Podcast 41 über eine Expertenplattform für die Energiewende

Ausnahmsweise an einem Donnerstag geht es wieder weiter mit einer neuen Podcast-Ausgabe. Denn morgen beginnt das Barcamp Renewables 2014, wie wir seit dem letzten Podcast wissen. Ich werde erstmals dabei sein und freue mich schon viele meiner Gesprächspartner und Hörer persönlich zu treffen. Dezentrale Energiewende braucht Fachwissen für alle In der heutigen Ausgabe des Podcast geht es um Fachwissen zu allen möglichen Themen der Energiewende. Wenn das Thema Energie, von der Erzeugung bis zum Verbrauch, mit der Energiewende für mehr Menschen wichtig wird, dann ist auch mehr Wissen darüber notwendig. Es treten viele Fragen auf, sowohl fachlich als auch auf die aktuelle Politik bezogen. Gut also, wenn man weiß wo Experten zu finden sind, die man fragen kann und recht schnell kompetente Antworten geben. Aus anderen Themengebieten im Netz kennt man vielleicht schon Frage- und Antwortseiten. Für Fragen rund um die Energiewende gibt es die Expertenplattform Top50-Solar experts. Im Podcast habe ich mich mit Nicole Münzinger unterhalten, sie ist für die Moderation der Fragen und Antworten der Plattform zuständig. weiterlesen ›

Energieausweis braucht mehr Transparenz für mehr Akzeptanz

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Energieausweis, Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Seit der Einführung des Energieausweises für Gebäude in 2002 muss dieser um Akzeptanz auf dem Markt kämpfen. Mit der neuen, seit 01. Mai 2014 gültigen, Energieeinsparverordnung gibt es neue Anforderungen zur Vorlage des Energieausweises bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von Wohnungen oder Häuser. Spä­tes­tens bei der Besich­ti­gung muss ein Ener­gieaus­weis ohne Aufforderung vor­ge­legt oder wäh­rend der Besich­ti­gung deut­lich sicht­bar aus­ge­legt wer­den. Ansons­ten dro­hen Bußgelder bis zu 15.000 Euro. Doch hilft dieser Vorlage-Zwang für die Durchsetzung des Energieausweises? Dazu hat das Bündnis Energieausweis hat unter Federführung des Deutschen Mieterbundes (DMB) eine Stichprobe zur Vorlagepflicht für Energieausweise bei Wohnungsbesichtigungen in sechs deutschen Städten durchgeführt. Stichproben von Vorlage des Energieausweis bei Wohnungssuche enttäuschend Mit dem Ergebnis kann man nicht zufrieden sein, die verschärften Anforderungen haben bislang nicht zu einer weiteren Verbreitung des Energieausweis gesorgt. Nur acht Ausweise (10,4%) wurden den Testern ohne Nachfrage vorgelegt. Insgesamt gab es bei 54 Wohnungen auch auf Nachfrage keinen Energieausweis zu sehen. Besonders bedenklich scheint dieses Ergebnis, da 72% der besichtigten Wohnungen von Maklern angeboten wurden. weiterlesen ›

Batteriespeicher in Schwerin zur Stabilisierung des Netzes in Betrieb

Erwin Sellering, Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Pätzold, Technischer Vorstand der WEMAG AG, Sigmar Gabriel, Bundesminister für Energie und Wirtschaft sowie Clemens Triebel, Technischer Vorstand der Younicos AG (v.li.) legen den Hebel für mehr erneuerbare Energien im Stromnetz um. Bildnachweis: WEMAG/Rudolph-Kramer Nachdem ich bereits über die Speicher-Diskussion berichtet habe und den Sinn des Batterieparks in Schwerin erläutert habe, noch die Pressemeldung der WEMAG AG zur Einweihung des europaweit ersten kommerziellen Batteriekraftwerks mit den Aussagen der beteiligten Personen. Dieses wurde gestern im Beisein von Vizekanzler und Energieminister Sigmar Gabriel sowie Ministerpräsident Erwin Sellering erfolgreich ans Netz angeschlossen. Der 5 Megawatt Lithium-Ionen Speicher wurde vom Berliner Netz- und Speicherspezialisten Younicos konzipiert und kommt beim Schweriner Ökostromversorger WEMAG nun zum kommerziellen Einsatz: Mit der vollautomatischen Anlage stabilisiert erstmals in Europa eine eigenständige Batterie kurzfristige Schwankungen der Netzfrequenz mit Regelleistung. So sorgt sie dafür, dass Wind- und Sonnenstrom sicher in das bestehende Netz integriert werden können. weiterlesen ›

Wie Speicher heute schon sinnvoll eingesetzt werden können

WEMAG Batteriespeicher Luftaufnahme

Luftbild des WEMAG Batteriespeichers in Schwerin, Foto: WEMAG AG

Manche Medien scheinen keine Gelegenheit auszulassen um gegen die Energiewende Stellung zu beziehen. Wenn es sein muss, werden auch Studien mal falsch interpretiert, falsch zitiert oder die Ergebnisse durcheinander gebracht. Das ist vom Thema völlig unabhängig, egal ob es sich um erneuerbare Energien, die energetische Gebäudesanierung oder den Ausbau von Speichern für die Energiewende handelt. Ich muss auch keine Namen nennen, manchen Medien kann man heute einfach nicht mehr vertrauen, das ist Schade.

