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Die Liste der verschiedenen Label für Ökostrom und was sie bedeuten

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Grüner Strom, Quelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de Wer etwas für sein Gewissen tun möchte, und unter Umständen auch für den Geldbeutel, wird sich Gedanken machen über einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Dass man damit sogar Geld sparen kann, habe ich erst vor ein paar Tagen in einem Artikel gezeigt, bei Interesse einfach mal den energynet.de – Stromrechner anwerfen und sich die Preise anzeigen lassen. Wie weiß man jetzt aber, ob das Angebot auch wirklich Ökostrom anbietet? Welcher Energieversorger liefert wirklich Ökostrom? Wie kann man sich weiter informieren? Auf wen und auf was kann man sich verlassen? Es gibt für Ökostrom verschiedene Label, die etwas über das Angebot aussagen und anhand dessen man schnell und einfach abschätzen kann, was die Schwerpunkte des Angebots sind und warum sich der gelieferte Strom Ökostrom nennt. Liste der Label für Ökostrom mit ihren Bedeutungen Alle Informationen stammen von den Anbietern selbst. weiterlesen ›

Mit Umweltinformationen Punkte sammeln

Es gibt viele interessante Neugründungen im Bereich grüner Technologien. Die internationale Konferenz für Smart Green BusinessEcosummit 2012, vom 22. – 23. März 2012 in Berlin, prämiert mit dem Ecosummit Award die besten intelligenten grünen Unternehmen in Europa. Die Veranstaltung lockt 400 Topmanager von Investoren, Startups, Konzernen und Energieversorgern in die Hauptstadt. In einer losen Serie stelle ich die nominierten Unternehmen und ihre Technologien vor. Im zweiten Teil geht es nicht um ein Technologie-Unternehmen, sondern um Umweltinformationen und die Erfahrbarkeit für Kunden. Das französisches Unternehmen MyCO2 SAS macht die Umweltwirkungen von Produkten der Kunden greifbar für die Endkunden, z.B. mit einem Bonusprogramm, das nachhaltiges Verhalten belohnt und dafür exklusive Angebote bereithält. Das Angebot des Unternehmens besteht im wesentlichen aus der Untersuchung der Umweltwirkungen der Produkte von Händlern und Herstellern und die verständliche Sichtbarmachung für den Endkunden mit einem eigenen Label. Den Kunden soll es damit ermöglicht werden eine strategische Führungsrolle in nachhaltiger Unternehmensentwicklung einzunehmen. Die Kriterien sind mir allerdings nicht bekannt und auch nicht wie weit die Untersuchungen in die Tiefe gehen, es scheint mir aber dennoch ein Schritt in die richtige Richtung – zur Angabe des ökologischen Fußabdrucks eines Produktes – zu sein. Green Points ist das erste Bonusprogramm, das auf  sozialen und ökologischen Kriterien beruht. Es wird nicht nur der Einkauf an sich belohnt, vielmehr einen Einkauf oder eine Aktion nach den genannten Kriterien. Einbezogen in das Programm sind Unternehmen, Städte und Gemeinden (bisher nur aus Frankreich), die ihre Kunden, bzw. Bewohner, informieren, sie zu sozial-ökologischem Verhalten anregen und sie belohnen möchten. Wer Produkte mit einem einem Öko- oder Fairtrade-Label kauft, erhält für je 2 € einen Green Point. Die Mülltrennung wird von der lokalen Verwaltung mit 5 bis 50 Green Points belohnt. Weitere Aktionen, die belohnt werden, sind die Teilnahme am Autoteilen, sparen von Papier, Kauf von energiesparenden Haushaltsgeräten und die Installation energiesparender Haustechnik. Einlösen kann man die Green Points in Partnerunternehmen, die wie bei anderen Bonusprogrammen, entsprechende Angebote bereithalten. Klingt sehr interessant, und ich frage mich, warum es so etwas noch nicht bei uns gibt und ich bin gespannt, ob dieses Konzept auch in Deutschland angeboten wird. Teil 1: Spanisches Unternehmen macht gebäudeintegrierte Photovoltaik attraktiver. Alle Artikel der Serie über die nominierten Unternehmen zum Ecosummit Award 2012.

Auf Mogelpackungen bei Stromangeboten achten

Darauf falle ich nicht mehr rein, habe schließlich oft genug hier auf die Mogelpackungen bei Ökostrom hingewiesen.

Unter dem Namen “Ökostrom” werden zahlreiche Produkte angeboten, die dieses Prädikat nicht verdienen. Dies ist das Ergebnis einer im Auftrag von Greenpeace erstellten Studie des Energiewissenschaftlers Uwe Leprich, Professor der Hochschule Saarbrücken. Viele Ökostrom-Geschäftsmodelle der Energiekonzerne basieren lediglich auf dem Handel mit Herkunfts-Nachweisen wie RECS-Zertifikate (Zertifikate zur Kennzeichnung von Strom aus erneuerbarer Energien). Dabei kauft ein Stromunternehmen zum Beispiel in Skandinavien billige Zertifikate für Öko-Strom aus Wasserkraft, nicht jedoch den Strom selbst. In Deutschland wird dann der konventionelle Strom mit den Zertifikaten zu Öko-Strom umdeklariert.

“Viele Energiekonzerne betreiben nichts anderes als Greenwashing”, sagt Andree Böhling, Energie-Experte von Greenpeace. “Wenn ganze Städte, so wie es in Kassel, Friedrichshafen und Saarbruecken der Fall war, ohne Aufpreis über Nacht auf Öko-Strom umstellen, sollten die Kunden stutzig werden. Jedem muss bewusst sein, dass es Ökostrom nicht zum Nulltarif gibt. Schliesslich ist er mit zusätzlichen Investitionen in umweltfreundliche Kraftwerke verbunden.”

