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Energiechecks für mehr Energieeffizienz in Bremer Unternehmen

Vor Ort sieht die Energiepolitik immer ganz anders aus als bei der Bundesregierung, hier zeigt sich z.B. dass Energieeffizienz bei Unternehmen gefragt ist. Interessant wäre zu erfahren, wie hoch die Nachfrage nach diesen Energie-Checks ist. Projektleiterin Astrid Stehmeier und Geschäftsführer Michael Pelzl Die gemeinnützige Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens bietet der Energieeffizienz im Land Bremen frischen Rückenwind. Im Rahmen ihrer Kampagne „plietsch!“ hat sie ein neues Instrument für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) entwickelt: Energie-Checks für Beleuchtung, Heizung und Strom. energiekonsens fördert diese mit 60 Prozent. Neben einem wichtigen Beitrag zum Klimaschutz ermöglichen unsere Checks schnelle und effiziente Beratung sowie Bewusstseinsschärfung im Umgang mit Energie. Konkrete Handlungsmöglichkeiten helfen Unternehmen, dauerhaft Geld und Energie zu sparen“, fasst energiekonsens-Geschäftsführer Michael Pelzl die Vorteile zusammen. Unabhängige Gewerbe-Energieberater aus dem Qualitätsnetzwerk von energiekonsens führen die Checks vor Ort durch. Die Klimaschutzagentur konzentriert sich bei dem neuen Angebot auf die Bereiche Beleuchtung, Heizung und Strom, da hier großes Einsparpotenzial für KMU liegt. Beim Beleuchtungs-Check beispielsweise bewertet der Berater die bestehenden Leuchtmittel und empfiehlt effizientere Alternativen, die er aus technischer, ökologischer und ökonomischer Sicht begründet. Ein speziell für die Checks entwickeltes Analyse-Tool hilft bei der Bewertung. Empfehlungen zum Nutzerverhalten runden die Beratung ab. „In vielen Unternehmen, Verwaltungs- und Bürogebäuden sind ungeregelte Leuchtstofflampen mit konventionellen Vorschaltgeräten sowie Quecksilber-Dampflampen – beispielsweise in Hallen – installiert. Berater unseres Qualitätsnetzwerks zeigen an nur einem Tag Einsparpotenziale und Handlungsmöglichkeiten auf. Der Beleuchtungscheck kostet die Unternehmen einen Eigenanteil von 240 Euro. Die restlichen 360 Euro übernimmt energiekonsens“, erläutert Pelzl. weiterlesen ›

Klimaschutzbetriebe 2011 in Bremen ausgezeichnet

Gruenspar.de

Investitionen in moderne Umwelttechnik und der konsequente Einsatz neuer Energieeinspar-Maßnahmen brachten der Bädergesellschaft Bremerhaven, der Bremerhavener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (BVV), der Holzhandlung Ehlers GmbH & Co. KG, dem Klinikum Reinkenheide und der Meereskost GmbH einen Titel ein. Am Freitag, den 4. Februar verlieh ihnen Dr. Reinhard Loske, Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, die Auszeichnung zum Klimaschutzbetrieb 2011. Eine Anerkennung ihrer besonderen Umweltleistungen, die nicht erst seit gestern erbracht werden: Klimaschutzbetrieb wird, wer innerhalb der letzten fünf Jahre am Standort nachweislich 20 Prozent seines CO2-Ausstoßes reduziert hat. „Dass die Unternehmen allesamt in Bremerhaven ansässig sind, freut mich sehr, zeigt es doch: Bremens Schwester wird ihrem Ruf als Klimaschutzstadt nicht nur wegen der bundesweit höchsten Windenergiekompetenz gerecht. Erneuerbare Energien halten hier ungeachtet von Branche oder Größe Einzug in die Wirtschaft“, sagte Reinhard Loske am Tag der Titelverleihung. Die Auszeichnung „Klimaschutzbetriebe CO2-20“ wird mit einer Jahreszahl versehen, um den Aktionszeitraum zu bezeichnen; jedes Unternehmen kann sich jährlich neu um den Titel bemühen. „ So werden die Träger angeregt, auch weiterhin nach Möglichkeiten für mehr Energieeffizienz zu suchen. Welche Chancen und Potentiale umweltorientiertes Handeln birgt, davon zeugen die heute ausgezeichneten Unternehmen. Sie konnten nicht nur die von ihrem Standort ausgehenden Umweltbelastungen kontinuierlich senken, sondern parallel auch die Betriebskosten“, so der Umweltsenator weiter. Vier der fünf Titelträger 2011 sind Wiederholungssieger, sie erhielten die Anerkennung bereits mehrmals in Folge. weiterlesen ›

