Photovoltaik

Die 7 Verpflichtungen der europäischen Solarindustrie zur Digitalisierung

Solarenergie treibt die Digitalisierung des Energiemarktes, Foto: © Solar Promotion GmbH
Solarindustrie Digitalisierung
Solarenergie treibt die Digitalisierung des Energiemarktes, Foto: © Solar Promotion GmbH

Zum Start der Intersolar Europe hat die europäische Solarindustrie eine Liste von sieben Verpflichtungen veröffentlicht, wie sie die Digitalisierung nutzen möchte um die Energiewende voran zu bringen. Diese Verpflichtungen reichen von der freien Produktwahl von Prosumer, über Nachbarschaftshandel bis hin zu smarten und stabilen Stromnetzen. Diese 7 Verpflichtungen entstanden durch eine Task Force „Digitalisierung und Solarenergie“ des europäischen Branchenverbandes SolarPower Europe. Sie haben das Ziel die Digitalisierung des Solarenergie-Angebotes und des Energiesystems insgesamt zu unterstützen. Weitere Publikationen der Task Force sollen noch folgen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Photovoltaik-Sektor das Beste rausholt aus den Möglichkeiten, die mit der Digitalisierung geboten werden.

Die 7 Verpflichtungen der Solarindustrie zur Digitalisierung

Diese sieben Verpflichtungen hat der Verband der europäischen Solarindustrie auf Englisch veröffentlicht. Ich versuche sie so gut wie möglich zu übersetzen und hoffe, dass diese Übersetzung so einen Sinn ergibt.

1. Prosumer Wahl

Wir unterstützen die Transparenz und freie Wahl von Prosumern durch Mechanismen, die den Wechsel zwischen Produkten, Plattformen und Aggregatoren vereinfachen.

2. Nachbarschaftshandel, bzw. Peer-to-Peer Handel

Wir unterstützen dezentralen Peer-to-Peer Handel von Energie und erforschen innovative Lösungen, wie die Blockchain-Technologie.

3. Smarte und stabile Netze

Wir werden eng mit Netzbetreibern zusammenarbeiten um smarte und stabile Stromnetze zu entwickeln, die Solarenergie, Speicher und flexible Nutzung beinhalten. Diese Netze werden Echtzeitdaten nutzen um die Stromerzeugung und -nachfrage zu optimieren. Dadurch ist das System befähigt die marktbasierten Nebenleistungen zu maximieren, die Wechselrichter bieten können und für die sie bezahlt werden, wie Blindleistung und Frequenzgang.

4. Kosten reduzieren

Wir werden die Digitalisierung nutzen um die Solarenergie kosteneffektiver zu machen. Dies betrifft sowohl die Vorlaufkosten als auch die Stromgestehungskosten, sowie die erhöhte Systemverfügbarkeit und -verlässlichkeit. Hierdurch stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der Solarenergie.

5. Interoperabilität

Wir werden zu Interoperabilität, also zur Fähigkeit der Zusammenarbeit von verschiedenen Systemen, von Software mit kompatibler Hardware ermutigen. Damit wollen wir den Transfer und das Teilen von Daten ermöglichen, das zugleich sicher und effizient ist.

6. Datenschutz und Cybersicherheit

Wir setzen uns für Datenschutz ein und empfehlen allen Unternehmen, die aktiv in der Solarindustrie sind, zeitgemäßen Datenschutz implementieren in Verbindung mit etablierten EU-weiten Prinzipien. Zusätzlich wenden wir strenge Maßnahmen für die Cybersicherheit an.

7. Austausch von Fachwissen

Wir bemühen uns Erfahrungen in der Digitalisierung, die in der europäischen Industrie mit dem Rest der Welt versammelt ist, auszutauschen – mit besonderem Blick auf die Unterstützung der Entwicklungsländer.

Digitalisierung hilft der Solarenergie zur Wettbewerbsfähigkeit im Energiemarkt

Die Solarindustrie kann einen großen Beitrag leisten zur Digitalisierung, wie Prof. Bernd Engel von SMA betont. Besonders wichtig ist dabei die Austauschfähigkeit, bzw. Interoperabilität, zwischen Software und Hardware, damit die Entwicklung von Technologie nicht in Silos erfolgt.

Die Zusammenstellung der 7 Verpflichtungen erfolgte unter der Leitung von Alison Finch, für Marketing verantwortlich (Chief Marketing Officer) bei Huawei Solar Europe. Sie spricht davon, dass diese Verpflichtungen zur Digitalisierung der Solarindustrie sowohl fortschrittlich als auch substantiell sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der Photovoltaik-Industrie im europäischen Energiemarkt zu steigern. Die Verpflichtungen zeigen den Willen zur Innovation und Entwicklung über die gesamte Wertschöpfungskette. Digitalisierung sorge dafür, dass Solarenergie kosteneffektiver, verlässlicher und sicherer wird. Unabhängig davon, ob es Blockchain basierter Nachbarschaftshandel ist, Datensicherheit oder Smart-Grids, sie wollen immer die höchsten Standards implementieren und für Transparenz, bzw. Wahlfreiheit von Prosumern sorgen.

Dieses Manifest der 7 Verpflichtungen zeigt für mich die Bedeutung der Digitalisierung für die Solarindustrie. Was denkt ihr wie diese 7 Punkte die Solarindustrie beeinflussen werden?

Über den Autor

Andreas Kühl

Energieblogger aus Leidenschaft mit großem Faible für effiziente Energienutzung im Strom- und Wärmebereich. Diie kostenlos zur Verfügung stehende Energie der Sonne und vom Wind sind für mich faszinierend und Herausforderung zugleich.
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