Bauen Best-Practice

Hotel mit Null-Energie-Bilanz in Wien

Präsentation Haustechnik

Wieder ein positives Beispiel von dem ich gerne berichte, das zeigt, was alles machbar ist – wenn man nur möchte. Ich hoffe, ich finden noch mehr solche Beispiele.

Das Wiener Boutiquehotel Stadthalle wird um einen Zubau mit Null-Energie-Bilanz erweiter. Mit Photovoltaik- und Solaranlage, Windrädern und Wärmepumpe wird das erste Null-Energie-Hotel der Welt im urbanen Bereich betrieben.

Präsentation HaustechnikIm November 2009 wird der Null-Energie-Zubau mit 38 Zimmern eröffnet. Doch bereits jetzt gibt es unzählige Anfragen und Reservierungen. Der neue Teil des Hotels wird eine Null-Energie-Bilanz aufweisen. Er wird seine Energie aus dem Nutzen des Grundwassers beziehen, die Toilettenspülungen aus dem Regenwasser speisen, Wasser durch eine Solaranlage erwärmen und Strom mit einer Photovoltaik-Anlage sowie zwei Windrädern auf dem Dach gewinnen. Das Energiegewinnungskonzept des Anbaus wird mindestens genau soviel Energie erzeugen, wie verbraucht wird. Reitterer wird rund 4,5 Millionen Euro in den Um- und Zubau des Boutiquehotels Stadthalle investieren. Der Rohbau steht, rund 50 % der neuen Photovoltaikanlage sind bereits installiert. Das Hotel Stadthalle zeichnet „eine eigene Art von Umwelt-Charme aus. Diesen leben wir und ziehen ihn bis zum kleinsten Detail durch,“ so Michaele Reitterer, Eigentümerin des Boutiquehotels Stadthalle.

Umweltschutz wird seit jeher im Hotel Stadthalle groß geschrieben. Bereits jetzt werden die 44 Zimmer mit Warmwasser aus der 130 m² großen Solaranlage versorgt. Das Regenwasser wird vom Dach geleitet und für die Bewässerung des Garten und der Gründächer genutzt. „Ich bin überzeugt mit unserem Betrieb einen wichtigen Beitrag für den Klima- und Umweltschutz zu leisten“, ist die Eigentümerin überzeugt. Und die Auszeichnungen geben ihr Recht. Das Boutiquehotel Stadthalle wurde bereits mit dem Umweltzeichen der Republik Österreich und als erstes Hotel in Wien mit dem EU Umweltzeichen ausgestattet. Im Frühjahr 2009 kam noch der Umweltpreis der Stadt Wien dazu.

Laut demWochenjournal wieninternational.at werden folgende Maßnahmen durchgeführt:

Ab dem 1. Obergeschoß wird die Gebäudehülle auf Passivhaus-Niveau mit einem Heizwärmebedarf von 9 kWh/m2 gebracht. Das Grundwasser wird in Zukunft per Wärmepumpe zur Energienutzung verwendet. Strom wird durch die 77 m2 große Photovoltaikanlage und zwei Windräder auf dem Dach erzeugt. Das Regenwasser wird zusätzlich zur Gartenbewässerung auch für die Toilettenspülungen genutzt. Mit dem Energiegewinnungskonzept des Anbaus wird mindestens genauso viel Energie erzeugt, wie verbraucht wird. Wann die Hoteleigentümerin finanziell von dieser großen Investition profitieren wird? „Die Investition wird sich in etwa acht bis neun Jahren rechnen“, gibt der zuständige Energieplaner Ing. Gerhard Heiling an.

Aktuelle Informationen zum Hotel gibt es im schön gemachten Blog des Hotels.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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