Bremen zeichnet energieeffizienten Klimaschutzbetrieb aus

Es ist mir ein groißes Anliegen vorbildliche Projekte zu prässentieren und aufzuzeigen, was machbar ist, wenn nur der Wille da ist. Gerade in Unternehmen kann Energieeffizienz auch aus wirtschaftlichen Gründen überzeugen. Ich freue mich, nach dem energieeffizienten Labor- und Bürogebäude von gestern nun ein weiteres Unternehmen vorstellen zu können.

(c) ecoloSie ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Teil der sozialen Gemeinschaft Bremens: Umso mehr freute sich Staatsrat Wolfgang Golasowski, die Werkstatt Bremen nun auch für ihr Klimaschutzengagement auszeichnen zu können. Einer der bekanntesten Eigenbetriebe der Stadtgemeinde Bremen, der Martinshof als Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, hat in den vergangenen fünf Jahren am Standort in der Georg-Gries-Straße seinen Ausstoß an CO2 um mehr als 20 Prozent gesenktIn Anerkennung dieser Leistung verlieh Golasowski dem Unternehmen am Mittwoch, den 12. Januar im Namen des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa den Titel „Klimaschutzbetrieb CO2-20“.

Die Vergabe dieser Auszeichnung – eine Aktion der ’initiative umwelt unternehmen’ – findet seit 2008 jährlich statt. Der Titel wird mit einer Jahreszahl versehen, um den Aktionszeitraum zu bezeichnen, nämlich die jeweils fünf zurückliegenden Jahre. Die Werkstatt Bremen ist Klimaschutzbetrieb 2010 und hat im Jahr 2005 begonnen, die Weichen mit Blick auf den Klimaschutz und ihre Energieverbräuche neu zu stellen. Davon konnte sich Wolfgang Golasowski bei einer Betriebsführung überzeugen: „Es ist vorbildlich, wie konsequent Produktionsbereiche hier mit Blick auf modernen Klimaschutz unter die Lupe genommen werden. So schafft es die Werkstatt, ihre Energiebilanz stetig weiter zu verbessern. Einem solch weitblickenden Unternehmen gehört die Zukunft.“ weiterlesen ›

Vier Bremer Unternehmen sparen zusammen über 5.000 Tonnen CO2 pro Jahr

Eine neue Aktion der ’initiative umwelt unternehmen’ sorgt für weiteren Ansporn bei Unternehmen und Betrieben im Land Bremen, ihren CO2-Ausstoß am Standort deutlich zu senken: die Auszeichnung zum „Klimaschutzbetrieb CO2 -20“. Am Montag überreichte Umweltsenator Dr. Reinhard Loske den ersten vier Unternehmen die Urkunde „Klimaschutzbetrieb 2008“.

