Energiewende

Ende des Dämmwahnsinns = Dezentrale Energiewende

Bisherige Energieeinsparmaßnahmen für ca. 13 Millionen Heizungsbetreiber  von 1-2 EFH beschränkten sich auf Umstieg zur Brennwerttechnik und Dämmungsmaßnahmen. Seit Stromspeicher für Photovoltaikanlagen gefördert werden, wurden nun plötzlich auch elektrische Zusatzheizungen für Solarthermie und Wärmepumpen für den Winterbetrieb attraktiv.

Im Gegensatz zu den bisherigen Methoden erzeugen die Regenerativen Energien Photovoltaik/Solarthermie/Kleinwindkraft mit Stromspeicher auch Ökostrom mit bisher ungeahnten und kaum bekannte Einsparquoten.

Alle Energiewender solltn sich nun freuen.  Doch die Medien bieten fast täglich im Fernsehen und in den Printmedien immer noch verstärkt Dämmungstechnik an. Halbstaatliche Beratungsinstitutionen ignorieren ebenfalls die Tatsache, dass es mindestens 10 Einspartechniken mit regenerativen Energien gibt, die ALLE wesentlich höhere Einsparquoten und Wirtschaftlichkeitswerte in den Auswertungen von Beratungssoftware aufweisen, als bei den bisherigen Methoden.

Der Wahnsinn besteht darin, dass dies der Energiewende beim Heizen großen Schaden zufügt. Denn es ist nicht nachvollziehbar, warum die ohnehin schon verunsicherten Heizungsbetreiber mit destruktiver Informationspolitik gar keine Sanierungsentscheidung treffen.

Denn die Sanierungsquote im Bestand geht zurück. Ein Hauptgrund hierfür besteht in der Skepsis gegenüber Außenwand-Dämmung, dass diese eventuell nicht die versprochenen Einsparquoten bringen. Auch die Angst irgendwann vorzeitig und teuer nachsanieren zu müssen, dass sich Schimmel bildet und die Investition in andere Techniken nicht sinnvoller wäre, wirkt negativ auf die individuellen Sanierungsentscheidungen.

Diese Skepsis wird gestärkt durch mehrere kritische Medien- und Fernsehbeiträge über tatsächliche Einsparquoten von Styropor, Brandgefahren und dem Gefühl, vom Berater eventuell abgezockt zu werden.

Gepuscht von Verbraucherzentrale, DENA und andere halbstaatliche Medien wie enbausa, werden Dämmungsmaßnahmen wie sauer-Bier angeboten. Dafür verschweigen diese Medien aber konsequent wirtschaftlichere und bauphysikalisch neutrale Alternativen.

Mindestens 10 Alternativen mit regenerativen Energietechniken erbringen erheblich mehr Einsparquoten an Strom und Heizungswärme. Einige sind günstiger als in den Medien dargestellte 17.000 Euro oder vom Verband Dämmindustrie: mit 20.000 Euro.

Dabei sollte ein Heizungsbetreiber wissen, welche Ereignisse die Investitionskosten für eine Außenwandvolldämmung in die Höhe treiben können:

a) Vorzeitige Nachsanierung durch Feuchtigkeitseintritt zwischen Dämmung und Hauptmauer.  Mögliche Ursachen hierfür:

1. Fachbetriebe vergeben Aufträge oft an SUB_SUB_SUB-Unternehmer. Dadurch unfachmännische Verarbeitung möglich (es darf in der gesamten Kreditlaufzeit von mindestens 20 Jahre kein Millimeter Versatz oder Haarrisse geben, da sonst Feuchtigkeit eindringt)
2.  Spechte und einige Kinder lieben es, die Außenwandfassade zu löchern
3. keine diffussionsoffene Wirkung mehr mit physikalischen Nachteilen (inhaltliche Diskussion bitte in einem anderen Forum)

b) im Sommer macht die Wärmedämmung was sie soll: die Wärme bleibt in den Zimmern => Kühlgeräte müssen mit zusätzlichem Energieverbrauch den Mangel ausgleichen
c) Bewohner lüften nicht wie notwendig. Innenraumfeuchtigkeit und Schimmelrisiko steigen. Verstärkt durch unterschiedliche Temperaturentwicklung der Innenwand werden zusätzliche Lüftungsautomatismen notwendig. Das Grundproblem der ungleichen Temperaturverteilung, falsch eingebauter Heizkörper in Nischen mit Blumenbänken drüber und den Nachteilen einer Konvektionsheizung verstärken die Basisbedingungen für überhöhten Heizenergieverbrauch=geringe Einsparung=weiter relativ hohe Energiekosten.
d) finanzielle Rückstellungen notwendig wegen vorzeitiger Sanierung der Außenfassade innerhalb der Kreditrückzahlung
e) Einsparquoten decken bei weitem nicht die notwendigen Kreditrückzahlraten, daher höhere Zinslast und Kaufkraftverluste
f) alter Öl/Gaskessel muss wegen Altersschwäche oft < 20 Jahre und dann sofort komplett ersetzt werden. Wenn dies während der Rückzahlung des Dämmungskredits passiert, wird auf einen Schlag eine 5-stellige Summe zusätzlich fällig
g) die gängigen Anstriche der Außenfassade sind mit Giften gegen Moosbefall versetzt. Diese werden nach ca. 5 Jahren komplett ausgewaschen. Die Gefahr, dass sich die feuchtigkeitsliebenden Moose ansiedeln ist extrem hoch. Das bedeutet meistens ebenfalls eine Nachsanierung, im schlimmsten Fall mit der gleichen Investitionssumme wie die Erstsanierung
h) Die Gefahr einer umfassenden Schimmelsanierungsmaßnahme außen und innen steigt enorm. Fazit: sinnvolle Teildämmung=> JA, aber erst nach der Ersetzung der Heizung. Meistens sind die Einsparquoten durch regenerative Energien so hoch, dass sich eine Außenwanddämmung gar nicht mehr lohnt.

