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Schlagwort: wärmelieferung

Kommunale Nahwärme ist eine Chance für Wärmewende und Bürgerenergie

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kommunale Nahwärme
Wachsendes Interesse von Kommunen an Versorgung mit Nahwärme, Grafik: Agentur für Erneuerbare Energien

Zunehmend wird das Feld der kommunalen Nahwärmeversorgung für die Energiewende erschlossen. Auch für die Bürger-Energiegenossenschaften kann die Nahwärme ein neues Betätigungsfeld werden, um die Energiewende im Wärmesektor voran zu bringen. Das Potential im Wärmesektor ist schließlich noch groß, viele Kommunen sind daran interessiert und der Wärmemarkt ist nicht so stark reguliert wie der Stromsektor. Viele spricht dafür, dass Nahwärmenetze künftig eine größere Rolle spielen werden. Doch die praktische Umsetzung ist auch sehr komplex, benötigt erfahrene Partner und die Kommune, um das Projekt mit lokaler Wärme erfolgreich an die Hausbesitzer zu bringen. Im folgenden Beitrag etwas Hintergrund zum Thema kommunale Nahwärme, ein paar Zahlen, etwas zu den verwendeten Technologien und ein paar praktische Beispiele. … den ganzen Artikel lesen »

Drei Berliner Kliniken erhielten Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“

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Energiesparen im Krankenhaus, Quelle: pixabay
Energiesparen im Krankenhaus, Quelle: pixabay

Für ihre nachhaltigen Energiekonzepte und die engagierte Umsetzung von Maßnahmen mit Unterstützung von Energiesparpartnern hat der BUND das Franziskus-Krankenhaus und das Krankenhaus Bethel Berlin erstmalig mit dem Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ aus. Außerdem verlängerte der BUND das Zertifikat für das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe um weitere fünf Jahre. 

Der BUND verleiht seit 2001 das Gütesiegel an Kliniken, die ihren Energiebedarf stark senken und damit einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. In Berlin gehören damit zehn Kliniken zu den Best-practise-Beispielen für grüne Krankenhäuser. 

Heizungsmodernisierung und Energiesparpartnerschaften

Das Krankenhaus Bethel Berlin hat seinen Energieträger von Heizöl auf Erdgas umgestellt, nutzt Wärme und Strom aus einem Blockheizkraftwerk und hat eine Energiesparpartnerschaft mit der Hochtief Energy Management GmbH abgeschlossen, um weitere Modernisierungen bei der Wärmeversorgung, Beleuchtung und im Energiemanagement zu finanzieren. Damit realisierte das 270-Betten-Haus in Berlin-Lichterfelde eine kontinuierliche Senkung des Energieverbrauchs. Es ist damit im Durchschnitt um mehr als ein Fünftel energieeffizienter als andere deutsche Krankenhäuser vergleichbarer Größe. So senkte es den Ausstoß an CO2 in den letzten fünf Jahren um gut 480 Tonnen. 

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Schornsteinfeger stellen nahezu 1,3 Mio. Mängel an Heizungsanlagen fest

So neu sind diese Ergebnisse nicht, aber wie kann man diese Mängel an Heizungsanlagen beheben? Welche wirtschaftliche Lösung ist besonders geeignet? Staatliche Förderung oder Wärmelieferung durch einen Dienstleister, bei dem sich der Hausbesitzer um nichts mehr kümmern muss?  

Jährlich untersuchen Bezirksschornsteinfeger fast 14 Millionen Heizanlagen bundesweit und decken dabei nahezu 1,3 Millionen Mängel auf. Ebenso wurde 2010 festgestellt, dass ca. 8 % der Heizungsanlagen älter als 27 Jahre sind und somit ersetzt werden müssen.

Heizkessel mit einer Nennleistung von 4 bis 25 KW dürfen nicht mehr als 11 % Abgasverlust zeigen, Anlagen > 25 bis 50 KW nicht mehr als 10 % und Anlagen > 50 KW nicht mehr als 9 % Verluste aufweisen.

Neben den Anforderungen der Bundesimmissionsschutz-Verordnung sehen sich Gebäudeeigentümer mit zahlreichen weiteren gesetzlichen Regelungen konfrontiert. Dazu gehören u.a. die Energieeinsparverordnung oder das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz.

