Tunesiens Sonne versorgt ab 2016 europäische Haushalte

Photovoltaikversicherung

Solarthermiekraftwerk Andasol 3 (Spanien), Quelle: RWE InnogyIm nordafrikanischen Wüstensand nimmt die Zukunftsvision der DESERTEC Foundation, die Menschheit mit sauberem Strom aus den Wüsten der Erde zu versorgen, konkrete Formen an. Diese Zukunft beginnt in der Sahara-Wüste Tunesiens mit dem Projekt “TuNur”.

Mit Hilfe tausender Spiegel werden die solarthermischen Kraftwerke des TuNur Projektes die tunesische Sonne bündeln und mit ihrer Wärme bis zu 2 Gigawatt Strom erzeugen – etwa die doppelte Menge eines durchschnittlichen Kernkraftwerkes. Der Projektentwickler Nur Energie und seine tunesischen Partner, unter der Leitung von Top Oilfield Services, planen den Bau in mehreren Phasen.

Der Spatenstich der ersten Bauphase ist für das Jahr 2014 geplant – schon zwei Jahre später soll der erste Strom durch eine verlustarme Leitung über Italien nach Europa fließen. Die Solartürme werden auf minimalen Wasserverbrauch ausgelegt. Statt konventioneller Wasserkühlung kommt ein Luftkühlungssystem zum Einsatz.

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Nicht alle Ökostromtarife sorgen für mehr Ökostrom im Stromnetz

Bei einem Test von 19 Ökostromtarifen hat die Stiftung Warentest ermittelt, dass Ökostrom sogar häufig günstiger ist als Normalstrom. Doch nur zwei von drei Angeboten haben auch einen Nutzen für die Umwelt. Der entsteht erst, wenn der Ökostromtarif konventionellen Strom vom Markt verdrängt, der Anbieter also den Ausbau erneuerbarer Energien voranbringt.

Wer einen Ökostromtarif wählt, der möchte seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten und die Energiewende vorantreiben. Doch nur 13 der 19 Ökostromtarife sorgen dafür, dass die Anbieter z. B. in neue Wind- oder Wasserkraftanlagen investieren.

“Sehr stark“ ökologisch engagiert und zusätzlich mit „guten“ Vertragsbedingungen sind die Tarife der unabhängigen Ökostromanbieter EWS Schönau (Tarif Sonnencent 0,5), Lichtblick (Lichtblick-Strom) und Naturstrom (naturstrom). Greenpeace Energy (Privatkundentarif) ist ebenfalls „stark engagiert“, die Tarifbedingungen sind „befriedigend“. Nur bei diesen vier unabhängigen Ökostromanbietern geht das Geld nicht an ein Unternehmen, das auch Atom- und Kohlestrom verkauft. Dennoch gibt es auch bei konventionellen Energieversorgern Tarife, die ein „sehr starkes“ oder „starkes“ ökologisches Engagement des Anbieters erkennen lassen, sieben engagieren sich hingegen nur „schwach“.

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Ausbau des Stromnetzes und der Stromspeicher benötigen Regulierungen und Anreize

Gruenspar.de

Die Diskussion, wie viel Erneuerbare Energien das Stromnetz verträgt, und wann die Grenze für das Netz erreicht ist, wird meist viel zu pauschal geführt. Das Thema muss differenzierter betrachtet werden, so war die Grundaussage meines Gesprächs mit Fraunhofer Forscher Jochen Link auf der Solarpraxis-Konferenz “2nd Inverter and PV System Technology Forum”. So ist z.B. in Teilen Bayerns die Grenze der Belastung des Stromverteilnetzes durch großen Zubau an PV-Anlagen erreicht, eine Anpassung des Netzes ist bei weiterem PV-Zubau notwendig. Aber in Regionen,  Großstädten und Lastzentren, wie München, ist hingegen noch viel Potential für einen weiteren Photovoltaik-Ausbau.