Die Greenpeace-Studie nennt zwei zentrale Kriterien für echte Öko-Strom-Angebote: Investitionen des Stromanbieters in neue
Öko-Kraftwerke und detaillierte Informationen über die tatsächliche Herkunft des Stroms. Die Studie empfiehlt auch die Einführung eines einheitlichen Labels für Öko-Stromprodukte. Das heutige Nebeneinander verschiedener Zertifikate sei laut Studie zu verwirrend.

Bis es ein solches Label gibt, sollten Öko-Stromkunden ihren Anbieter genauer unter die Lupe nehmen. “Es gibt mittlerweile sehr viele Trittbrettfahrer auf dem Strommarkt. Besonders dreist versucht der Energiekonzern RWE, seine Kunden hinters Licht zu führen”, so Böhling, “wer glaubt, Atomstrom sei ökologisch, ist auf die gezielte Kampagne der Atomlobby reingefallen.” RWE wirbt in einer groß angelegten Kampagne für einen so genannten ,Pro Klima’-Tarif, bei dem Atomstrom als Öko-Strom
angepriesen wird.

Guter Ökostrom wird laut Studie von Unternehmen angeboten, die nachweislich alle Anstrengungen auf den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke, ohne Atom- und Kohlestrom lenken. Informationen und Empfehlungen von Ökostromanbietern gibt es bei “Atomausstieg selber machen”, einer Initiative zahlreicher Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen.

Energieeffizienz von Wärmepumpen auf einen Blick erkennen

Im vergangenen Herbst hat die Initiative EnergieEffizienz Wärmepumpe ein Label zum Energieverbrauch und der Umweltfreundlichkeit von Wärmepumpen vorgestellt, das ich jetzt verspätet, aber immer noch aktuell, im folgenden Text vorstelle.

Energieeffizienz von Wärmepumpen

Ziel dieses Labels ist, bei der Energieeffizienz einer Wärmepumpe für mehr Transparenz zu sorgen. Es lässt den Verbraucher schon im Vorfeld erkennen, welche Güte die Wärmepumpe hinsichtlich des Energieverbrauchs besitzt. Genau wie bei den Label der Europäischen Kommission für Haushaltsgeräte werden erstmals Wärmepumpen nach Klassen A für sehr effizient bis F für weniger effizient bewertet.

Unter dem Namen “Initiative EnergieEffizienz Wärmepumpe” haben sich führende Hersteller und Institutionen zusammen geschlossen. Das gemeinsame Label baut auf dem Prüfreglement zum Internationalen Gütesiegel für Wärmepumpen DACH auf und erweitert diese Anforderungen um Kriterien, die für die Klassifizierung auf Basis des Energieverbrauchs notwendig sind.

Bisher gibt es keine vollziehbaren Ansätze auf nationaler oder europäischer Ebene zu Leitlinien und Normen zur Energieetikettierung von Wärmepumpen. Diese Initiative schafft Regularien zur Festlegung und Durchführung eines Energieeffizienzlabels für Wärmepumpen. Der letztlich alleinige Maßstab für die Güte einer Wärmepumpe müssen die durch ihren Betrieb entstehenden CO2-Emissionen sein. Diese sind systemunabhängig und dienen gleichzeitig zum Vergleich mit anderen Heizsystemen.

Die Bewertung der Wärmepumpen anhand von Jahresarbeitszahlen, wie sie etwa zur Förderung verlangt wird, ist an sich ungeeignet. Die Jahresarbeitszahl ist das Verhältnis von erzeugter Heizwärme zum eingesetzten Strom über den Zeitraum eines Jahre. Sie ist aber nicht reproduzierbar, da sie von äußeren Einflüssen wie dem Gebäude, den Heizflächen, dem Nutzerverhalten oder auch dem Wetter abhängig ist. Ein höherer COP (Coefficient of Performance) führt dagegen automatisch auch zu einer höheren Jahresarbeitszahl und ist verifizierbar. Der COP (= Leistungszahl) ist das Verhältnis von abgegebener Wärmemenge zu dem dafür benötigten Strom zu genormten Prüfpunkten, z.B. A2/W35 für Luft (Air) = +2°C und Heizungswasser (Water) zu +35°C bei Luft-Wasser-Wärmepumpen.

Zur Erlangung des Labels wird eine vollständige technische Prüfung nach dem DACH-Wärmepumpen-Prüfreglement verlangt.
Diese Prüfung muss bei einer autorisierten Prüfinstitution durchgeführt worden sein. Nur damit ist gewährleistet, dass tatsächlich und richtig gemessen wurde und die Angaben zum COP nachvollziehbar sind.

Die Effizienz wird anhand der EnergieEffizienzGröße (EEG) ermittelt, die aus den COP der jeweiligen Geräte bestimmt und um den energetischen Aufwand zur Wärmequellenerschliessung erweitert wird. Zur Bestimmung der Effizienzklasse dient die CO2-Emission in g CO2 pro kWh Heizwärme bezogen auf die durchschnittliche Emission der europäischen Stromerzeugung, derzeit ca. 480 g/kWh Strom. Das Label gilt für Elektro-Wärmepumpen mit den Wärmequellen Erdreich, Wasser und Luft. Auf der Website der Initiative befindet sich ein Labelrechner, der es gestattet mit der Eingabe der vermessenen COP leicht die jeweilige Effizienzklasse des Gerätes zu ermitteln.

via Umweltenergie- und Umweltwärmeblog