Tag: netzentwicklungsplan

Weitere Stimmen zu den Plänen zum Ausbau der Stromnetze

Machen Sie einen Stromvergleich auf Beste-Stromvergleich.de

Abendstille, Quelle: Jetti Kuhlemann / pixelio.de Wenn man nach der aktuellen öffentlichen Diskussion um die Energiewende geht, ist der Ausbau der Übertragungsnetze momentan die vordringlichste Aufgabe der Energiewende. Die Übertragungsnetze sind jedoch nur ein Teil der Stromversorgung, auch die Verteilnetze gehören dazu, doch von diesen ist kaum die Rede. Der Ausbau der Übertragungsnetze ist vor allem wichtig, um den Strom der Windenergie aus dem Norden in den energiehungrigen Süden Deutschlands zu transportieren, was den Verband Eurosolar zur Kritik veranlasst, dass die zentralen Strukturen gefestigt werden. Für Stephan Kohler von der deutschen Energie-Agentur dena ist der Netzentwicklungsplan hingegen auf dem richtigen Weg:  „Der Netzentwicklungsplan ist eine gute Grundlage für den Netzausbau. Er bestätigt die Ergebnisse der dena-Netzstudie und geht sogar noch darüber hinaus, weil der Ausbau der erneuerbaren Energien Jahr für Jahr die Erwartungen übertrifft. Jetzt kommt es darauf an, den Netzausbau zügig voranzutreiben und vor allem den Ausbau der erneuerbaren Energien daran anzupassen.“ weiterlesen ›

Netzentwicklungsplan soll zentralistische Strukturen konservieren

Strommast Überlandleitung, Quelle: Joachim Hahne / pixelio.de Guter Kommentar von  Eurosolar zum Netzentwicklungsplan, der in keiner Weise die neue dezentrale Ausrichtung der erneuerbaren Energien berücksichtigt. Kann man den Netzausbau überhaupt für sich betrachten, ohne andere Lösungen einzubeziehen? Eine breite Diskussion und eine große Bürgerbeteiligung ist aber in jedem Fall wichtig für eine hohe Akzeptanz neuer Stromleitungen. Die deutsche Bundesregierung, die Bundesnetzagentur und die Übertragungsnetzbetreiber suggerieren den deutschen Bürgern, dass der Bau von 4.000 km neuen Stromtrassen eine unausweichliche Notwendigkeit sei, ohne die die Energiewende nicht zu realisieren ist. Doch dem ist nicht so. Was als unvermeidbar dargestellt wird, ist in Wirklichkeit eine ganz bewusste Entscheidung, genau diejenigen Versorgungs- und Machtstrukturen zu bewahren und sogar auszubauen, die durch den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren zurückgedrängt worden sind. Aber schon der Szenariorahmen für den Netzentwicklungsplan im vergangenen Jahr war ganz auf zentralistische Strukturen ausgerichtet. Es ist sehr bedauerlich, dass schon damals berechtigte Kritik nicht aufgenommen wurde und reale Entwicklungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien einfach übersehen wurden. weiterlesen ›

Aufruf zur Bürgerbeteiligung beim Ausbau der Stromnetze

Energiereicher Sonnenaufgang, Quelle: M. Großmann  / pixelio.de

Energiereicher Sonnenaufgang, Quelle: M. Großmann / pixelio.de

In einem der vorigen Beiträge hatte ich schon thematisiert, wie man mit netzstabilisierenden Solarkraftwerken den Bedarf an neuen Stromnetzen verringern kann. Es bleibt aber noch genug an notwendigen Stromnetzen übrig, nun sind die Bürger – wir alle – aufgerufen die vorgelegten Pläne kritisch zu prüfen.

Der von den vier Übertragungsnetzbetreibern im Auftrag des Gesetzgebers vorgestellte Entwurf eines Netzentwicklungsplans (NEP) zum Um- und Ausbau der Stromnetze ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Energiewende. In der nun bis zum 10. Juli laufenden Konsultationsphase sollte der Plan von möglichst vielen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, von Experten und Verbänden einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Dazu hat die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) aufgerufen und daran erinnert, dass zahlreiche Elemente einer besseren Bürgerbeteiligung beim Um- und Ausbau der Stromnetze zurückgehen auf gemeinsame Vorschläge von Bürgerinitiativen, Übertragungsnetzbetreibern, Experten und Verbänden, die diese im Rahmen des DUH-Projekts “Forum Netzintegration Erneuerbare Energien” der Politik unterbreitet haben.

In der zeitgleich mit dem Netzentwicklungsplan von der DUH veröffentlichten Bilanz der Ende 2010 dem Wirtschafts- und dem Umweltministerium übergebenen Handlungsempfehlungen – der so genannte “Plan N” – sind die Fortschritte, aber auch die unvollendeten Baustellen bei der Erneuerung des Rechtsrahmens für den Stromnetzausbau im Einzelnen aufgeführt.

weiterlesen ›

Bundesnetzagentur kritisiert mangelndes Engagement beim Netzausbau

Stand der vordringlichen Stromtrassen gemäß Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG), Quelle: BUndesnetzagentur

Stand der vordringlichen Stromtrassen gemäß Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG), Quelle: Bundesnetzagentur

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes der Bundesnetzagentur 2011 hat der Präsident Jochen Homann den aktuellen Stand des Netzausbaus scharf kritisiert. Der geplante Leitungsausbau hinke deutlich dem Zeitplan hinterher und es sind gemeinsame Anstrengungen aller Behörden notwendig, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.

“Von den 1.834 km EnLAG-Leitungen (EnLAG = Energieleitungsausbaugesetz) sind 214 km realisiert. Von diesen 214 km wurden allerdings bisher weniger als 100 km auch tatsächlich in Betrieb genommen. Die Leitungen sind vielfach Teil von längeren Vorhaben, die über Grenzen zwischen Bundesländern hinweg gehen und erst dann Strom transportieren können, wenn auch die davor oder dahinter liegenden Abschnitte errichtet sind. Zu den restlichen Vorhaben ist festzuhalten, dass die Fahrpläne teilweise erneut um ein oder gar zwei Jahre nach hinten korrigiert werden mussten”, erläuterte Homann den aktuellen Genehmigungs- und Realisierungsstand der EnLAG-Projekte.

“Für die Energiewende ist dies eine Besorgnis erregende Nachricht. Alle Beteiligten – Netzbetreiber und Planungsbehörden der Länder – sollten deshalb die Anstrengungen erhöhen und weitere Verzögerungen vermeiden”, appellierte Homann. ”Der Stand der EnLAG-Projekte zeigt auch, dass der Gesetzgeber für künftige Projekte mit dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz die richtige Entscheidung getroffen hat.

Zurzeit erarbeiten die Übertragungsnetzbetreiber den Entwurf eines Netzentwicklungsplans. Dieser soll Klarheit darüber verschaffen, wie viele Leitungen in den kommenden Jahren über die 1.800 km nach EnLAG hinaus benötigt werden. Der Netzentwicklungsplan soll spätestens am 3. Juni 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt und dann mit ihr diskutiert werden. Die Bundesnetzagentur wird den Plan anschließend nach energiewirtschaftlichem Bedarf und netztechnischen Kriterien prüfen und gegebenenfalls Änderungen verlangen.

weiterlesen ›