Deutlich höhere Zuschüsse für Solarwärme sind kein Aprilscherz

Solarwärme im Einfamilienhaus mit attraktiver Förderung, Foto: pixabay.com/ bykst Vorweg, es ist kein Aprilscherz. Seit heute sind die neuen Fördersätze für Heizungen mit erneuerbaren Energien gültig und diese sind zum Teil deutlich angestiegen. Die Förderung für Solarwärme steigt um bis zu 100 Prozent auf rund 3.000 Euro, wie der Bundesverband Solarwirtschaft mitteilt. Wer seine alte Heizung mit Hilfe von Solarkollektoren modernisieren möchte, sollte dies bereits im Frühjahr erledigen, empfiehlt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar). Der Hintergrund für diese Empfehlung ist einfach. Die Förderkonditionen wurden zwar von der Bundesregierung deutlich verbessert, der Fördertopf bleibt für dieses Jahr aber unverändert auf rund 360 Millionen Euro limitiert. 2014 wurden nach Einschätzung des BSW-Solar bereits 112.000 neue Solarwärme-Anlagen in Deutschland errichtet. Der Verband rechnet in diesem Jahr vor dem Hintergrund verbesserter Zuschüsse mit einer Modernisierungswelle und einem Anziehen der Nachfrage. weiterlesen ›

Innovationen zur Finanzierung und Beratung von energiesparender Sanierung

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

effin Abschlusskonferenz am 25.03.2015 in Berlin, Foto: Andreas Kühl Eines der wesentlichen Probleme in der Energieeffizienz von Gebäuden ist die Finanzierung von Effizienz-Maßnahmen. Aber es ist nicht unbedingt so, dass das Geld nicht vorhanden wäre. Für andere Bereiche, wie die Sanierung von Bädern wird sehr viel Geld ausgegeben. Doch dort fragt man nicht nach der Wirtschaftlichkeit der Maßnahme. Die Energieeffizienz von Gebäuden muss sich aber rechnen und ist lange nicht so attraktiv wie ein schickes Badezimmer. Wie kann die Bereitschaft zur Investition in die energiesparende Sanierung erhöht werden? Welche Hemmnisse bei der Finanzierung gibt es und wie können diese abgebaut werden? Das waren die wesentlichen Fragen des Projektes effin, das Finanzforum Energieeffizienz in Gebäuden. Dies ist ein Projekt der Umweltorganisation WWF Deutschland und der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF), das vom Bundesumweltministerium gefördert wurde. Auf der Abschlusskonferenz am vergangenen Mittwoch wurden nun die Ergebnisse des Projektes präsentiert. Herausgekommen ist eine ganze Reihe von Innovationen im Finanzierungssektor, Leitfäden für unterschiedliche Bereiche und Praxishilfen für einzelne Akteure. weiterlesen ›

In Berlin-Adlershof wird Kälte, Wärme und regenerativer Strom vernetzt

Vernetztes Denken und vernetzte Planung wird in der Energieversorgung immer wichtiger. Eine einzelne Betrachtung von Strom, Wärme und Kälte für jedes einzelne Objekt macht immer weniger Sinn. Dazu gehört die Nutzung von Abwärme aus dem Betrieb von nebenan. Aber auch die gemeinsame Wärme- und Kälteerzeugung, die im Verbund effektiver sein kann. Auch die Nutzung von Stromüberschüssen der jeweils anderen aus Wind- und Sonnenenergie in einem gemeinsamen Speicher sind eine denkbare Option. Verbundprojekt mit vernetzten Energieflüssen in Adlershof Zentrum für Photonik und Optische Technologien in Berlin-Adlershof, Foto: WISTA-MANAGEMENT GMBH – www.adlershof.de Wo dies bereits umgesetzt wird, ist das vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundprojekt in Berlin-Adlershof. Dort arbeiten TU und HTW Berlin, Siemens AG und weitere Partner daran, durch vernetzte Energieflüsse, die Nutzung von Abwärme und von kühlem Grundwasser den wachsenden Energiebedarf des Technologie- und Forschungsparks Adlershof zu ändern. Das Potenzial ist riesig: der Strombedarf in Adlershof lag schon 2010 bei 132 Gigawattstunden (GWh), wovon ein Zehntel in die Kälteerzeugung floss. Zugleich gibt es jede Menge ungenutzte Abwärme, sind Solar- und Windstromerzeuger in der Region auf der Suche nach Speichermöglichkeiten. weiterlesen ›

Passen energetische Gebäudesanierung und Baukultur zusammen?