Wenn durch die Belastung des Netzes mehr Windenergie- oder Photovoltaik-Anlagen abgeschaltet werden müssen, Stichwort Einspeisemanagement §6 EEG 2012, gehen den Betreibern Einnahmen verloren und Investitionen in Speichertechnologien werden interessanter. Bei großen Windparks werden sich künftig Investitionen in langfristige Energiespeicher, wie Power-to-Gas, z.B. im Hybridkraftwerk von Enertrag, die jetzt Windgas an Greenpeace Energy liefern, lohnen. Für den privaten Besitzer einer Photovoltaik-Anlagen werden hingegen Batterien wirtschaftlich interessant, um den Eigenanteil des Solarstroms zu erhöhen und auch um unabhängiger zu werden von steigenden Strompreisen.

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Batteriespeicher zur Erhöhung der Netzstabilität in Betrieb genommen

Interessantes Projekt und passend zu meinem aktuellem Schwerpunkt, dem Stromnetz und auch zur Beantwortung der Frage wie viel Erneuerbare Energien das Stromnetz verträgt:

Der „Spitzenspeicher Nr. 1“ – auch INESS genannt – wurde am Donnerstag, 19. Januar 2012, in Neuler-Schwenningen offiziell in Betrieb genommen. Mit diesem gemeinsamen Projekt zur Energiezwischenspeicherung wollen VARTA Microbattery GmbH und EnBW ODR AG den Einsatz dezentraler Batteriespeichersysteme im Versorgungsnetz erproben und somit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

Im Fokus stand dabei die Entwicklung und Realisierung einer Pilotanlage mit innovativen Lithium-Ionen-Batteriesystemen zur Speicherung von Energie im Netz der ODR. Ziel ist es, die Integration von Photovoltaikanlagen und damit die Netzstabilität im ODR-Netz wesentlich zu verbessern, um somit künftige Netzausbaumaßnahmen in Grenzen zu halten. Erprobt werden soll die Einbindung in die Netzsteuerung und damit die Realisierung eines intelligenten Stromnetzes (Smart Grid). Mit diesem Projekt soll auch dem hohen Aufkommen hinsichtlich erneuerbarer Energien wie der stetig ansteigenden Anzahl von PV-Anlagen und dem sich daraus ergebenden hohen Steuerungs- bzw. Speicherbedarf Rechnung getragen werden.

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Förderstopp für PV-Großanlagen in Italien führt zu steigender Bedeutung des Aufdachsegments

Auch eine Art Deckelung, die zum Glück auch eine positive Seite hat.

Wie die italienische Energieagentur GSE (Gestore dei Servizi Energetici) jetzt bekannt gab, erhalten Photovoltaik-Großanlagen im zweiten Halbjahr 2012 keine Förderung mehr. Der Grund dafür ist die Überschreitung des Fördervolumens in 2011. Dadurch verschiebt sich in Zukunft der Fokus innerhalb der Segmente und führt zu einer steigenden Bedeutung regionaler Installateure.

Italien fördert im zweiten Halbjahr 2012 keine großen Photovoltaikanlagen. Dies gab die für die Installation von Anlagen zuständige Energieagentur GSE nun bekannt. In 2011 haben demnach die installierten Großanlagen die bereitgestellten Fördermittel bei weitem überstiegen. Die Differenz der Mehrkosten wird laut Conto Energia IV vom Budget für das zweite Halbjahr 2012 abgezogen. Da die Mehrkosten in 2011 das Fördervolumen des zweiten Halbjahres 2012 übersteigen, entfallen somit die Vergütungen. Betroffen davon sind Dachanlagen ab 1 MW und Freiflächenanlagen, die nicht auf öffentlichen Gebäuden und Grundstücken errichtet werden. Alleine bis zum 31.08.2011 brachten Betreiber Großanlagen mit einer Fördersumme von 1 Milliarde Euro ans Netz. Daneben erhalten auch Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen keine Einspeisevergütung mehr, wenn sie nicht bis Ende März 2012 ans Netz angeschlossen sind.
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Erneuerbare Energien schaffen Arbeit und Einkommen vor Ort

Die Erneuerbaren Energien schaffen in Deutschlands Kommunen Arbeitsplätze, generieren Steuereinnahmen, schützen das Klima und verbessern die Versorgungssicherheit. Auf welche Beträge sich diese positiven Wirtschaftseffekte Erneuerbarer Energien summieren können, ermittelt ein neuer Online-Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien, den Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner heute auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin vorgestellt hat.

