Sanierung und Probleme der Wärmewende

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4 Kommentare

  1. Danke, Andreas. Das ist sehr erhellend. Ich hab mich in der Tat nur auf den politischen und gesetzlichen Rahmen gestürtzt, den ich in der Tat verwirrend und hinderlich finde. Aus meiner Sicht wäre eine CO2-Verteuerung (und/oder eine Strompreisvergünstigung) , egal ob Umlage oder Steuer, der einzige Weg, aus dem Dilemma rauszukommen. Und selbst dann wird dieses eher abseitige Thema (wen interessiert schon, was im Keller steht) immer noch schwer anzuheizen sein.

    1. Schön, dass Du meine Antwort richtig aufgefasst hast. Die politische Dimension ist nur ein Teil des Problems, das wollte ich auch zeigen. Aber das stimmt, ich hätte noch ein weiteres Problem hinzu fügen können. Es interessieren sich zu wenige für die Heizung. Nur dafür habe ich keine Lösung parat.

  2. Ein Nutzer möchte hauptsächlich nur eine Dienstleistung haben, den warmen oder kalten Raum, und das möglichst kostengünstig.

    Wenn man im Alltag versucht durch sein Verhalten CO2 einzusparen (z.B. durch regionales Obst und Gemüse) und auf der anderen Seite noch sehr alte und ineffiziente Heizanlagen und wenig Dämmung hat, so nutzt man sein Potential nicht komplett.

    Gerade eine technologieneutrale Betrachtung ist hierbei sehr wichtig. Was bringt dem einzelnen Nutzer wirklich was? Hier wird von Ihnen eine Betrachtung der CO2-Begrenzung (durch CO2-Steuer oder CO2-Zertifikate) oder eine Förderung von Sanierungen der Hülle oder Anlagen ins Feld gebracht. Das kann beides sinnvoll sein.

    Die Besitzer und Nutzer eines Gebäudes sind nicht immer die gleiche Person, so dass dort Zielkonflikte entstehen. Ein Vermieter möchte tendenziell sanieren, wenn er einen Nutzen daraus zieht oder dazu gezwungen wird. Das hemmt massiv die Sanierung der Hülle und Anlagen und somit eine Einsparung von CO2 in der deutschen Gebäudelandschaft.

    Informationen über die Anlagen zu erhalten ist sehr schwer. Selbst bei großen Nichtwohngebäuden werden die vorhandenen Daten der Anlagen zu selten aufgezeichnet und genutzt, um die Anlagen zu optimieren. Das geschieht auch vor allem aus Zeit- und Kostengründen. Hier ist auch ein großes Hemmnis in der Gebäudelandschaft zu finden.

    1. Das sind gute und wichtige Punkte, die Sie ansprechen. Aber es gibt so viele verschiedene Akteure. Diese müssten eigentlich alle einzeln betrachtet werden. Neben den Vermieter und Mieter haben die Eigenheimbesitzer und Eigentümer einzelner Wohnungen jeweils wieder ganz andere Interessen. Die Nichtwohngebäude kommen dann noch dazu, auch wieder mit Eigentum und Miete.