Historische Fassade

Wer will schon, dass solche Fassaden hinter Wärmedämmung verschwinden? Foto: pixabay.com/ stux

Es gibt Gesprächsbedarf in Sachen Gebäudesanierung. Da muss noch viel diskutiert werden, nicht nur über die Frage wer am Desaster mit dem Nichtzustandekommen der steuerlichen Förderung die Schuld trägt. Die Probleme stecken ja viel tiefer und die Steuer-Förderung kommt ja nur Eigentümern zugute, die ihr Haus, bzw. ihre Wohnung auch selbst bewohnen. Kaum ein Bereich der Energiewende hat so große Akzeptanz-Probleme wie die energetische Gebäudesanierung. Die Kritiker finden sich überall, selbst unter Anhängern der Energiewende.

Diese Probleme kann man nicht mit der steuerlichen Förderung beiseite schieben, die bleiben weiterhin bestehen. Aber sind sanierte Gebäude mit gedämmter Fassade unsozial, hässlich und sinnlos? Tragen sie zu einem Verfall der Baukultur bei? Dazu hatte in der vergangenen Woche der Gesamtverband Dämmstoffindustrie e.V. (GDI) in Berlin zu einer Diskussionsrunde eingeladen, die durchaus kontrovers war und viele der Kritikpunkte angesprochen hat.

Im Auftrag des GDI habe ich die Veranstaltung für Außenstehende per Twitter begleitet und schreibe diesen Bericht.

Diskussionsveranstaltung des GDI: Ist Dämmung unsozial, sinnlos und hässlich?

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Breite Unterstützung für Grünstrom-Markt Modell zur Direktvermarktung von Ökostrom

PK Grünstrom-Markt-Modell

Pressekonferenz zur Vorstellung des Grünstrom-Markt-Modells

Die Energiewende ist in einer Sackgasse angekommen. Der jährliche Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien steigt an auf mittlerweile ca. 27%. Es kommt immer mehr Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie hinzu – bei PV inzwischen mit nur geringem Wachstum. Doch was kommt davon beim Kunden an? Das wird in der Regel  nicht mehr als derDurchschnitt im deutschen Stromnetz sein.

Und was bieten Ökostromversorger an oder welchen Strom liefern diese? Der Strom von Anbietern von Ökostrom stammt heute zum überwiegenden Teil von Laufwasserkraftwerken und/ oder aus Skandinavien.

Aber was passiert denn mit dem Strom aus den vielen Wind- und Solaranlagen? Strom aus Anlagen, die Vergütung nach EEG erhalten,  wird fast ausschließlich an der Strombörse verkauft. Damit verliert der Strom seine nachvollziehbare Herkunft und geht im allgemeinen Strommixes unter. Man bezeichnet den Strom dann als Graustrom, was vorher noch Grünstrom war. weiterlesen ›

Stand der Energieeffizenz-Netzwerke in den Verbänden

Staatssekretär Rainer Baake (6. v. l.) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (9. v. l.) zusammen mit Mitgliedern der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke, Foto: BMWi/  Susanne Eriksson

Staatssekretär Rainer Baake (6. v. l.) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (9. v. l.) zusammen mit Mitgliedern der Initiative Energieeffizienz-Netzwerke, Foto: BMWi/ Susanne Eriksson

Zum Rückblick auf die ersten 100 Tage Nationaler Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) sollten wir auch mal einen Blick werfen auf die groß angekündigten Energieeffizienz-Netzwerke. Mit großem Interesse haben am 03.12.2014 gemeinsam mit der Bundesregierung 18 Verbände aus Industrie, Gewerbe, Handwerk und Handel eine Vereinbarung zur Verbreitung von Effizienz-Netzwerken bei den Mitglieds-Unternehmen unterschrieben. Es handelt sich nur um eine freiwillige Vereinbarung, dennoch sollte man schauen, was wirklich umgesetzt wird.

Bis zum Jahr 2020 sollen 500 neue Energieeffizienz-Netzwerke initiiert und durchgeführt werden, heißt es in der Vereinbarung. Ein jährliches Monitoring soll den Erfolg der Netzwerke dokumentieren. Im NAPE rechnet die Bundesregierung durch die Energieeffizienz-Netzwerke mit einer Einsparung von bis zu 75 PJ Primärenergie bzw. 5 Mio. t THG-Emissionen bis zum Jahr 2020. weiterlesen ›