„Für die Energiewende in Deutschland kommt den Bürgerinnen und Bürgern eine entscheidende Rolle zu. Engagement und Akzeptanz für den Umbau der Energieversorgung wachsen, wenn sie erkennen, welchen Nutzen die Erneuerbaren Energien vor Ort schaffen. Dafür kann der Wertschöpfungsrechner der Agentur für Erneuerbare Energien eine wichtige Hilfe sein“, betonte Aigner bei der Präsentation des kostenlosen Online-Angebots, das ab sofort unter www.kommunal-erneuerbar.de freigeschaltet ist.

Der Online-Rechner berücksichtigt für seine Kalkulationen der Wertschöpfung vor Ort die Unternehmensgewinne ebenso wie Einkommen durch Beschäftigung und Steuern an die Kommunen. Nutzer des Rechners können sich für ihre Kommune und Region auch den Anteil Erneuerbarer Energien an der Versorgung ausrechnen lassen. Darüber hinaus kalkuliert der Online-Rechner Klimaschutz- und Jobeffekte, die in den Dörfern und Städten mit dem Umbau der Energieversorgung einhergehen.

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LED-Straßenbeleuchtung bringt mehr Sicherheit bei zugleich weniger Stromverbrauch

Steigende Kosten für Energie und Wartung sowie verschärfte gesetzliche Vorgaben für mehr Klimaschutz, wie die Ökodesign-Richtlinie, d.h. die Richtlinie 2009/125/EG „Eco-Design Requirements for Energy-related Products“ (ErP), zwingen viele kommunale Anwender in Deutschland und Europa zum Handeln und damit zur Erneuerung ihrer oft noch aus den 1960er Jahren stammenden Beleuchtungsanlagen. Denn aufgrund der Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Lampen, Leuchten und Vorschaltgeräten in der maßgeblichen Verordnung (EG) Nr. 245/2009 werden ab 2015 die damals in der Straßenbeleuchtung üblichen ineffizienten Quecksilberdampflampen verboten.

Energieeffiziente Alternativen, die mit ihrem Design zudem noch jedes moderne Stadtbild aufwerten, stehen schon jetzt in großer Zahl zur Verfügung. Dies zeigen Hersteller aus aller Welt auf der Light+Building. Die Weltleitmesse für Architektur und Technik öffnet vom 15. bis 20. April 2012 in Frankfurt am Main als einzigartige Innovationsplattform für energieeffiziente Produkte und Systeme ihre Tore. Auf der weltgrößten Messe für Licht und intelligente Gebäudetechnik präsentieren rund 2.100 internationale Hersteller ihre Weltneuheiten zu Licht, Elektrotechnik, Haus- und Gebäudeautomation sowie Software für das Bauwesen auf 240.000 Quadratmetern.

Auch wenn die LED-Technik aufgrund der sich stetig verbessernden Lichtausbeute in der Straßenbeleuchtung die Zukunft bestimmen wird, ist eine Optimierung aber derzeit nicht gleichzusetzen mit dem durchgängigen Ersatz von Lampen durch LED-Lichtquellen. Denn Entwicklungsfortschritte bei konventionellen Leuchtmitteln und Steuerungskomponenten haben zu interessanten und energieeffizienten Systemen geführt, die sich anwendungsabhängig bei der Beleuchtung von Anlieger-, Sammel- und Hauptverkehrsstraßen oder Parks oft noch als wirtschaftlicher erweisen.

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Netzintegration von Photovoltaik muss auch Netzbetreiber einbeziehen

Gestern und heute fand in Berlin die Solarpraxis-Konferenz “2nd Inverter and PV System Technology Forum” statt. Zahlreiche Fachleute der Photovoltaik-Branche trafen sich, um sich über neue Entwicklungen, insbesondere in der Netzintegration, auszutauschen. Das Thema Netzintegration war das Leitthema des ersten Tages mit den Eröffnungsvorträgen und der großen Diskussion anschließend auf dem Podium.

Je mehr ich mich selbst mit dem Thema befasse, umso mehr sehe ich wie wichtig dieses Thema ist. Heute traf ich mich mit einem der Referenten von gestern zu einem Gespräch über das Stromnetz und Speicher, der Artikel dazu wird voraussichtlich morgen fertig sein.

