IT

Verbraucher müssen besser über umweltfreundliche Computer und sparsame Nutzung informiert werden

Kurz bevor in Hannover mit der Cebit die wichtigste Messe für die digitale Industrie ihre Tore öffnet, weist das Kampagnen-Bündnis energieeffizienz –
jetzt! auf die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien für den Umweltschutz hin: Computer, Drucker, Monitore, Internet- und E-Mail-Nutzung tragen mit mehr als sechs Prozent zu den gesamten Umweltauswirkungen privater Haushalte bei. Durch die sparsame Nutzung von umweltfreundlichen Geräten lässt sich dieser Beitrag erheblich senken.

Dr. Dietlinde Quack, IT-Expertin am Öko-Institut, fordert deshalb: „Hersteller und Handel müssen Verbraucher am Point of Sale umfassend über effiziente IT-Geräte und die Möglichkeiten ihres umweltfreundlichen Gebrauchs informieren. Das geschieht bisher noch völlig unzureichend und es mangelt an geschultem Verkaufspersonal.“

Sie kritisiert außerdem: „Das Angebot an umweltfreundlichen Geräten für den Privatbereich ist immer noch klein. Zudem ist nur ein Teil davon für Verbraucher klar gekennzeichnet.“ So gibt es bisher nur wenige oder gar keine Produkte auf dem Markt, die den Blauen Engel tragen. Aktuell bietet lediglich der „Energy Star“ eine gute Orientierung bei der Auswahl von energiesparenden Geräten. Doch auch hier sind nicht alle empfehlenswerten Produkte gelabelt. „Wir wünschen uns von den Herstellern daher mehr Engagement, Geräte, die anspruchsvolle Umweltkriterien erfüllen, auch kennzeichnen zu lassen.“

Steffen Holzmann, Leiter des Projekts ecoIT zur Förderung klimafreundlicher Informationstechnik bei der Deutschen Umwelthilfe, schließt sich dieser Forderung an und ergänzt: „Da die IT-Industrie zu wenig Gebrauch von den freiwilligen Zertifizierungsmöglichkeiten ihrer Produkte macht, sollte die EU-Kommission zumindest eine Kennzeichnung des Energieverbrauchs vorschreiben. Das EU-Energieeffizienz-Label wird aktuell überarbeitet. Es bietet sich also die Chance, Computer und Monitore sowie Server als neue Produktgruppen aufzunehmen.“

Christian Noll, Energie-Campaigner beim BUND, sagt: „Es reicht sicher nicht aus, wenn sich weiterhin wenige Hersteller mit einer kleinen Auswahl
„grüner“ Produkte schmücken. Die EU-Kommission muss strenge Ökodesign-Anforderungen an IT stellen. Verbraucher und Umwelt müssen geschützt werden, indem Energie und Ressourcen verschwendende Angebote vom Markt verschwinden.“

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Andreas Kühl

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