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Die 10 spannendsten neuen Startups beim Ecosummit 2019

Mitte Mai fand bereits die zehnte Ausgabe des Ecosummit Berlin statt. Es trafen sich beim Eocsummit 2019 wieder Startups, Investoren und Unternehmen aus vielen europäischen Ländern in Berlin. Sie hatten die Gelegenheit sich auf der großen Bühne dem Publikum in einem Pitch vorzustellen. Für mich ist es wieder die Gelegenheit die 10 spannendsten Startups des Ecosummit 2019 vorzustellen.

Digitalisierung ist nach wie vor das zentrale Thema. Dabei ist es gleich was die Startups anbieten, ohne digitale Prozesse oder Algorithmen geht es nicht. Aber es gab auch einige weitere spannender Themengebiete der neuen Startups beim Ecosummit in diesem Jahr.

Meine Liste der 10 spannendsten Energie-Startups beim Ecosummit 2019 in Berlin

In den letzten Jahren habe ich immer eine Liste erstellt mit den zehn interessantesten neuen Startups, die sich beim Ecosummit vorgestellt haben. Diese Liste kommt heute noch gut an bei den Leserinnen und Lesern, wie ich im Vorfeld der diesjährigen Ausgabe berichtet hatte.

Nicht alle der Startups konnte ich live erleben, ich war selbst nur am ersten Tag vor Ort. Aber hier sind wieder die zehn interessantesten Startups, die ich bisher noch nicht erwähnt hatte. Dieses mal habe ich versucht Startups auszuwählen, die etwas völlig neues anbieten. Eine neue digitale und smarte Plattform erschien mir nicht immer interessant genug.

Die Reihenfolge entspricht dem Ablauf im Programm des Ecosummit 2019.

Epishine – Licht zu Strom

All die vielen neuen IoT-Geräte benötigen eine Stromquelle. Bisher werden Batterien eingesetzt. Doch der Aufwand die Batterien zu überwachen und zu wechseln kann sehr hoch werden. Das schwedische Startup Epishine nutzt gedruckte organische Photovoltaik um Sensoren und andere IoT-Geräte mit geringem Stromverbrauch zu versorgen. Für diese Folie reicht reicht das Raumlicht aus um genug Strom zu erzeugen.

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Modvion – Modulare Windenergie-Türme

Der Transport der Teile für die Türme der Windenergieanlagen wird mit wachsender Größe immer schwieriger. Dieses Problem löst das schwedische Startup Modvion. Sie entwickeln modulare Systeme für die Türme aus laminiertem Holz. Damit lassen sich die Einzelteile nicht nur besser transportieren. Sie haben ein geringeres Gewicht und sind nachhaltiger. Hinzu kommen die geringeren Kosten im Vergleich zu STahl.

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Moixa – Smarte Batterien

Ein sehr wichtiger Teil der Batteriespeicher ist das Energiemanagement. Dieses sorgt für eine hohe Ausnutzung des Stroms aus erneuerbaren Energien. Das britische Startup Moixa stellt nicht nur Batteriespeicher für Haushalte her. Sie haben auch eine Software entwickelt, um erneuerbare Energien im Haus und im Stromnetz zu optimieren. Diese funktioniert auch mit fremden Batterien und für Elektrofahrzeuge, die Strom in das Netz liefern können.

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fos4x – faseroptische Sensoren in Rotoren

Windenergieanlagen sind eine sehr große Investition und es ist wichtig den Betrieb möglichst gut zu optimieren. Dazu hat fos4x aus München faseroptische Sensoren mit einer passenden Software-Plattform entwickelt. Diese ermöglichen sowohl die Verbesserung neuer Rotorblätter als auch den Betrieb bestehender Anlagen. Dazu gehören die Ertragsoptimierung, Kostenreduzierung und Erhöhung der Sicherheitsstandards von Windkraftwerken auf Anlagenebene, sowie Park- und Cloudebene.

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Instagrid – tragbare Energie für Profis

Im betrieblichen Umfeld ist häufig der mobile Einsatz von elektrischen Geräten mit sehr großer Leistung notwendig. Der Einsatz von Diesel-Generatoren auf Baustellen oder Veranstaltungen ist nicht mehr zeitgemäß. Um eine Alternative anzubieten hat instagrid aus Stuttgart eine mobile Batterie für Profis entwickelt. Diese ist tragbar mit einem Gewicht von 10 bis 12 kg und soll für einen ganzen Arbeitstag reichen. Künftig sollen mit dieser Batterie auch Elektrofahrzeuge geladen werden können.

