 17.000 Euro oder vom Verband Dämmindustrie: mit 20.000 Euro.

Dabei sollte ein Heizungsbetreiber wissen, welche Ereignisse die Investitionskosten für eine Außenwandvolldämmung in die Höhe treiben können:

a) Vorzeitige Nachsanierung durch Feuchtigkeitseintritt zwischen Dämmung und Hauptmauer.  Mögliche Ursachen hierfür:

1. Fachbetriebe vergeben Aufträge oft an SUB_SUB_SUB-Unternehmer. Dadurch unfachmännische Verarbeitung möglich (es darf in der gesamten Kreditlaufzeit von mindestens 20 Jahre kein Millimeter Versatz oder Haarrisse geben, da sonst Feuchtigkeit eindringt)
2.  Spechte und einige Kinder lieben es, die Außenwandfassade zu löchern
3. keine diffussionsoffene Wirkung mehr mit physikalischen Nachteilen (inhaltliche Diskussion bitte in einem anderen Forum)

b) im Sommer macht die Wärmedämmung was sie soll: die Wärme bleibt in den Zimmern => Kühlgeräte müssen mit zusätzlichem Energieverbrauch den Mangel ausgleichen
c) Bewohner lüften nicht wie notwendig. Innenraumfeuchtigkeit und Schimmelrisiko steigen. Verstärkt durch unterschiedliche Temperaturentwicklung der Innenwand werden zusätzliche Lüftungsautomatismen notwendig. Das Grundproblem der ungleichen Temperaturverteilung, falsch eingebauter Heizkörper in Nischen mit Blumenbänken drüber und den Nachteilen einer Konvektionsheizung verstärken die Basisbedingungen für überhöhten Heizenergieverbrauch=geringe Einsparung=weiter relativ hohe Energiekosten.
d) finanzielle Rückstellungen notwendig wegen vorzeitiger Sanierung der Außenfassade innerhalb der Kreditrückzahlung
e) Einsparquoten decken bei weitem nicht die notwendigen Kreditrückzahlraten, daher höhere Zinslast und Kaufkraftverluste
f) alter Öl/Gaskessel muss wegen Altersschwäche oft < 20 Jahre und dann sofort komplett ersetzt werden. Wenn dies während der Rückzahlung des Dämmungskredits passiert, wird auf einen Schlag eine 5-stellige Summe zusätzlich fällig
g) die gängigen Anstriche der Außenfassade sind mit Giften gegen Moosbefall versetzt. Diese werden nach ca. 5 Jahren komplett ausgewaschen. Die Gefahr, dass sich die feuchtigkeitsliebenden Moose ansiedeln ist extrem hoch. Das bedeutet meistens ebenfalls eine Nachsanierung, im schlimmsten Fall mit der gleichen Investitionssumme wie die Erstsanierung
h) Die Gefahr einer umfassenden Schimmelsanierungsmaßnahme außen und innen steigt enorm. Fazit: sinnvolle Teildämmung=> JA, aber erst nach der Ersetzung der Heizung. Meistens sind die Einsparquoten durch regenerative Energien so hoch, dass sich eine Außenwanddämmung gar nicht mehr lohnt.

Mit Wärmedämmung oder Umstieg auf Brennwerttechnik sind die Einsparquoten sehr gering. Gleichzeitig wird kein Strom eingespart. Konsequenz: Außenwanddämmung und Brennwerttechnik sind die unwirtschaftlichsten Sanierungsmaßnahmen überhaupt.

Wenn mit gleicher Investitionssumme eine Vierfacheinsparung von fossilen Brennstoffen, Heizkosten, Stromkosten und Schadstoffen (darum geht es doch bei der dezentralen Energiewende beim Heizen!) weit über der 70%-Marke bei Heizungsbetreibern und über der 20%-Marke bei den meisten Bewohnern von Miet- und Eigentumswohnungen liegen, dann muss es doch Aufgabe aller Energiewender sein, diese kontraproduktive Kampagne der Baustoffindustrie und Politik-Lobbyisten aufzudecken.

Wenn Bausparkassen oder eine Crowdfounding-Berater eine Finanzierungszusage prüfen und die Auswertung der wichtigsten Maßnahmen vergleichen, wählen diese aus nachvollziehbaren Gründen diejenige, die in Euro gerechnet die meisten Einsparungen erbringen.

Letztlich beendet die Wirtschaftlichkeit den Medienwahnsinn um Außenwandvolldämmung und macht den Weg frei für die von uns alle gewünschte dezentrale Energiewende. Die Frage ist nur wann sich die Verantwortlichen besinnen und endlich die längst bewährten regenerativen Einspartechniken in den Fokus stellen.

Wir wollen diese Energiewende schnell durchsetzen und den Energieberatern, Handwerkern, Hersteller der regenerativen Energien mit Kleinwindkraft und Sonnenenergie endlich mehr Aufträge generieren. Diese sind sicher auch froh darüber, dass die dicken Steine endlich aus dem Weg geräumt wurden.

Das Nachhaltigkeitsnetzwerk „Energiepreisbremse“ bietet allen Interessierten mit dezentralem Energiewendeanspruch logistische Unterstützung.

Gesucht werden Netzwerker, Energieberater, Unternehmen (gerne auch Wohnungsbaugesellschaften), Handwerker und alle anderen Energiewender, welche mit ungewöhnlichen, aber hoch effektiven Informationskampagnen und Marketingaktionen die dezentrale Energiewende beim Heizen voranbringen wollen.

5 Gründe warum die Diskussion über Wärmedämmung blanker Populismus ist

Gebäudesanierung

Sanierung eines Wohnhauses, Foto: Hans-2, pixabay.com

Spätestens mit dem Beitrag in der heute-show vom letzten Freitag, Ausgabe 14.11.2014, ist die Diskussion um Wärmedämmung der reinste Populismus. Die Debatte war in den Publikumsmedien ohnehin schon immer sehr populistisch geführt, sachliche Diskussionen waren oder sind fast nur in Fachmedien zu finden. Das Schüren von Ängsten lockt nun mal immer besonders viele Leser an. Dagegen sind abwägende und sachliche Argumente einfach zu langweilig.

Mit Angst gegen Wärmedämmung

Hier sind meine fünf Punkte, die zeigen wie populistisch argumentiert wird und wie Angst verbreitet wird zum Thema Wärmedämmung. Das Verbreiten von Angst ist nicht besser, als diejenigen die kritisiert werden. Eine notwendige differenzierte Betrachtung ist hingegen wohl viel zu umständlich oder was soll damit erreicht werden? weiterlesen ›