Solare Wärmewende

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12 Kommentare

  1. Ist die Heizungshersteller zur Solarthermie zu befragen nicht in etwa das Gleiche, wie vor einigen Jahren die Energieversorger zur Rolle der Fotovoltaik im Strommix zu befragen? Wie in deren Antworten zu sehen, bremsen sie die Weiterverbreitung und Anteilssteigerung der Solarthermie am Wärmemarkt eher aus. Sie sehen die Solarthermie eher als notwendiges Übel, dessen Integration die Politik und der Markt fordert. Mit der erneuten Fokussierung auf ineffiziente Warmwassersolaranlagen in EFH sichern sie sich weiterhin ihren Absatz an Brennern und Wärmepumpen. Von heizungsunterstützenden und Solargroßanlagen lassen sie glücklicherweise überwiegend die Finger. Wenn sie es dennoch versuchen, versagen sie nach meiner Erfahrung eher, da sie immer noch den Brenner und seine Steuerung priorisieren. In einem leistungsfähigen System ist der Brenner nur noch der „dumme August“ zur Solaranlage. Er wird von der Solarsteuerung nach Bedarf ein- und ausgeschaltet.

    1. Ein guter und mit Sicherheit berechtigter Hinweis. Wir müssen auch diskutieren wo die Wärmewende blockiert wird und das ist nicht nur bei den Gegnern der Wärmedämmung der Fall. Dafür habe ich aber diese Umfrage gemacht und extra die großen Hersteller befragt. Ich wollte wissen welchen Stellenwert für sie die thermische Solarenergie hat. Vielleicht sollte ich alternativ kleinere Firmen mit Schwerpunkt erneuerbare Energien mal befragen, um die Unterschiede deutlich zu erkennen.

  2. Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast Andy. Sehr interessant zu sehen wie „patzig“ manche auf die Fragen reagieren und wie konstruktiv andere reagieren.

    Wenn die Nennleistung so klar ist, wieso wird sie in der Solar Keymark versteckt und nicht direkt auf den Kollektor geschrieben? Das ist ja das was mir fehlt – die klare Kommunikation in Richtung Endkunde.

    Und welcher Wert ist denn nun die offizielle Nennleistung? Es gibt ja so viele in der Keymark und entscheidend sind ja die Ergebnisse aus dem Datenblatt 2.

    Ich lese hier heraus, dass die Heizungsunternehmen eh wissen was das beste ist und sich nur ja niemand anmaßen soll dieses alte Gleichgewicht zu stören.

    Aus den Antworten ist für mich auch ziemlich klar, wer in Richtung Politik tonangebend ist…

    Sehr interessanter Vergleich Herr Bergen…

  3. Das mit der Ermittlung der Wärmemenge in Glykol Anlagen ist praktisch unmöglich! Deshalb testet die Stiftung Warentest alle thermischen SolarAnlagen mit Wasser. Nur so lassen sich gesicherte und vergleichbare Ergebnisse erzielen.
    Diese Erfahrung hat übrigens die Wien Energie bei ihren Kollektortest auch machen müssen. Die haben ebenfalls auf Wasser umgestellt. Deshalb konnte der Test nur im der warmen Jahreszeit erfolgen. 😉

  4. Das Thema Förderung und Ertragsmessung finde ich schon spannend. Und ob wir eine Ertragsabhängige Förderung brauchen, ist schwer zu beantworten.

    Schade finde ich zum Beispiel, dass niemand in Deutschland verlässliche Angaben dazu machen kann, wie die Anlagenqualität in Deutschland wirklich ist. Das finde ich dafür aber wichtig.

    Ganz ausführlich habe ich mich mal auf unserer Webseite geäußert:
    http://www.sonnewindwaerme.de/solarthermie/blog/foerderung-quadratmeter-noch-zeitgemaess

    1. Sehr schön, wie die Diskussion zur Solarthermie jetzt Fahrt aufnimmt und in immer mehr Blogs Beiträge dazu auftauchen. Ich bin mir selbst noch nicht sicher wie ich weiter verfahren soll, vielleicht befrage ich auch noch kleinere, spezialisierte Hersteller. Ob da andere Antworten kommen?

  5. Eines würde mich nun interessieren. Da sich alle einig zu sein scheinen, dass es eine Nennleistung nach StandardTestbedingungen gibt, warum wird diese nicht auf dem Kollektor direkt kommunziert? Und wieso wird dieser nicht einmal in der Kollektorübersicht von Sonne Wind und Wärme angegeben. Dort ist löblicherweise endlich der Jahresertrag nach Würzburg 50° angegeben und bei genau dieser Kurve ließe sich auch eine Nennleistung herauslesen, die auch für das diskutierte Effizienzlabel herangezogen werden kann.

    1. Hallo Cornelia,

      die Nennleistung erscheint mir nicht so wichtig. Der Kollektorjahresertrag ist imho eine deutlich einfachere Größe. Da stehen die guten alten kWh die jeder von seiner Heizkostenabrechnung kennt.

      Und für die Solarspezialisten, die sind ja unsere eigentliche Zielgruppe (wir sind halt kein Endkundenmagazin) sind die üblichen Leistungsdaten a1, a2 und Eta angegeben, die man zum Rechnen braucht.

      P.S. Sorry für die späte Antwort, ich war letzte Woche verreist.