Lithium-Ionen-Batteriemodul mit (elektronischem) Batteriemanagement. Das Fraunhofer ISE entwickelt Speichersysteme für Solarstrom, deren Lebensdauer jener von Photovoltaikanlagen angepasst ist. ©Fraunhofer ISE

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3 Kommentare

  1. Der Ausbau von Batteriespeichern, gerade in Zusammenhang mit Solaranlagen, ist sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Erlauben Sie mir bitte dennoch dazu ein paar Zahlen :

    Der Bedarf von Stromspeichern in Deutschland, wenn wir es mit der Energiewende wirklich ernst meinen und >80% EE-Anteil erreichen wollen, wird auf ca. 10 – 50 TWh (T = 10 Exp 12) geschätzt. Die Kosten von Batteriepspeichern im Heimbereich liegen derzeit bei ca. 2 – 3 ,- € / Wh, bei größeren Batterie-Containern bei ca. 1,- € / Wh, sollen aber bis 2030 auf ca. 0,5- € / Wh, und dann langsam weiter sinken. Wenn wir kurz das ideale Szenario annehmen wollen, also nur 10 TWh und 0,5- € / Wh, benötigen wir bis 2050 (Ziel : 80% EE-Anteil) also ca. 5.000 Mrd. € um die benötigten Speicher in Form von Batterien zu realisieren. Zum Vergleich, die derzeitige Staatsverschuldung Deutschlands beträgt ca. 2.000 Mrd. €.

    Bei einer durchschnittlichen Lebendauer von 5 – 8 Jahren für die Batterien, muss dieser Betrag dann regelmässig immer wieder aufgebracht werden. Ich stelle den Sinn der Batterie-Förderung sicher nicht in Frage, die E-Mobilität wird kommen und Deutschland sollte als Hochtechnologieland an der Spitze der Batterie-Entwicklung stehen, es sollte aber jedem klar sein dass wir – nur mit Batterien ! – die Energiewende nicht schaffen können.

    Dann doch lieber der Lageenergiespeicher von Dr. Heindl, oder große Pumpspeicherwerke in Norwegen oder den Karpaten, das wäre sicher bedeutend billiger 😉 …..

    Das gute an der Batterie-Förderung ist, dass der Markt für Stromspeicher jetzt endlich in Bewegung kommen wird ! Für unser eigenes Projekt haben wir bisher 58 (!) VC-Firmen kontaktiert, alle mit dem Label ‚Cleantech‘ auf deren website, uns bisher nur Absagen bekommen. Wenn die Energiewende gelingen soll, und zwar richtig, und nicht mit Französischem oder Tschechischem Atomstrom aus Österreichischen oder Schweizer PSPs, dann müssen wir JETZT die Grundsteine dafür legen, und entsprechend in die Forschung investieren. Das 6. Energieforschungsprogramm des Bundes ist dazu schon sehr gut, aber ohne die entsprechenden Seed-Finanzierungen für die andere Hälfte der benötigten Mittel kommt man damit leider auch nicht viel weiter 🙁 …..

    mfG aus Hamburg

    C. Wiesner
    ROTOKINETIK UG (in Gründung)

    1. Batteriespeicher sind nur ein kleiner Teil der benötigten Speicher. Herr Wiesner, in einem anderen Kommentar hatten Sie schön die verschiedenen Speichertypen anhand der Speicherdauer erklärt und in allen diesen Bereichen benötigen wir Speicher für eine funktionierende Energiewende. Die Batteriespeicher berücksichtigen die Interessen der Betreiber von PV-Anlagen und haben auch, wie in dem Artikel beschrieben, noch weitere netzdienliche Funktionen, ohne diese würden die Batterien keinen Sinn machen.

      Wir brauchen aber noch weitere Technologien und dürfen uns nicht nur auf Batterien beschränken, wenn die Energiewende ein Erfolg werden soll. Da muss sich noch mehr bewegen in der Politik.

      VC´s werden wohl erst einsteigen, wenn sie sehen, dass man richtig Geld mit Energiespeicher verdienen kann, soweit sind wir aber noch nicht.

      Werden Sie auf einer der zahlreichen Speicherkonferenzen sein?