Energieverbrauch im Haus optimieren mit einer Smart Energy Plattform

Schematische Darstellung twingz Smart Energy Plattform, Grafik Twingz Es kommt bei elektrischen Geräten, egal ob zuhause oder im Unternehmen, nicht nur auf einen sparsamen oder effizienten Einsatz an. Auch eine Intelligenz wird immer mehr gefragt sein, nicht nur im Zusammenspiel von Geräten untereinander. So sollten diese automatisiert einschalten, wenn Strom günstiger oder durch erneuerbare Energien reichlich vorhanden ist, sofern dies möglich ist. Heute wird häufig schon ein System, das für Transparenz im Energieverbrauch sorgt, auch als intelligent bezeichnet. Das ist immerhin ein riesiger Fortschritt, wenn wir jederzeit sehen können wie sich unser Verbrauch an elektrischer Energie und an Heizenergie entwickelt. Bislang, und das ist heute noch der Normalfall, haben wir nur einmal im Jahr eine Information über unseren Verbrauch – nämlich dann, wenn die Abrechnung kommt. Das ist zu wenig, wenn wir uns mehr den eigenen Verbrauch informieren wollen. Vor allem kann das Wissen über den eigenen Verbrauch an sich schon zu einem effizienteren oder sparsameren Verbrauch beitragen. Die große Aufgabe ist es, alle diese genannten Anforderungen zu einem Paket zu verbinden, das für Endverbraucher und für Unternehmen praktikabel ist. Es gibt aus dem  Smart-Home Bereich nur wenige komplette Ansätze, mit denen diese Aufgabe erfüllt werden. Nicht direkt für den Smarthome-Markt, aber mit dem Internet der Dinge im Blickfeld ist twingz aus Österreich angetreten. Mit twingz sollen verschiedene Daten und Dinge, bzw. Geräte, intelligent vernetzt werden. weiterlesen ›

Abwärme-Nutzung von Servern für die Heizung anstatt aufwändige Kühlung

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

An einer mangelnden Innovationsfreudigkeit der Heizungsbranche kann es nicht liegen, dass die Austauschrate von alten Heizungen derzeit so gering ist. Hausbesitzer und Bauherren haben heute eine große Auswahl an unterschiedlichen Heizungssystemen, die auch noch untereinander kombiniert werden können. Es gibt die unterschiedlichsten Arten von Wärmepumpen, kleine Blockheizkraftwerke, die Solarthermie, Pelletsheizungen, neuerdings Brennstoffzellengeräte und auch noch die klassischen Öl- und Gas-Brennwertheizungen. Der Sanierungswillige steht eher vor der Qual der Wahl, als vor den ewig gleichen Produkten. Hinzu kommen unterschiedliche Energieträger, die laufende Kosten verursachen. Lediglich bei solarthermischen Heizungen und bei Wärmepumpen wird nur Antriebsenergie als Energieträger benötigt – der Rest kommt von der Sonne, aus der Umgebungs- oder Raumluft oder aus dem Boden. Anlagenschema der Cloud & Heat Heizung, Grafik: Cloud & Heat Technologies GmbH Abwärme nutzen für die Heizung Es gibt noch eine weitere Wärmequelle, die genutzt werden kann für die Heizung von Wohn- und Nichtwohngebäuden – die Abwärme eines Serverschrankes. Wie? Im Wohnhaus steht doch normalerweise kein Server, der soviel Abwärme erzeugt, dass es für die Heizung reicht. Nun, einem Unternehmen, das seine Daten in der sogenannten Cloud speichert, ist nur wichtig, dass die Daten dort sicher sind und geschützt werden vor fremden Zugriffen. Wo die Daten physisch liegen ist dann relativ egal. Mehr als die Hälfte des Strombedarfs in Rechenzentren wird für die Kühlung und Lüftung benötigt. Warum sollte man dann nochmals Energie aufwenden, um die Wärme der Server runter zu kühlen oder nach außen abzuleiten? Also besser die Server dorthin stellen, wo man Wärme ohnehin benötigt und mit weiterem Energieaufwand erst erzeugen muss. Warum nicht beides verbinden? weiterlesen ›

#NAPE ist nur ein erster Schritt für mehr Energieeffizienz in der Energiewende

In der vergangenen Woche hatte ich mich nicht geäußert zur Verabschiedung des Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) durch die Bundesregierung. Dabei hätte ich das Thema ausführlicher begleiten können, die Stärkung der Energieeffizienz in der Energiewende ist immerhin mein Schwerpunktthema hier. Mir fehlte einfach die Zeit, zurückhalten wollte ich mich nicht. Ich bin seit Mitte November an einer anderen Stelle mit dem Aktionsplan Energieeffizienz beschäftigt. Für das Bündnis #effizienzwende habe ich die #Aufgabe bekommen dieses redaktionell zu unterstützen und zu begleiten. Da war noch viel Vorarbeit zu leisten, damit rechtzeitig zur Verküdung des NAPE die neue Website starten konnte. Dann kamen noch andere Schreibaufträge hinzu, so dass deutlich weniger Zeit übrig blieb zum bloggen. Dieses Bündnis ist ein loser Zusammenschluss von Umwelt-, Wirtschafts-, Verbraucher- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften. Sie begrüßen den Kabinettsbeschluss zum Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) als ersten Schritt in die richtige Richtung, kritisieren aber die enthaltenen Maßnahmen als unzureichend. weiterlesen ›

