Solarenergie Startups sind wieder im Blickpunkt von Gründermagazinen

Solarthermie und Photovoltaik auf einem Dach, Quelle: BSW-Solar

Solarthermie und Photovoltaik auf einem Dach, Quelle: BSW-Solar

Von der Photovoltaik-Branche sind dieses Jahr nur negative Meldungen zu lesen. Eine Insolvenz folgt der nächsten, ein Ende ist kaum absehbar. Da mag man eigentlich nicht an neue Unternehmen denken, die erfolgreich in den Markt eintreten. Von Erfolgsgeschichten konnte man lange nichts mehr lesen, jedenfalls aus Sicht der Unternehmen.

Es gibt sie aber doch die neuen Unternehmen, die mit neuen Ideen auf den Markt treten und auch für Aufmerksamkeit sorgen. Der Markt ist immerhin schon so groß, dass es eine Nachfrage gibt nach Ersatzteile n und nach kompletten, bereits installierten Photovoltaik-Anlagen. Es sind auch Verbindungen zwischen Projektentwicklern, Investoren und Dienstleistern gefragt.

Zwei junge Unternehmen wurden nun, innerhalb kurzer Zeit, unabhängig voneinander in zwei deutschen Online-Gründermagazinen befragt, bzw. porträtiert.

Gründerszene Frischlingsfragen mit SecondSol

Da waren letzte Woche die zehn Fragen in der Gründerszene Rubrik “Frischlingsfragen”, die Gelegenheit sind das Unternehmen und die Idee dahinter kurz vorzustellen. Dort konnte sich die Online-Handelsplattform SecondSol vorstellen. Bei dieser Plattform werden Module, Wechselrichter, Stecker, Kabel und zahlreiche andere Einzelteile gehandelt.

Die Idee dahinter hängt auch mit den Veränderungen in der Branche zusammen, viele Hersteller gibt es nicht mehr und Produkte ändern sich. Dennoch werden Ersatzteile benötigt, die häufig vom Hersteller nicht mehr angeboten werden oder der Hersteller existiert nicht mehr. Wenn ein Schaden auftritt und ein Originalteil als Ersatz benötigt wird, kann dies ein großes Problem werden. Da viele Bauteile unterschiedliche Eigenschaften haben, müssen im Bedarfsfall wieder die gleichen Produkte montiert werden, ansonsten besteht die Gefahr, dass die Anlage stillsteht und keinen Strom produziert.

Für den Betreiber kann das ein großer wirtschaftlicher Schaden sein, wenn kein Strom produziert wird und er damit keine Vergütung erhält oder als Eigenversorger auf Strom vom Stromversorger angewiesen ist.

Bei SecondSol können die verschiedensten Produkte gesucht werden, Suchanfragen werden auch an andere europäische Händler weitergeleitet, damit die gewünschten Teile auch gefunden werden. Verkäufer können. ähnlich wie bei einer weltweit  bekannten Verkaufs- und Auktionsplattform, ihre Produkte zum Verkauf anbieten.

Klingt nach einem guten Konzept mit Zukunft, das zeigt, dass Solarenergie (auch Produkte für Solarthermie können gehandelt werden) eine wirtschaftliche Bedeutung hat und neue Unternehmen mit guten Ideen eine Chance haben.

Deutsche-Startups stellt Milk the Sun vor

Gestern erschien eine weitere Vorstellung eines jungen Unternehmens der Solarbranche im Magazin deutsche-startups. Bei dem vorgestellten Unternehmen Milk the Sun handelt es sich auch um eine Handelsplattform für den Photovoltaikmarkt. Bei dieser Plattform werden komplette Photovoltaik-Anlagen gehandelt. Neben dem Zweitmarkt für Phtovoltaik-Anlagen können auch Flächen vermittelt werden für den Bau neuer Anlagen.

Von Anfang an europäisch ausgerichtet, bietet Milk the Sun eine Plattform an zur europaweiten Vermittlung von Investoren, Dach- und Freiflächen, Projektentwicklern und bestehenden Anlagen. Dadurch werden keine Vermittler oder Makler  benötigt, die sonst einen Teil der Rendite verschlingen und es wird Zeit gespart durch die Vereinfachung.

Darüber hinaus bietet Milk the Sun verschiedene Dienstleistungen rund um die Photovoltaik an. Dazu gehören die Vermittlung und Beratung zu Versicherungen, Diebstahlschutz, Unterstützung bei der technischen und kaufmännischen Betriebsführung und der Handel mit Einzelteilen, in Zusammenarbeit mit SecondSol.

Der Artikel von deutsche-startups.de wird aber auch kritisch und fordert das junge Unternehmen, das erst im März 2012 offiziell gestartet ist, mehr Reichweite aufzubauen. Bisher beschränke man sich auf die Marktplatz-Funktionen und der Blog sei noch zu versteckt. So sei auch ein umfangreiches Informationsangebot rund um die Photovoltaik auf dieser Seite nicht zu finden.

Auch wenn sicher manches verbessert werden kann, habe ich den Eindruck, dass beide Unternehmen gut verbunden sind innerhalb der Solarbranche und von Milk the Sun habe ich bisher nur zufriedene Stimmen gehört. Ich glaube an die Zukunft dieser Unternehmen, da dieser Markt insgesamt wächst und der Zweitmarkt nicht mehr von der Förderung abhängig ist.

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2 Antworten zu Solarenergie Startups sind wieder im Blickpunkt von Gründermagazinen

  1. Felix schrieb:

    Lieber Andreas,

    Recht hast Du! Wir werden unser Bestes geben auch weiterhin positive Nachrichten zu verbreiten und aufzuzeigen, dass der Photovoltaikmarkt eine erfolgreiche Zukunft hat.

    Grüße

    Felix

  2. Stefan schrieb:

    Guten Tag,

    wir schließen uns Felix an und bedanken uns wollen uns noch einmal für die postive Presse bedanken!

    Beste Grüße
    Stefan

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