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Oxygen Technologies – Software für dezentrale Energiesysteme

Energieversorger und -dienstleister stehen vor großen Herausforderungen durch die Dezentralisierung der Energiewelt. Viele Prosumer mit kleinen Anlagen und fluktuierender Erzeugung kommen auf den Markt. Für diese Prosumer hat Oxygen Technologies aus Freiburg ein Peer-to-Peer Handelssystem entwickelt. Diese Plattform bietet Energieversorgern die Möglichkeit die Energiewende für sich zu nutzen. Hinzu kommt die Steuerung der Direktvermarktung und das Management der Reststrommengen.

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ThermoVault – dezentrales Speichersystem

Erneuerbare Energien müssen möglichst optimal im Stromnetz aufgenommen werden. Auf der anderen Seite wollen Verbraucher und Energieversorger Geld sparen. Dies möchte ThermoVault aus Belgien lösen mit dem größten dezentralen Speichersystem der Welt. Dazu verwenden sie Warmwasserspeicher und Heizungsanlagen. Diese binden sie intelligent in das Stromnetz ein, um bei Bedarf Strom abgeben und Kosten reduzieren zu können. Möglich ist der Einsatz auf der Netzebene, aber auch bei Prosumern, um den Eigenverbrauch und die Autarkie zu erhöhen.

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Mixergy – smarte Warmwasserspeicher

Wenn vom smarten Haushalt die Rede ist, dann von der Heizung und vom Stromverbrauch. Aber den Warmwasserspeicher betrachten wir dabei so gut wie nie. Mixergy aus England möchte dies ändern und hat einen smarten Warmwasserspeicher entwickelt. Dieser Speicher spart Energie beim erwärmen des Wassers, denn er erwärmt nur so viel Wasser wie benötigt wird. Über eine App können Nutzer erkennen wie viel Warmwasser noch verfügbar ist und was sie für das Erwärmen des Wassers bezahlen müssen.

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Ampeers Energy – Plattform für die Energiewende

Digitalisierung der Energiewende klingt nach einem Buzzword. Aber die Hilfe von digitalen Plattformen ist notwendig für eine Integration der erneuerbaren Energien. Ampeers Energy hat eine solche Plattform entwickelt mit Lösungen für verschiedene Anwendungsfälle. Dazu gehören z.B. Lösungen für die Prognose, das Laden von Fahrzeugflotten und für Mieterstrom.

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SolarWorX – Solarenergie für die Elektrifizierung

Mit Solarenergie können ländliche Regionen in Entwicklungsländern leichter und elektrifiziert werden als mit der klassischen Energieversorgung. Möglich wird dies durch fallende Preise bei Solarmodulen und der Steuerung, sowie durch mobile Bezahlsysteme. SolarWorX aus Berlin verbindet bestehende und neue Solarmodule zu einem DC-Stromnetz. Nutzer können den Strom untereinander handeln. Hinzu kommen Angebote von z.B. Wasserpumpen und Kühlschränke.

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Startups treiben die Energiewende voran

Nach wie vor bin ich davon überzeugt, dass Startups die weltweite Energiewende voran bringen können. Sie haben die Ideen, entwickeln Technologien und Geschäftsmodelle. So wird es möglich mehr erneuerbare Energien einzuspeisen, die Anlagen zu optimieren und den Verbrauch zu reduzieren. Daher bleibe ich weiter optimistisch und positiv gestimmt. Aber natürlich müssen wir abwarten wie sich die Startups auf dem Markt entwickeln.

Diese Liste mit den 10 spannendsten Startups aus dem Ecosummit 2019 ist nur eine subjektive Auswahl von mir. Weitere Vorstellungen von Startups, von Dienstleistern oder Investoren findet Ihr auf dem YouTube Kanal von Ecosummit.

Welche Startups aus der Liste findet Ihr am vielversprechendsten?

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Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

2 Kommentare

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  • besonders die smarten Batterien von dem Startup Moixa klingen interessant.

    Ein leistbarer Batteriepseicher in Kombination mit einer ausgereiften Energiemanagementsoftware wäre doch die Lösung für 100% Eigenstromversorgung im eigenen Wohnhaus.

    Ohne Stromspeicher ist es so gut wie unmöglich die gesamte Energie einer PV-Anlage selbst zu verbrauchen ohne Einspeisung vom oder in das öffenltichen Netz oder?

    • Ob man wirklich völlig autark werden muss in jedem Haus, das bezweifel ich. Das könnte sehr aufwändig und teuer werden. Aber in der Nachbarschaft oder Region wäre das sicher ein Ziel. Dann gehört zur Energiemanagementsoftware auch die Einbeziehung einer Ladesäule oder Wallbox dazu für mobile Stromspeicher. Auch die Wärmeversorgung kann noch einbezogen werden, auf verschiedenen Wegen.

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