Open Table 2017: Stimmungsmache gegen die Energiewende

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2 Kommentare

  1. Gibt es auch eine Stimmungsmache FÜR die Energiewende und ist das dann in Ordnung?
    Gibt es eine Stimmungsmache gegen Kernkraft? Wie stehen Sie dazu?
    Das EEG, ursprünglich als Anschubfinanzierung gedacht, existiert inzwischen zum Selbstzweck. Bis 2025 kostet uns die Energiewende laut Welt 520 Milliarden. Muss man da wirklich diskutieren, wie man sich gegen die angeblich unfaire Behandlung wehrt, obwohl man doch, auf einer Welle der Angstmache gegen Kernkraft und Klimawandel reitend, mehr Ressourcen zugestanden bekommt, als man sich das vor der Jahrtausendwende jemals erträumt hat?
    Ich habe eher die Befürchtung, dass man berechtigte sachliche Kritik in eine Schublade stecken will. Dazu können durchaus auch einseitige Berichte zählen! Ich selbst finde EE beispielweise Klasse. Dadurch, dass sie, aus meiner Perspektive, zumeist in den Himmel gelobt und technische Probleme kleingeredet werden, ende ich aber oft in der Position, sie kritisieren zu müssen. Dagegen werden z.B. bei der Kernkraft in den Medien einseitig die Probleme dargestellt und nie erwähnt, dass wissenschaftliche Studien zu dem Schluss kommen, sie sei eine der sichersten (in Menschenleben pro kWh) und umweltfreundlichsten Stromerzeugungsarten. Das ist beispielsweise in GB anders und ein Indiz für die "erfolgreiche" (im Sinne der Industrie aber wohl gegen die Interessen der Bürger) Lobbyarbeit der EE in Deutschland.

    "Das Thema Strompreis lässt sich auch gut nutzen, um zu erkennen ob die Stimmungsmache bei einem selbst angekommen ist."
    Taschenspielertrick – dafür, dass die Preise für konventionelle Stromerzeugung um ca. 2 cent gesunken sind, können doch die Erneuerbaren nichts. Das wird auch wieder nach oben gehen, und dann? Genauso pauschal könnte ich mit diesen Daten argumentieren, dass die Meinung, konventioneller Strom würde immer teurer (was ja als Bestandteil der Beweiskette, EE seien alternativlos, immer herangezogen wird), augenscheinlich falsch und nur Resultat von Stimmungsmache ist.
    Mein Vertrauen in Berichte zu Energiethemen ist inzwischen derart erschüttert, dass ich pauschal ALLES anzweifle, was mir in den Medien aufgetischt wird.

    1. Natürlich gibt es Stimmungsmache in alle Richtungen. Und ich würde mich über eine ausgewogenere Berichterstattung freuen. Aber das wird schwierig. Alleine die Kostendebatte wird nur einseitig geführt. Über die Kosten von fossiler Energie und Kernenergie, die der Steuerzahler bezahlt, wird nicht gesprochen, die stehen nie zur Debatte. Diese Kosten sind nicht transparent, im Gegensatz zu den Kosten für Erneuerbare Energien. Ihre Argumentation zeigt schon wie schwierig eine sachliche Debatte ist. Das EEG ist mittlerweile so künstlich aufgebläht, dass man nur noch dagegen argumentieren kann. Das ist ein schöner politischer Trick zugunsten der Gegner der Energiewende. Wenn man etwas nicht abschaffen kann, macht man es so schlecht, dass auch die Befürworter nicht mehr dahinter stehen.

      Was ist das eigentlich für eine komische Argumentation für Kernenergie, in Menschenleben pro kWh? Ist das die neue Argumentationsweise? Schöne Grüße nach Fukushima und Tschernobyl. Wer möchte da noch leben? Kernenergie geht auf Kosten künftiger Generationen. Gerade in GB trifft das zu, wo man alleine für die Einspeisevergütung der Kernenergie in 30 Jahren mehr zahlen wird als wir heute für das EEG.

      Erneuerbare Energien haben eine Preisentwicklung hingelegt, die bei keiner anderen Technologie zur Energieerzeugung zu finden ist. Von einem weiteren fallen der Preise kann man ausgehen. Dies zeigt, was gestern teuer war kann morgen schon die günstigste Technologie sein.

      Wo ich stehe erkennt man hoffentlich aus den Texten. Ich möchte keine unseriöse Stimmungsmache betreiben, ich möchte mit diesem Blog argumentieren und Nutzen aufzeigen für die Anwender.