Umweltsenator Loske beglückwünschte die ersten vier „Klimaschutzbetriebe“ und betonte: „Klimaschutz ist eine zentrale Aufgabe des 21. Jahrhunderts. Internationale Vereinbarungen wie das Kyoto-Protokoll gehören ebenso dazu wie eine entschlossene Klimaschutzpolitik auf nationaler Ebene – und ganz entschieden aktives Engagement vor Ort, das aus abstrakten CO2-Minderungspotenzialen konkrete Klimaschutzprojekte werden lässt.“ Um sich „Klimaschutzbetrieb“ nennen zu können, müsse ein Betrieb z.B. die Methode des konsequenten Energiesparens wählen. „Dies“, so Umweltsenator Dr. Reinhard Loske, „ist ein Weg, den jedes Unternehmen gehen kann – unabhängig von Größe und Tätigkeitsfeld.“ Bremens erste „Klimaschutzbetriebe 2008“ sind hierfür der beste Beleg: Neben einem großen, international tätigen Industrie-Unternehmen wie der Saturn Petfood GmbH stehen die Egestorff-Stiftung-Altenheim Gemeinnützige Pflegegesellschaft mbH und die vergleichsweise kleineren Handwerksbetriebe Car Cleaner Werkstatt 2000 GmbH und die Traditionskonditorei Stecker Café e.K. Gemeinsam reduzieren sie den CO2-Ausstoß in Bremen um mehr als 5.000 Tonnen pro Jahr.

Diese vier Unternehmen haben bereits innerhalb von fünf Jahren geschafft, was die EU bis zum Jahr 2020 als Zielvorgabe setzt: Eine CO2-Minderung um mehr als 20 Prozent. Grundlage für die Berechnung bilden konkrete Energiesparmaßnahmen, die der Betrieb am Standort umgesetzt hat. Ein Beispiel: Wer „Klimaschutzbetrieb 2008“ werden möchte, betrachtet als Basisjahr die Zahlen von 2002. Dieser Energieverbrauch wird in CO2-Äquivalente umgerechnet und als 100 Prozent gesetzt. Bis Ende 2007 muss nun die geforderte CO2-Einsparung von mehr als 20 Prozent gegenüber Ende 2002 erfolgt sein. Entscheidend hierbei ist, dass die Maßnahmen direkt dem Standort zugeordnet werden können, worunter beispielsweise nicht der Einkauf von CO2-freiem Strom fällt. Die Leistungen werden von einem Expertenteam, bestehend aus dem Projektleiter Martin Schulze (RKW Bremen), Heinz Eggersglüß (Ingenieurbüro UTEC), Dr. Cornelis Rasmussen (Bremer Energie-Konsens) und Michael Richts (Der Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa) auf ihre Plausibilität überprüft.

Holzfeuerungsanlage, Druckluftoptimierung und Dampfkesselumrüstung
Die Liste der umgesetzten Maßnahmen in den ersten »Klimaschutzbetrieben« Bremens ist lang. So deckt die Egestorff-Stiftung allein durch die Errichtung und Inbetriebnahme der hauseigenen Holzhackschnitzel-Feuerungsanlage 85 Prozent des bisherigen Gasverbrauchs. Die Umstellung auf hocheffiziente, geregelte Umwälzpumpen in der Heizung und der Austausch der alten Dampfkessel in der Küche gegen einen Schnelldampferzeuger brachten weitere Energieeinsparungen. „Für nachhaltiges Umdenken sorgen Schulungen des Personals und ein externes Energie-Monitoring und – Coaching“, ergänzt Geschäftsführer Josef Wobbe-Kallus. Die Konditorei Stecker erzielte bereits durch eine Logistik- und Lageroptimierung eine große Energieeinsparung, erklärt Inhaber Bernard Timphus: „Auf diese Weise überflüssig gewordene Kälteschränke konnten komplett abgeschaltet werden.“ Zudem nutzt das Traditionsunternehmen nun die Abwärme der weiteren Kühlanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizung. Auch ein optimierter Brennwertkessel wurde installiert. Ein integriertes Warnsystem zeigt den für das Thema Energiesparen sensibilisierten Mitarbeitern zudem Spitzenverbräuche an, sodass individuell und akut reagiert werden kann.

