Heizungssanierung

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7 Kommentare

  1. Wieso sollte ich meine gerade mal 10 Jahre alte Heizung mit einem Wirkungsgrad von 96% (laut Datenblatt) für ca. 10.000€ gegen eine mit 98% Wirkungsgrad austauschen?
    Die mögliche Einsparung beträgt laut Herstellerwerbung bis zu 20% (ohne Garantie).
    Das heißt bei meinen Heizkosten von ca. 1000€ im Jahr spare ich maximal 200€. Das wären in 10 Jahren – also dann wenn ich mir wieder eine neue Heizung anschaffen soll weil es ja sparsamer ist – gerade mal 2000€ Ersparnis bei den Heizkosten. Das Verhältnis wird sich auch nicht großartig ändern wenn die Kosten für Heizenergie steigen. D.h. ich würde mit einer Heizung nie in die so oft propagierte Rentabilität kommen – passiert beim Auto auch nicht aber das ist ein anderes Thema.

    Aber selbst wenn ich mir eine neue sparsame Heizung anschaffe, die Wärmesenke – sprich das Haus mit seinem Wärmebedarf und die Heizkörper oder Fußbodenheizung – habe ich dann noch lange nicht auf einen aktuellen energetischen Stand gebracht. Und das ist im Gegensatz zur Heizung das was die Wärme "verbraucht".

    1. Mit einem Alter von 10 Jahren ist die Heizung noch relativ aktuell und nicht unbedingt Zielgruppe der anstehenden Modernisierung. Wie sieht es bei Heizungen aus, die 15, 20 Jahre oder älter sind? Diese sollten sich angesprochen fühlen. Ich weiß, und das wird das nächste Dilemma sein, das Du angesprochen hast. Da spart man dann vielleicht 300 € von 1.500 € Heizkosten ein. Eine Betrachtung der Wirtschaftlichkeit wird die Heizung auch nicht bestehen können. Wie löst man das Problem?

    2. Wirkungsgradangaben von Herstellern, die von Laborversuchsständen stammen, sind eher sekundär.
      Zudem sind sie auf momentane Nennleistung bezogen, die nur in wenigen Stunden in einer Jahresbilanz benötigt wird.
      Energie ist nicht Leistung!
      Bei energetischen Betrachtungen ist die reale Anlagenaufwandszahl im praktischen Betrieb ausschlaggebend.
      Energieverbrauch = Anlagenaufwandszahl x Energiebedarf (reale Bedingungen)
      Nicht zu verwechseln mit normierten Bedingungen (EnEV, KfW)!!!
      Bei der energetischen Sanierung ist stets zunächst eine Ist-Stand-Analyse durchzuführen, um vorhandene Defizite aufzuspüren. Planloses Handeln, wie z.B. übereilter Kesseltausch etc., wie es Verkäufer suggerieren, ist selten von Erfolg gekrönt und endet nicht selten in einem Groschengrab.

  2. Nicht nur Heizungsanlagen im Bestand sondern auch Neubauvorhaben leiden an mangelnder Energieeffizienz (Anlagenaufwandszahl mitunter deutlich zu hoch), was mit überhöhten Verbräuchen und CO2 Emissionen verbunden ist.
    Die Ursachen sind vielfältig und deutlich differenziert. Eine Hauptursache, neben Installationsfehlern ist, dass Heizungsanlagen lediglich verkauft, aber nicht hinreichend dimensioniert werden.
    Hierfür sind nicht die Hersteller verantwortlich!!!
    In EFH/ZFH werden sie auf Grundlage von Vermutungen, Annahmen bzw. Schätzungen lediglich "zusammengeschraubt".
    Verantwortlich:
    BT/GU/GÜ, Architekten, Energieberater und Anlageninstallateure, denen schneller Verkauf eher am Herzen liegt, als die Energieeffizienz des Anlagenbetreibers im praktischen Betrieb. Diese lässt sich relativ einfach messen/feststellen (Transparenz)!

  3. Ich beginne momentan mich mit dem Thema zu beschäftigen und bin dabei auf ein Heizsystem aufmerksam geworden, bei dem eine Infrarotheizung mit einer Photovoltaik-Anlage kombiniert wird. Ist dies aus Ihrer Sicht ein effizientes System? Ist das Heizen so auf Dauer kostengünstiger UND umweltfreundlicher? Macht es Sinn ein gesamtes Haus so zu heizen oder ist die Verwendung nur als Ergänzung sinnvoll?