Contracting

Auswärtiges Amt spart dauerhaft Energiekosten durch Contracting

Nach umfangreichen Modernisierungsmaßnahmen spart das Außenministerium in Berlin Mitte ab sofort mehr als ein Viertel seiner Energiekosten. Im Rahmen eines Contracting-Verfahrens wurde unter anderem eine neue Kältetechnik, moderne LED-Leuchten sowie eine Anlage zur solaren Lufterwärmung installiert. Damit spart das Ministerium pro Jahr mehr als 600.000 Euro an Energiekosten und fast 1.800 Tonnen CO2 ein. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat die Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2008 angestoßen und das Ministerium bei der Umsetzung fachlich begleitet.

„Das Auswärtige Amt ist stolz, gemeinsam mit der dena dieses herausragende Projekt mit Leuchtturmcharakter initiiert zu haben“, erklärte Staatsministerin Cornelia Pieper für das Auswärtige Amt. „Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung. Eine Ausweitung des erfolgreichen Energiecontracting-Konzepts an unsere Auslandsvertretungen ist wünschenswert und kann auch über die Grenzen Deutschlands hinweg unsere Vorreiterrolle in Sachen Klimaschutz unterstützen.“

Beim Energiespar-Contracting plant, finanziert und realisiert ein privater Energiedienstleister Effizienzmaßnahmen, um den Energieverbrauch eines Gebäudes zu minimieren. Dadurch sinken sowohl die Energiekosten als auch die CO2-Emissionen. Refinanziert werden die Maßnahmen durch die eingesparten Energiekosten. Für die öffentliche Hand ideal, denn so kann sie ihre Liegenschaften energetisch sanieren, ohne den Haushalt zu belasten. Innerhalb der nächsten zehn Jahre – so lange läuft der Energiespar-Vertrag – hält der Dienstleister die Anlagen instand und optimiert sie weiter. Die Energiekosteneinsparung von 26 Prozent ist dabei vertraglich garantiert.

„Als erstes Bundesministerium, das auf Energiespar-Contracting setzt, übernimmt das Auswärtige Amt eine Vorbildfunktion – und das nicht nur in Deutschland“, betonte Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. „Wir hoffen, dass in Zukunft auch andere Ministerien die Chance, die ihnen dieses Einsparmodell bietet, erkennen und nutzen.“

Das Besondere am Auswärtigen Amt ist nicht nur seine Vorreiterrolle. Auch die Ausgangssituation war einzigartig: Das geschichtsträchtige Gebäudeensemble in Berlins Mitte besteht aus einem erst vor wenigen Jahren generalsanierten Alt- und einem Neubau und war somit technisch auf hohem Niveau. „Das Beispiel Auswärtiges Amt zeigt eindrucksvoll, dass sich Contracting auch in solchen öffentlichen Gebäuden lohnen kann, die ihre Einsparpotenziale nicht auf den ersten Blick offenbaren“, so Stephan Kohler.

Weitere Informationen zum Contracting-Projekt im Auswärtigen Amt sowie andere gute Beispiele zum Energiespar-Contracting finden Interessierte unterwww.kompetenzzentrum-contracting.de .

Das Modell Energiespar-Contracting: Ein Contractor sorgt mit umfassenden Effizienzmaßnahmen dafür, dass der Energieverbrauch und damit die Energiekosten sinken. Für seine Dienstleistungen und Investitionen erhält er einen Teil der Kosteneinsparung. Grafiken zum Energiespar-Contracting (pdf).

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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