Das deutsche Stromnetz kommt teilweise an seine Grenzen und ein Ausbau der Erneuerbaren Energien ist nur noch mit einer Veränderung in der Netzlandschaft machbar, sei es durch einen Netzausbau oder eine intelligente Netzsteuerung. Aber, wenn wir so weiter machen, müssen wir damit rechnen, dass Wind- und Solarkraftwerke häufiger abgeschaltet werden.

Von daher ist es sinnvoll und wichtig, dass sich die Photovoltaik-Branche mit dem Thema Netzintegration befasst. Aber warum dazu kein Netzbetreiber oder Stromversorger eingeladen wird für eine Diskussion, verstehe ich nicht. Photovoltaik ist schon ein Bestandteil des Stromnetzes und kann noch viel mehr leisten, aber nur in Zusammenarbeit mit  den Netzbetreibern und Stromversorger. Dann haben wir eine spannende und vielleicht auch fruchtbare Diskussion. Ob diese Veranstaltung dazu der richtige Rahmen wäre, kann ich nicht beurteilen, wünsche mir diese Diskussion aber auf künftigen Veranstaltungen.

 

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Braunkohle-Ausstieg bringt Klimaschutz und Wertschöpfung nach Brandenburg

Von einem Ausstieg aus klimaschädlicher Braunkohle mit gleichzeitigem verstärkten Ausbau der Erneuerbaren Energien würde Brandenburg enorm profitieren. Die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien könnte sich im Jahr 2030 auf 1,25 Milliarden Euro verdoppeln. Dies ist das Ergebnis der Studie “Wertschöpfung und Beschäftigung durch Erneuerbare Energien in Brandenburg”, die das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag von Greenpeace erstellt hat.

Gleichzeitig würde die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke rund 60 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. “Ministerpräsident Platzeck verhindert wirtschaftlichen Aufschwung und Klimaschutz in Brandenburg, wenn er am Klimakiller Braunkohle festhält”, sagt Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters. “Nur mit einem Ausstieg aus der Braunkohle können sich die Erneuerbaren Energien voll entfalten. Dies brächte neue Arbeitsplätze und höhere Einnahmen nach Brandenburg.”

Die Landesregierung unter Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) setzt in ihrem aktuellen Entwurf der Energiestrategie 2030 weiter auf Braunkohle. Sie verfehlt dadurch die im Jahr 2008 von der damaligen Regierung festgelegten Klimaziele. Greenpeace fordert Platzeck auf, die Chancen der Energiewende ohne Braunkohle zu nutzen und in der Energiestrategie für Brandenburg umzusetzen.

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Was bringt die neue BHKW-Förderrichtlinie?

Am 18. Januar 2012 wurden die „Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kW“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit veröffentlicht. Gemäß dieser Richtlinien erhalten Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von bis zu 20 kW eine einmalige Investitionsförderung, die ab dem 1. April 2012 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden kann. Diese Förderung beträgt für eine Mikro-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 1 KW, wie dies zum Beispiel in einem Einfamilienhaus eingesetzt werden kann, 1.500,- Euro. Eine 20 kW-Anlage erhält eine Förderung in Höhe von 3.500,- Euro.

Indes – nicht alle Mikro-KWK-Anlagen erhalten eine Investitionsförderung. Eine längere Liste von Bedingungen muss hierfür erfüllt werden. Wichtigste Einschränkung ist der Wegfall der Förderung für alle Mikro-KWK-Anlagen in Neubauten sowie in Gebieten, in denen ein Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme vorliegt.

Insbesondere für BHKW-Hersteller im Leistungsbereich bis 20 kW dürften die nächsten Monate zur wirtschaftlichen Herausforderung werden. Aufgrund der nun in Aussicht gestellten Förderung werden die meisten Kunden die Realisierung einer Mikro-KWK-Anlage auf einen Termin nach dem 01.04.2012 verschieben. Dies wird voraussichtlich zu einem Einbruch der Umsätze sowie angesichts der laufenden Kosten bei einigen BHKW-Herstellern ggf. auch zu Liquiditätsengpässen führen.

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