In dem Werkstattbetrieb für Unfallreparatur, Fahrzeuglackierung und Fahrzeugaufbereitung Car Cleaner sorgt insbesondere ein energiesparendes Heizungssystem für die CO2-Reduzierung. Das optimierte Speicher- und Regelungssystem lässt den Kessel bei gleicher Heizleistung seltener anspringen, und auch die Heizwärmeerzeugung wurde neu eingestellt. Die Lüftung in den Trockenkammern ist über einen Frequenzumrichter stufenlos regelbar, was eine erhebliche Strom- und Wärmeeinsparung bringt. Geschäftsführer Bernhard Ferbus fügt hinzu: „Auch das Druckluftnetz wurde optimiert und auf sogenannte Leckage untersucht; das Flicken dieser oft winzigen undichten Stellen kann große Energieverluste tilgen.“ Die hohe Sensibilisierung der Mitarbeiter geht bis zum Ausschalten des Lichtes am Arbeitsplatz selbst während kurzer Pausen – auch solche kleinen, „weichen“ Maßnahmen tragen zum Erfolg bei.

Seit 2004 setzt der Tierfutterhersteller Saturn Petfood konsequent auf Umwelt- und Klimaschutz. „Die aktuell umfassendste Maßnahme zur CO2-Reduzierung“, so Geschäftsführer Volker Kaul, „ist die Optimierung der Dampfkesselanlage, dem Herzstück unseres Unternehmens.“ Die Dampfkessel, die den Dampf für die bei der Tierfutterherstellung notwendige Sterilisierung erzeugen, wurden mit einem Brennwertwärmetauscher versehen. Dieser verringert die Abgastemperatur von ca. 150 auf 50 Grad Celsius. Die hierbei entnommene Wärmeenergie wird für die Prozesswarmwassererwärmung genutzt. Eine bessere Brennerregelung und der Einbau von Magneten in die Gasleitungen reduziert den Verbrauch abermals. Die Abwärme der Kühlung im Sterilisationsturm ermöglicht das Beheizen eines ganzen Lagergebäudes; die Abwärme aus der Drucklufterzeugung sorgt für warme Luft in einer Produktionshalle. Weitere Maßnahmen sind: Optimierung des Druckluftnetzes, Kompressorenregulierung, Kälteverlustreduktion am Kühlhauseingang, Lichtoptimierung in den Produktionshallen und die Optimierung der Wärmedämmung an Dampfrohrleitungen und Armaturen. Auch Saturn setzt auf Mitarbeitersensibilisierung: Das Program „Six Sigma“ beinhaltet unter anderem ein betriebliches Vorschlagswesen für die Beschäftigten, mit dem sie ganz konkret zur Verbesserung der Energienutzung an den einzelnen Arbeitsplätzen beitragen.

Die Auszeichnung wird mit einer Jahreszahl versehen, um den Aktionszeitraum zu bezeichnen. Zudem soll dies dazu anregen, auch künftig nach Energiesparmöglichkeiten zu suchen und sich so auch in den Folgejahren um das Prädikat zu bewerben. Die vier Unternehmen, die zu der erfolgreichen Startergruppe gehören, können sich mit ihrer CO2-Bilanz „Klimaschutzbetrieb 2008“ nennen und dieses Umweltleistungsmerkmal auch in ihre Marketingaktivitäten integrieren. „Klimaschutzbetriebe“ können darüber hinaus die Mitgliedschaft in der ’partnerschaft umwelt unternehmen’ erhalten; drei der „Klimaschutzbetriebe 2008“ sind bereits Mitglied in diesem (durch das Umweltressort initiierten und getragenen) Netzwerk besonders umweltaktiver Unternehmen des Landes Bremen. Interessierte Unternehmen können sich beim RKW Bremen an die Koordinierungsstelle der ’initiative umwelt unternehmen’ wenden: 0471/3083131 und info@uu-bremen.de.

Die ’initiative umwelt unternehmen’ ist eine Aktivität des Senators für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa und wird mit Mitteln des Landes Bremen und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Sie wird koordiniert durch RKW Bremen GmbH und ecolo GbR. Weitere Informationen und Kontakt: Tel. 0471.30831-31, info@uubremen.de sowie unter www.umwelt-unternehmen.bremen.de.