Vom Anbieter-Wirrwarr auf Wechselportalen und nachhaltigen Alternativen

Ein Gastbeitrag des energynet.de Partners Enspire Energie

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Von der Schwierigkeit geeignete Ökostromanbieter zu finden

In den Medien wird ständig von steigenden Strompreisen gesprochen. Dennoch gibt es eine Vielzahl von Verbrauchern, die sich nicht mit ihrem Stromanbieter befassen. Laut aktuellen Zahlen (09/2014) der Verbraucherzentrale NRW sind bundesweit knapp 37 Prozent der Haushalte in der Grundversorgung. Jahrelang beziehen sie dort ihren Strom und nehmen hohe Preise in Kauf. Denn in der Regel ist die Grundversorgung die teuerste Variante Strom zu verbrauchen.

Dabei bieten die meisten Grundversorger eine Vielzahl an günstigeren Tarifen an. Dafür muss der Verbraucher häufig nicht einmal selbst aktiv werden. Einige Anbieter versenden ein Tarifangebot zusammen mit der Bestätigung für die Grundversorgung, die einen Vorteil hat: Kurze Kündigungsfristen ermöglichen einen zeitnahen Wechsel. weiterlesen ›

Energieeffizienz-Netzwerke werden mit NAPE zum Trend

Netzwerke zur Steigerung der Energieeffizienz

Energieeffizienz-Netzwerke sollen zur Energiekostensenkung und zum Erreichen der Klimaziele beitragen, Grafik: pixabay.com

Von den Energieeffizienz-Netzwerken habe ich in den letzten 2,5 Jahren häufiger berichtet. Jetzt, mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) werden sie vielleicht zum großen Trend. Energieeffizienz kann in Unternehmen und Kommunen so einen neuen Schub erleben und der NAPE wird doch der Energieeffizienz wenigstens in einem Bereich zum Durchbruch verhelfen.

Energieeffizenznetzwerke im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE)

Durch die Errichtung von 500 Energieeffizienz-Netzwerken sollen bis 2020, laut NAPE, 74,5 PJ eingespart werden, dies entspricht 5 Millionen Tonnen CO2. Das sind knapp 20% der angestrebten 380 PJ, die in der Sofortmaßnahme bis 2020 eingespart werden sollen.

Diese 500 Energieeffizienznetzwerke sollen auf freiwilliger Basis eingerichtet werden. In ihnen sollen  “Unternehmen in Gestalt eines durch Energieberater begleiteten und moderierten Erfahrungsaustauschs Effizienzziele für das jeweilige Netzwerk definieren und umsetzen”. Damit wird an die Eigenverantwortung der Unternehmen appelliert. weiterlesen ›

Läuft eine Kampagne gegen Gebäudesanierung mit Ziel der Verunsicherung?

Sanierung

Sanierung einer Schule

Die leidige Diskussion über Wärmedämmung werden wir bestimmt so schnell nicht beenden können. Momentan scheinen sich die Medien gegenseitig zu überbieten in der Verbreitung von Angst und Schrecken. Viele Menschen springen auf diese einseitige Berichterstattung an, wie man zum Beispiel bei Facebook unter solchen Beiträgen gut erkennen kann. Vermutlich war die letzte Heizkostenabrechnung schon zu lange her.

Es mag sicher Fehlentwicklungen geben, die offen diskutiert werden sollten. Aber alle Sanierungen zu stoppen, weil es ein paar unwirtschaftliche Sanierungen gibt, ist sinnlos. Es wird aber niemand zu unwirtschaftlichen Sanierungen gezwungen, das wäre mir neu. Die vielen positiven Reaktionen auf meinen Beitrag zum blanken Populismus über Wärmedämmung vom letzten Montag bestärken mich zudem in meiner Argumentation.

Ist der NAPE der Auslöser für diese Kampagne?

Man kann fast von Volksverdumung sprechen, wenn man sich diese einseitige Berichterstattung ansieht. Eine differenzierte Betrachtung scheint für die Medien uninteressant zu sein. Es sieht schon sehr stark aus nach einer organisierten Kampagne, wenn viele Medien mit den gleichen Stichwörtern berichten und vier Jahre alte Fassadenbrände urplötzlich wieder auftauchen – so kurz bevor die Bundesregierung den Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz beschließen möchte. Fast schon naiv, wenn man dabei an einen Zufall glaubt.

Jeden einzelnen Beitrag in den Medien zu kommentieren wäre sinnlos. Aber der aktuelle Titel im Magazin Spiegel bietet sich wieder mal dazu an. Der Spiegel hat sich schon immer hervorgetan im Kampf gegen Veränderungen in der Energiewirtschaft. Im medialen Kampf gegen Erneuerbare Energien hat sich der Spiegel besonders einseitig positioniert. Heute ist es die Gebäudesanierung – medial gleichgesetzt mit der Fassadendämmung. weiterlesen ›