8 Mythen und Tatsachen über die Ökodesign-Richtlinie

Symbol eines Energielabels In den vergangenen Tagen war viel zu lesen über die EU Ökodesign-Richtlinie und wie schlimm das alles ist. Ich kann beruhigen, da steckt viel Panikmache dahinter und ab 01. September werden wir ganz normal weiter saugen können. Und ich bin mir sicher, dass die Industrie ab 2017 Staubsauger anbieten kann, die auch mit 900 Watt hervorragend saugen können. Wer anders denkt, vertraut der Innovationskraft der Hersteller nicht. Warum ich das glaube? Ich verfolge die Entwicklung bei den Haushaltsgeräten schon einige Jahre und sehe wie sie immer noch gute oder sogar bessere Leistung zeigen. Waschmaschinen verbrauchen heute viel weniger Strom als noch vor einigen Jahren und waschen dennoch sehr gut, genauso ist es bei Geschirrspülern und Kühlschränken. Wäschetrockner sind das Paradebeispiel, sie haben sich von Energieschleudern in nur wenigen Jahren fast zu Sparwundern entwickelt. Alles durch den Druck der Ökodesign-Richtlinie. weiterlesen ›

Energetische Gebäudesanierung – vom Hoffnungsträger zum Sündenbock

Der einfachste Preisrechner für Solarstrom

Ohnehin notwendige Sanierung oder energetische Sanierung?, Foto: Pixabay.com Als Fachmann, ich bin Dipl.-Ing (FH) für Bauphysik, habe ich mich schon oft über das Erscheinungsbild von energetischen Gebäudesanierungen in den Medien gewundert. Trotz des großen Potentials zum Klimaschutz und steigenden Heizkosten wird sehr negativ und überspitzt über dieses Thema in seriösen Medien berichtet und viele Fehlinformationen werden verbreitet. Seit bald einem Jahr versuche ich nun die Kommunikation von energetischen Gebäudesanierung zum Thema zu machen. Allein mit fachlichen Angaben und Fakten wird man jedoch mit der Energieeinsparung im Gebäudebestand nicht weit kommen. Bessere Kommunikation von energetischer Gebäudesanierung notwendig Angefangen habe ich mit einem Artikel im “Jahrbuch 2014 – Energieeffizienz in Gebäuden” im Namen der Enerieblogger (wer Interesse an dem Buch hat, bitte melden) und dann weiter auf den Berliner Energietagen fortgesetzt, mit einer spontan organisierten Diskussionsrunde mit interessierten Fachleuten. Alles unter der Frage wie man die Vorteile energetischer Geböudesanierung besser kommunizieren kann. weiterlesen ›

So kann man beim Backofen Strom sparen

Gemüseauflauf im Backofen, vorheizen ist nicht nötig, Foto: pixabay.com Mir ist es hier wichtig die Potentiale und Chancen von Energieeffizienz zu zeigen, welche Möglichkeiten es alle gibt mit weniger Energie aus zukommen ohne Komfortverluste. Oft sind sogar mit effizienteren Produkten Technologien verbunden, die einen höheren Nutzen oder mehr Funktionen bieten als die alten ineffizienten Produkte. Solch ein Beispiel habe ich heute wieder, bei einem Haushaltsgerät dessen Stromverbrauch sonst kaum beachtet wird. Aber ein Leben ohne Backofen wird man sich kaum vorstellen. In fast jedem Haushalt steht ein Backofen, auch wenn er nicht oft genutzt wird, aber Kuchen backen, eine Pizza, Lasagne oder ein Braten gehört für viele oder die meisten Menschen einfach dazu. Wie hoch ist der Stromverbrauch vom Backofen? Bisher haben wir andere Haushaltsgeräte hier im Blick gehabt. Ich kann bei Kühlschränken und Waschmaschinen mittlerweile den Verbrauch gut einschätzen und dadurch schon effiziente Geräte erkennen, noch bevor ich die Energieeffizienzklasse kenne. Aber Backofen konnte ich bis jetzt selbst nicht einschätzen. weiterlesen ›

Umfrage zum Thema Photovoltaik-Versicherungen verlost PV-Komplettpaket

Diese Pressemeldung von der Envaris GmbH gebe ich gerne weiter, betrifft alle Besitzer einer Photovoltaik-Anlage.