Aktuell geht es um die Stromspeicher für die Energiewende. Vermutlich ist es kein Zufall, dass kurz vor der Eröffnung des 5 MW-Batteriespeichers der WEMAG AG in Schwerin über die Notwendigkeit von Speichern diskutiert wird.

Studie über Stromspeicher lässt sich unterschiedlich auswerten

Die Studie “Stromspeicher in der Energiewende”, um die es geht, wurde von der Agora Energiewende in Auftrag gegeben und von einem Konsortium des FENES (OTH Regensburg), IAEW (RWTH Aachen), ef.Ruhr (TU Dortmund) und ISEA (RWTH Aachen) erstellt.

Nach der Studie werden Stromspeicher für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in den nächsten 20 Jahren nicht benötigt. Die zum Ausgleich der wetterabhängigen Stromproduktion benötigte Flexibilität im Stromsystem kann weitaus günstiger bereitgestellt werden: zum Beispiel durch eine flexible Fahrweise von fossilen Kraftwerken, durch aktives Lastmanagement bei industriellen Stromverbrauchern sowie durch Stromhandel mit Nachbarstaaten. Allerdings werden sich Speichertechnologien in anderen Sektoren – vor allem bei Verkehr und in der chemischen Industrie – voraussichtlich schon recht bald stark verbreiten. Davon kann das Stromsystem profitieren, weil beispielsweise Batterien in Elektroautos als Zusatznutzen dem Stromsektor kostengünstig Flexibilität bereitstellen können. weiterlesen ›

Energieeffizienz von Haushaltsgeräten weiter auf hohem Niveau

Energieeffizienz wichtigster Kundenwunsch bei Haushaltsgeräten

Energieeffizienz oberster Kundenwunsch bei Haushaltsgeräten, IFA-Eröffnungspressekonferenz 2014, Foto: A. Kühl

Es war schon abzusehen, die Energieeffizienz von Haushalts-Großgeräten wächst jetzt nur noch langsam an, aber das auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigt für mich den Erfolg der Ökodesign-Richtlinie und die Innovationskraft der Hersteller. In diesem Segment gibt es keine Kritik, obwohl es auch Obergrenzen für den Stromverbrauch gibt – wie bei den Staubsaugern. Hier betonen die Hersteller nach wie vor, eine hohe Energieeffizienz der Geräte hat für die Kunden oberste Priorität.

Wo stehen die einzelnen Gerätegruppen heute beim Stromverbrauch, bzw. beim Energielabel? Wie effizient sind sie? Wo liegen aktuell die Anforderungen und was sind die effizientesten Geräte auf dem Markt.

Waschmaschinen sind weit über den Anforderungen der Ökodesign-Richtlinie

Sparsamste Waschmaschine IFA 2014

Sparsamste Waschmaschine auf der IFA 2014 von Vestel, Foto: A. Kühl

Am weitesten entfernt von den Energieeffizienzklassen haben sich die Waschmaschinen. Die Mindestanforderung liegt hier bei der Energieeffizienzklasse A+. Im Handel sieht man fast nur noch Modelle mit A++ oder A+++. So gut wie alle Hersteller haben Spitzenmodelle mit einem Stromverbrauch, der nur noch halb so hoch ist wie die Energieeffizienzklasse A+++. Modelle mit einer Trommelgrösse von 8 kg benötigen nur noch knapp 100 kWh Strom im Jahr nach Norm.

Dass es noch weiter nach unten gehen kann mit dem Stromverbrauch zeigte der türkische Hersteller Vestel auf der IFA mit einer 8 kg Waschmaschine, die nur noch 58 kWh pro Jahr benötigt. Das entspricht 70% weniger als Energieeffizienzklasse A+++. weiterlesen ›

Energieeffizienz hat große Vorteile die wir noch nicht kannten

multiole benefits of energy efficiency

Die vielen Vorteile der Energieeffizienz, Grafik: OECD/IEA

Das Thema Energieeffizienz wird bei uns oft als schlafender Riese bezeichnet, mit dem großen und noch ungehobenen Potential im Hintergrund. Die Internationale Energieagentur (IEA) bezeichnet Energieeffizienz gar als  “first fuel” – unsere wichtigste Energiequelle. Das soll zeigen welch große Bedeutung Energieeffizienz zur Zeit auf der Welt hat. In den nächsten Jahren kann dieser Stellenwert sogar noch weiter anwachsen.

Der weltweite Markt für Energieeffizienz wächst an. So erreichten die Investitionen für Energieeffizienz im Jahr 2012 mit 300 Milliarden US-Dollar den gleichen Wert wie die Investitionen in Stromerzeugung aus Kohle, Öl und Gas. Die resultierenden Energie-Einsparungen waren größer als die  Energie durch jede einzelne Energiequelle. Damit wird Energieeffizienz zur weltweit wichtigsten Energiequelle, also zur “first fuel”. weiterlesen ›