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Mehr BHKW-Ausbau, Contracting und virtuelle Kraftwerke statt Atomkraft

Der Verband für Wärmelieferung e.V. fordert Taten statt Worte und mehr Förderung für BHKW und Contracting:

Atomkraft ist überholt und bedarf einer dringenden Ablösung. Spätestens seit dem jüngsten Vorfall im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind die möglichen und  äußerst weitreichenden Gefahren dieser Technologie präsenter, als sie es jemals waren. Bei der Suche nach alternativen Lösungen bietet sich die Energieversorgung von Häusern und Wohngebieten mit Blockheizkraftwerken (BHKW) an, weil dieses Verfahren hohe Energieeffizienz ohne großen Netzumbau ermöglicht.

Wärme- und Stromlieferung mittels BHKW-Technik bietet eine weite Palette von Vorteilen, die sich inzwischen nicht nur Inhaber großer Industrieanlagen zunutze machen können. Denn Blockheizkraftwerke sind sowohl zur Deckung der Grundlast von einzelnen Gebäude- und Mietkomplexen als auch von ganzen zusammenhängenden Wohngebieten geeignet. Durch die vielfältigen Gerätespezifikationen lassen sich die Anlagen auf die individuellen Bedürfnisse des vor Ort gegebenen Energiebedarfs ausrichten. Somit wird die passende Anlage zur Nutzungsstruktur ausgesucht, und nicht umgekehrt. Auch an anderer Stelle überwiegen die Vorteile gegenüber herkömmlichen Energienutzungsanlagen, wie z.B. Gas-und-Dampf-Kombikraftwerken. Im Gegensatz zu großen Anlagen dieser Art entfällt bei der Realisierung lokaler BHKW-Netze ein großer und langwieriger Planungs- bzw. Genehmigungsaufwand.  Dazu passt, dass lokale BHKW-Anlagen direkt ins lokale Niederspannungsnetz einspeisen können und dadurch Atomstrom ersetzen können, ohne dass das Netz ausgebaut werden muss, wie z. B. im Falle von Wind- oder Wasserkraft . Mehrere BHKW-Anlagen können zu einem virtuellen Kraftwerk zusammengeschaltet werden. Darum: Atomkraftwerke abschalten und virtuelle Kraftwerke einschalten!

Bei der Realisierung einer Versorgungsstruktur mit BHKW sollten Interessenten auf Fachkompetenz und Know-How eines Energiedienstleisters bauen. Er kennt sich mit Vertragswerk und der umfangreichen Rechtslage aus, kennt Planungs- und Kostenaufwand genau, weiß welche Anlage geeignet ist, kümmern sich um die fortwährende Wartung und ist Ansprechpartner für alle weiteren Fragen, die mit der Zeit auftreten können. Deshalb empfiehlt der Verband für Wärmelieferung e. V. die Installation einer BHKW-Anlage mit einem seiner ausgebildeten 270 Mitglieder, damit die die Anlage vom ersten bis zum letzten Tag effizient, sicher und stressfrei arbeitet.

Informationen zur BHKW-Technik und passenden Contractoren sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.

Bundesrat beschliesst neue Heizkostenverordnung ohne kritische Regelungen für Solarthermie.

Im Rahmen der 847. Plenarsitzung des Deutschen Bundesrates am 19.9.2008 wurden zahlreiche Änderungen der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) beschlossen. Der ursprüngliche Entwurf, welcher im Juni vom Bundeskabinett beschlossen wurde, enthielt eine für Contractoren problematische Regelung, nach der Wärme, welche durch Solar erzeugt wurde, gesondert erfasst werden muss und nicht bei der Berechnung der Heizkosten berücksichtigt werden darf!

Nach Ansicht des Verbandes für Wärmelieferung e.V. wäre die Konsequenz daraus gewesen, dass zukünftig Contractingprojekte hinsichtlich der Preisgestaltung Restriktionen unterliegen, die den Zielsetzungen der Bundesregierung widersprechen. Der Ausbau von thermischen Solaranlagen für Wohnimmobilien wäre nicht weiter forciert wurden, da die Refinazierung der Technik ausschliesslich über den Grundpreis hätte erfolgen müssen. Die hätte dazu geführt, dass Contractingprojekte mit solarthermischen Anlagen wirtschaftlich an Attraktivität verloren hätten und damit vermindert realisiert worden wären.

Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) und der Verband für Wärmelieferung e.V. (VfW) hatten im Vorwege der Beratungen im Bundesrat den zuständigen Ausschuss und die zuständigen Bundesministerien sowie Länder-Ministerien auf die möglichen Fehlentwicklungen hingewiesen. Diese Hinweise haben Beachtung gefunden. Die problematischen Sätze 6 bis 9 des § 9 Abs.1 HeizkostenV sind aus dem Änderungsentwurf gestrichen worden, sodass bei Contractingprojekten ein Teil der Investition auch durch Erlöse aus der Lieferung von Solar-Wärme refinanziert werden kann.

Hier sind die BSW/VfW-Stellungnahme, das Protokoll der Plenarsitzung und weitere Dokumente zur näheren Erläuterung erhältlich.

  • Stellungnahme des VfW und BSW zur geplanten Änderung der Heizkostenverordnung (pdf-Datei)
  • Beschluss des Bundesrates »Verordnung zur Änderung der Verordnung über Heizkostenabrechnung« (pdf-Datei)
  • Erläuterungen: Verordnung zur Änderung der Verordnung über Heizkostenabrechnung (pdf-Datei)
  • Plenarprotokoll (pdf-Datei)

Aktuelle BGH-Entscheidung zum Contracting

Der Bundesgerichtshof hat am 28.11.2007 eine weitere Entscheidung zum Contracting getroffen (VIII ZR 243/06), die sich in die Reihe der jüngeren Entscheidungen eingliedert.

Gestritten wurde darüber, ob der Mieter Nachzahlungen auf die Wärmelieferungskosten mit dem Argument verweigern kann, dass der Vermieter bei der Auswahl des Wärmelieferanten nicht den billigsten örtlichen Anbieter genommen hat. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofes ist der Vermieter verpflichtet, bei der Auswahl eines Contractors darauf zu achten, dass ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis besteht. Er muss also nicht den allerbilligsten Anbieter nehmen, darf aber auch nicht ohne Grund einen teuren Anbieter auswählen. Diese Pflicht besteht im Moment der Auswahl des Contractors. Ist die Entscheidung einmal getroffen, so ist sie von allen später hinzu kommenden Mietern zu akzeptieren.

Im konkreten Fall prüfte der BGH gar nicht, ob ein angemessenes Kosten-Nutzen-Verhältnis vorlag, weil der Mieter erst eingezogen war, als der Wärmelieferungsvertrag schon bestand. Wegen der langen Laufzeit bestand auch keine Chance des Vermieters, den möglicherweise mit hohen Preisen verbundenen Vertrag zugunsten einer geringeren Kostenbelastung der Mieter in der streitigen Abrechnungsperiode zu beenden. Die Mieter müssen also die Wärmelieferungskosten tragen, die sich aus einem Wärmelieferungsvertrag ergeben, der bei ihrem Einzug schon bestand, auch wenn es sich nicht um einen günstigen Anbieter handelt. Vom Vermieter können sie nur verlangen, dass er die erste sich bietende Kündigungsmöglichkeit nutzt, um dann eine Versorgung zu günstigeren Preisen zu vereinbaren.

Unstrittig war im vorliegenden Fall, dass der Mieter grundsätzlich verpflichtet ist, die Kosten der Wärmelieferung zu tragen. Dies war im Mietvertrag ausdrücklich so vorgesehen.

Das geschäftsführende Vorstandsmitglied des Verbandes für Wärmelieferung e.V. Birgit Arnold äußerte sich dazu: „Die wirtschaftliche Umstellung auf Contracting wird durch den Markt geregelt, denn welcher Vermieter besitzt Objekte in einer Lage, die als immer vermietbar gilt, egal welchen Preis man nimmt, was heißt, dass der Vermieter den Gesamtpreis seines Vermietobjektes so gestalten muss, dass die Sache auf Dauer vermietbar bleibt. So muss er der Vermietbarkeit halber auch einen Contractor auswählen, der vernünftige Preise macht.“

Weitere Informationen sind unter www.energiecontracting.de erhältlich.