Brennstoffzelle

Energiekosten reduzieren mit Brennstoffzellen

Brennstoffzellen zum Einsatz in der Beheizung von Wohnhäusern wird es erst in einigen Jahren geben. Das Interesse ist aber heute schon sehr groß, wie die Statistiken zu den Artikel mit diesem Thema hier zeigen. Entsprechend groß sind auch die Erwartungen an Brennstoffzellen-Heizungen. Der neueste Artikel der Initiative Brennstoffzelle zeigt, dass diese Erwartungen erfüllt werden können. So lassen sich die Heizkosten gegenüber Heizungen mit Gas-Brennwerttechnik um ca. 25% reduzieren.

Mit dem Einsatz von Brennstoffzellen lassen sich die Energiekosten in einem Einfamilienhaus gegenüber herkömmlicher Technik um rund 25 Prozent senken. Das folgt aus einer Simulation Heiztechnikherstellers Viessmann. Demnach liegen die Energiekosten für Strom und Erdgas bei einem für die Simulation ausgewählten, mit moderner Brennwerttechnik beheizten Einfamilienhaus bei rund 2.360 Euro im Jahr, während beim Einsatz einer Brennstoffzelle, die elektrischen Strom und Wärme für das Gebäude liefert, lediglich 1.775 Euro anfallen würden.

Mit der Simulation hat Viessmann das wirtschaftliche Potenzial der Brennstoffzellentechnik aufgezeigt. Wie sich diese Technologie in der Praxis einsetzen lässt, das erprobt das Heiztechnikunternehmen in einem Feldtest in einem Einfamilienhaus: Im Oktober 2007 wurde der Prototyp eines Brennstoffzellenheizgeräts in dem Gebäude angeschlossen. Nach umfangreichen Prüfungen startete dann im Februar 2008 der vollautomatische Betrieb des Geräts. Vorausgegangen waren diesem Feldtest eine langjährige Entwicklungsarbeit im Labor: Bereits im Jahr 2000 hat das Unternehmen mit der Entwicklung von Komponenten und Prototypen eines Brennstoffzellenheizgeräts begonnen.

Das nun im aktuellen Feldtest eingesetzte Brennstoffzellenheizgerät erzeugt aus Erdgas elektrischen Strom und Wärme, wobei die elektrische Leistung bei 1,35 Kilowatt und die Wärmeleistung bei 4,3 Kilowatt liegt. Der gesamte Wirkungsgrad der Anlage liegt bei 80 Prozent. Die vom Gerät erzeugte Wärme wird in einen konventionellen Heizwasser-Pufferspeicher mit integrierter Trinkwassererwärmung eingespeist, über den das Haus mit Wärme für die Heizung und mit Warmwasser versorgt wird. Ergänzt wird das Brennstoffzellenheizgerät durch ein herkömmliches Gaswandgerät, das bei erhöhtem Wärmebedarf besonders im Winter zusätzliche Wärme für den Speicher liefern kann.

Mehr bei der Initiative Brennstoffzelle.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

4 Kommentare

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  • Natürlich macht eine Brennstoffzelle nur Strom, während sie warmes Wasser erzeugt. Stellt sich die Frage, ob sie „taktet“ oder „moduliert“, d.h. kann so eine Zelle nur 4,3kW Leistung oder nix abgeben oder auch 0,5kW, 1kW usw?

    Denn nicht vergessen: in Deutschland wird es nur an wenigen Tagen „richtig“ kalt, meist herrscht „Übergangszeit“.

    So eine Zelle würde gut auf unser Haus passen, mit einer max. Heizlast von ca. 5kW. Und aus Jahr gerechnet brauche ich auch nur 1kW Leistung an Strom. Aber im Sommer wird ja nicht geheizt, da gibts dann von der Zelle auch keinen Strom.

    Bei ca. 600 EUR Ersparnis pro Jahr darf so eine Zelle aber nicht viel mehr kosten, vielleicht 5000,- EUR mehr.

    Und ein Haus, in dem man heute 2360 EUR pro Jahr für Strom und Gas verbraucht hat auch eine höhere Heizlast als 5kW, d.h. eine zusätzliche Gasheizung ist auf jeden Fall notwendig.
    Das bedeutet wohl auch, dass Viessmann davon ausgeht, dass die Zelle eine sehr hohe Auslastung hat, die 4,3kW also sehr viele Tage auch benötigt werden und dann auch die vollen 1,3kW Strom abgegeben werden.

    Also doch eher was für den ungedämmten Bestand, für die Häuser mit 15kW Heizlast oder so.

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