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Energieeffizienz Haushaltsgeräte

Neue Stromsparinitiativen sollen helfen den Stromverbrauch und die Stromkosten zu verringern

Stromkosten, Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Stromkosten, Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de
Stromkosten, Quelle: Thorben Wengert  / pixelio.de
Stromkosten, Quelle: Thorben Wengert / pixelio.de

Der letzte Artikel klang vielleicht sehr negativ, aber beim Thema Energieeffizienz spielen persönliche Einstellungen und das Verhalten eine große Rolle, daher geht die Veränderung nur langsam voran. Aber ich denke dennoch, dass sich etwas bewegt. Heute freue ich mich über zwei neue Initiativen zur Information über das Verbrauchsverhalten und zur Unterstützung beim sparsameren Stromverbrauch.

Die neue Stromsparinitiative

Das Bundesumweltministerium hat heute anläßlich des zweiten runden Tisches der Stromsparinitiative eine neue Internetplattform mit dem gleichen Titel gestartet. Auf dieser können  sich alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos zum Thema Stromsparen informieren. Das Angebot wird fortlaufend erweitert.

Im Mittelpunkt steht dabei der StromCheck. Mit dem Online-Ratgeber finden Verbraucher schnell und kostenlos heraus, welche individuellen Einsparpotenziale in ihrem Haushalt vorhanden sind. Für die konkrete Umsetzung sind anschließend die Kontaktdaten von verschiedenen Experten vor Ort abrufbar. Beim StromCheck bin ich erstaunt, dass mein unterdurchschnittlicher Verbrauch von 3.000 kWh in einem 4-Personen-Haushalt noch zu hoch ist, aber ich weiss, dass ich ich noch Spielraum habe.

Die Internetplattform bietet Berechnungen für Beispiel-Haushalte, Stromspar-Tipps und Informationen zu energieeffizienten Produkten. Außerdem werden Partnerprojekte wie die EcoTopTen-Listen, der Stromspar-Check für einkommensschwache Haushalte und die Aktion „1.000 Euro Strom sparen“ vorgestellt. Auch alle Teilnehmer des Runden Tisches werden dargestellt. Erstellt wurde die Internetplattform durch die co2online gemeinnützige GmbH mit fachlicher Unterstützung des Öko-Instituts.

Energiewende, wir fangen schon mal an

Unter dem Motto „Energiewende, wir fangen schon mal an“ startet heute die Aktion „1.000 Euro Strom sparen!“ vom Öko-Institut und dem Nachhaltigkeitsportal von Utopia. Die Aktion informiert Verbraucher über ihre Stromsparpotenziale im eigenen Haushalt und sucht Stromsparer in ganz Deutschland. Die fleißigsten Sparfüchse können 1.000 Euro gewinnen.

Wer es schafft, seinen Stromverbrauch um jährlich 1.000 Kilowattstunden zu reduzieren, mindestens aber um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, kann Geld- und Sachpreise gewinnen, unter anderem zehn Mal 1.000 Euro. Stromsparer können sich auf der Utopia-Website für den Wettbewerb anmelden. Tipps und Sparhinweise gibt es auf der Öko-Institut-Website.

Die Energiewende-Aktion wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesumweltministerium gefördert und deutschlandweit beworben. Zahlreiche Unterstützer wie die Badenova AG und die Gemeinde Denzlingen unterstützen die Aktion auf lokaler Ebene. Auch die vom Bundesumweltministerium geförderte Kampagne „Klima sucht Schutz“ wirbt für die neue Aktion.

Das Öko-Institut bietet umfangreiche Informationsmaterialien und Tipps zum Stromsparen. In einem Blog auf Utopia.de können sich die Teilnehmer auch über die Erfahrungen in ihrem „Stromsparjahr“ austauschen.

250 Euro weniger Stromkosten jährlich

Was möglich ist, zeigt eine Beispielrechnung der Aktion: Ob Duschköpfe, Wasserkocher oder abschaltbare Steckdosenleisten – mit einfachen, aber kostengünstigen Maßnahmen kann so gut wie jeder Haushalt seinen Stromverbrauch deutlich senken. Ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt kann seinen Jahresverbrauch von 3.440 Kilowattstunden um etwa 1.000 Kilowattstunden reduzieren. Jedes Jahr würden so etwa 250 Euro an Stromkosten eingespart – in vier Jahren ein Plus von 1.000 Euro. Voraussetzung dafür wäre lediglich eine Investition von 200 bis 250 Euro für Strom sparende Kleinprodukte.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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