Umfrage zu PV-Versicherungen, Grafik: Envaris GmbH

Umfrage zu PV-Versicherungen, Grafik: Envaris GmbH

Es ist Halbzeit bei der deutschlandweiten Umfrage zum Thema Versicherung und Reparatur von laufenden Photovoltaik-Anlagen. Noch bis zum 15. September haben Betreiber von Solaranlagen die Möglichkeit, an der im Auftrag von ENVARIS, SecondSol und Milk the Sun erstellten Umfrage teilzunehmen. Als Dankeschön können Teilnehmer ein Photovoltaik-Komplettpaket der Firma Asola Technologies bestehend aus Photovoltaikmodul, Wechselrechter und Montagebügel gewinnen.

Vergangenen Monat haben die Player auf dem Solarmarkt, die Milk the Sun GmbH, die SecondSol GmbH und die ENVARIS GmbH eine Umfrage zum Thema Versicherung und Reparatur von laufenden Solaranlagen gestartet. Bis zum 15. September können Betreiber von Solaranlagen noch an der Umfrage teilnehmen. Die Umfrage zielt vor allem auf das Erfragen der verschiedenen Versicherungsarten, den Umgang der Anlagenbetreiber im Schadenfall, die Wahl von Original- oder Nachbauersatzteilen und die Motivation zum Kauf oder Verkauf von Photovoltaik-Anlagen. weiterlesen ›

Sparsame Staubsauger mit dem neuen Energielabel auf der IFA 2014

Energielabel Staubsauger

Infografik Energielabel für Staubsauger, Grafik: Philips

Über das neue Energielabel für Staubsauger hatte ich in der vergangenen Woche ausführlich berichtet. Für mich ist der wichtigste Fortschritt mit dem Energielabel die Trennung von der Saugleistung und der Leistungsaufgnahme des Gerätes. So spielt die Saugleistung beim Kauf eines neues Staubsaugers endlich die entscheidende Rolle, denn diesen Zweck soll das Gerät schließlich erfüllen.

Das bisheriger Kaufkriterium, die Leistungsaufnahme, hingegen sagt nicht wirklich etwas aus über die notwendige Grundeigenschaft des Staubsaugers. Daher betrachte ich die Kritik am Energielabel für Staubsauger als reinen Populismus und unnötige Verbreitung von Panik.

Nur Kritik von Dyson am Energielabel  berechtigt

Die einzige Kritik am am Energielabel für Staubsauger, die ich nachvollziehen kann, stammt vom innovativen britischen Hersteller Dyson. Die Angaben auf dem Energielabel sind Werte aus dem Labor und beziehen sich nur auf neue Geräte, die bisher nicht im praktischen Einsatz waren. Sobald die Staubsauger ein paar mal in Betrieb waren ist viel Staub im Gerät und die technischen Daten treffen nicht mehr zu,  die Saugleistung lässt nach und der Stromverbrauch nimmt zu. Der Verbraucher wird damit getäuscht, zumal weitere Verbrauchsmaterialien und -kosten nicht erfasst werden. weiterlesen ›

Mit Nachtspeicher-Öfen und Schwarmstrom Stromkosten sparen?

Der ursprüngliche Sinn von flächendeckendem Betrieb für Nachtspeicher-Öfen (NSÖ) lag darin, Überkapazitäten der Stromkonzerne in klingende Münze umzuwandeln. Die speziell für diesen Zweck eingeführten Nachtspeichertarife sorgten am Anfang tatsächlich für billige Heizungswärme. Strom kostete damals quasi nichts.

Auch die Tatsache, dass keine Ascheentsorgung oder Schornsteine für die Abgase notwendig war und fossile Brennstoffe im Haus weder gelagert noch verbrannt werden mussten, bescherte knapp 1,9 Millionen Betreibern eine Elektroheizung mit Nachtstromtarif.

Doch die Tarife für Nachtspeicherstrom zogen an. Auch die Primärenergiekosten für die Stromerzeugung durch Atomkraft, Gas und Kohle stiegen. Das einst als Zukunftsmodell bezeichnete Modell „Nachtstromspeicher“ rechnet sich heute nicht mehr.

Elektroheizungen, welche nach dem thermodynamischen Prinzip arbeiten, werden zu Recht von den Umwelt- und Verbraucherverbände als umweltfeindlichste Energieverschwendung tituliert. Denn die Geräte wurden älter und verbrauchen mehr kWh für die gleiche Wärmemengenerzeugung. Leistungswerte von 4 kWh und höher pro Alt-Gerät sind eher die Regel, als die Ausnahme. Die Stromkosten gehen durch die Decke, bei weiterhin extrem schlechtem Wirkungsgrad für Elektroheizungen. weiterlesen ›