Bioenergie erneuerbare energien Stromspeicher

Hybridkraftwerk mit völlig neuen Bausteinen gestartet

Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl
Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl
Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl
Solarpark im Havelland (Brandenburg), Foto: Andreas Kühl

Die Volatilität der erneuerbaren Energien wird noch oft als das große Problem dargestellt, dadurch wäre keine sichere und zuverlässige Energieversorgung. Doch es gibt mittlerweile einige Versuche und Projekte mit mehreren Energieträgern zu einem Kombikraftwerk dem entgegenzuwirken oder durch bessere Planung das Angebot zu optimieren bzw. entsprechend dem Bedarf intelligent verschiedene Stromerzeugungsarten zu verbinden.

Die Zahl der Projekte nimmt stetig zu und das ist auch wichtig um bei einem Anteil von über 25 Prozent an der Stromversorgung dauerhaft bestehen zu können, und um Strom aus erneuerbaren Energien marktgerecht anbieten zu können.

Ein neues Projekt wurde Anfang November von der  Eurosolid Power Systems AG im Technologiezentrum Ostvorpommern, Anklam, eingeweiht. Ich habe aber erst letzte Woche davon erfahren, daher kommt erst jetzt die Vorstellung des Projektes. In diesem Hybridkraftwerk wurden völlig neue Technologien verbunden, die zeigen welche Innovationen die Energiewende hervorbringen kann. Neben einem 11 MW-Solarkraftwerk und Kleinwindanlagen kommen Batteriespeicher-Systeme und die hydrothermale Carbonisierung von Biomasse zum Einsatz.

Neue Form der Biokohle

In der Anlage zur Hydrothermalen Carbonisierung von Biomasse – kurz HTC-Anlage – sollen künftig jährlich rund 8000 Tonnen Biokohle produziert werden. Biokohle ist lagerfähig und in der energetischen Verwertung sehr flexibel. Einerseits kann die Biokohle zur Substitution von fossilen Brennstoffen eingesetzt werden. In Form von Pellets bietet der CO2 neutrale Energieträger einen hohen spezifischen Energieinhalt von bis zu 8 kWh/kg. Andererseits kann Biokohle zur bedarfsgerechten Verstromung genutzt werden. Einen ausführlichen Artikel mit Beschreibung der hydrothermalen Carbonisierung gibt es im Blog BiomassMuse.

Batteriespeicher der Megawattklasse

Erstmals hat Eurosolid ihren Megawatt Stromspeicher der Öffentlichkeit vorgestellt. Das LiFePO4-Batteriesystem mit rund 1000 kW Leistung und einer Speicherkapazität von über 1000 kWh ist der Grundbaustein für den Bau von kommerziellen Batterie Kraftwerken für den Regelenergiemarkt. In Kooperation mit Vattenfall Europe AG errichtet Eurosolid bis Ende 2012 ein 2 MW Batterie Kraftwerk für Primär- und Sekundärregelleistung in Berlin. „Batterie Kraftwerke für Regelleistung sind im Vergleich zu konventionellen Kraftwerken besonders effizient und klimafreundlich“, erläutert Prof. Dr. Norbert Menke, Vorstandsvorsitzender der Eurosolid Power Systems. Nach einer Untersuchung der BTU Cottbus und des Berliner Climate-KIC liegt die jährliche CO2 Einsparung bei bis zu 2.500 Tonnen je Megawattbatterie.

Die Stromspeicher von Eurosolid reichen von Megawatt bis in den Bereich von wenigen Kilowatt. Bei Stromrichtertechnik und Steuerung setzt das Unternehmen ausschließlich auf bewährte Industriestandards von einem deutschen Marktführer. „Mit diesem Konzept zur Stromspeicherung eröffnen sich vielfältige Anwendungsgebiete in allen Bereichen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette“, so der langjährige Vorstand eines Stadtwerkes. Anwendungen der Speichertechnik sieht er in der Verstetigung der Einspeiseleistung von großen Solar- und Windkraftwerken, in der Optimierung der Übertragungskapazität von Stromnetzen und vor allem in der bedarfsgerechten Integration lokaler Stromerzeugung und der Bereitstellung von Netzdienstleistungen auf der Verbraucherseite.

Vollständiger Bericht bei eurosolid

 

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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