Mit Wärmedämmung oder Umstieg auf Brennwerttechnik sind die Einsparquoten sehr gering. Gleichzeitig wird kein Strom eingespart. Konsequenz: Außenwanddämmung und Brennwerttechnik sind die unwirtschaftlichsten Sanierungsmaßnahmen überhaupt.

Wenn mit gleicher Investitionssumme eine Vierfacheinsparung von fossilen Brennstoffen, Heizkosten, Stromkosten und Schadstoffen (darum geht es doch bei der dezentralen Energiewende beim Heizen!) weit über der 70%-Marke bei Heizungsbetreibern und über der 20%-Marke bei den meisten Bewohnern von Miet- und Eigentumswohnungen liegen, dann muss es doch Aufgabe aller Energiewender sein, diese kontraproduktive Kampagne der Baustoffindustrie und Politik-Lobbyisten aufzudecken.

Wenn Bausparkassen oder eine Crowdfounding-Berater eine Finanzierungszusage prüfen und die Auswertung der wichtigsten Maßnahmen vergleichen, wählen diese aus nachvollziehbaren Gründen diejenige, die in Euro gerechnet die meisten Einsparungen erbringen.

Letztlich beendet die Wirtschaftlichkeit den Medienwahnsinn um Außenwandvolldämmung und macht den Weg frei für die von uns alle gewünschte dezentrale Energiewende. Die Frage ist nur wann sich die Verantwortlichen besinnen und endlich die längst bewährten regenerativen Einspartechniken in den Fokus stellen.

Wir wollen diese Energiewende schnell durchsetzen und den Energieberatern, Handwerkern, Hersteller der regenerativen Energien mit Kleinwindkraft und Sonnenenergie endlich mehr Aufträge generieren. Diese sind sicher auch froh darüber, dass die dicken Steine endlich aus dem Weg geräumt wurden.

Das Nachhaltigkeitsnetzwerk „Energiepreisbremse“ bietet allen Interessierten mit dezentralem Energiewendeanspruch logistische Unterstützung.

Gesucht werden Netzwerker, Energieberater, Unternehmen (gerne auch Wohnungsbaugesellschaften), Handwerker und alle anderen Energiewender, welche mit ungewöhnlichen, aber hoch effektiven Informationskampagnen und Marketingaktionen die dezentrale Energiewende beim Heizen voranbringen wollen.

Über den Autor

Jürgen Eiselt

13 Kommentare

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  • Sorry, alleine die Überschrift ist schon Unsinn und Täuschung. Ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Inhalt. Insbesondere von dem genannten Film muss ich mich distanzieren.

    Solche Aussagen ohne Beispielrechnung und ohne praktisches Beispiel sind nicht glaubwürdig. Wie soll eine Heizung mit erneuerbaren Energien aussehen, ohne die Verringerung der Wärmeverluste?? Ich bitte um Antwort.

  • Hauptziel Nummer 1 Ist:
    Ersetzung der fossilen Brenstoffe mit alten Brennkesseln durch Wärmepumpe, Solarthermie, Pellets als Hauptkomponente der Regenerativen Energien möglichst zu 100%.
    Die Wärme-Verluste einer Konvektionsheizung finden nicht nur an der Außenwand des Wohnraums an, sondern im ganzen Haus, inklusive Brenner.
    Zum Ersatz einer alten Heizungsanlage gehört zwingend ein Wärmepufferspeicher, der die Taktung=Energiezufuhr erheblich reduziert.

    Mit dem Ökostrom aus Kleinwindkraftanlagen und/oder Photovoltaik wird der Winterbetrieb als Zusatzheizstab elektrisch gefahren, allerdings mit wesentlich geringerem Fremdenergiebezug als früher.

    Energetisch gesehen sieht es bei Wärmewellenheizungen völlig anders aus. Denn hier stimmt die Rechnnung 1 kWh thermisch = 1 kWh elektrisch nicht mehr.

    Wenn man ohne Umrechnungsparameter die Physik der Wärmewellentechnik die entsprechenden thermodynamische Formeln anwendet, kommen falsche Ergebnisse raus.

    Denn Wärmewellenheizungen verbrauchen weniger als 0,5 kW Nennleistungen pro Gerät. Außerdem gibt es noch Sekundärwärmestrahlungen, die in der Thermodynamik nicht vorkommen. Das bedeutet, dass das Thermostat später einschaltet. Auf jeden Fall frieren die Bewohner nicht. Im Video ist dies auch wissenschaftlich ziemlich gut wieder gegeben.

    Eine neue Art der Heizkostenberechnung wird hiermit notwendig:

    Wird beispielsweise in einer Durchschnittsmietwohnung mit 4 Zimmer, 4 Personen, 6 Heizkörpern die Ölheizung mit einem Heizungsverbrauch von durchschnittlich 2000 € stillgelegt, dann ergeben sich bei einer Wärmewellenheizung mit ebenfalls 6 Elementen und einer durchschnittlichen Gesamt- Nennleistung aller Elemente von 2,425 kW Werte (aus letzter Energiesparprognose berechnet) durch folgende Rechnung:
    6 Heizelemente = 2,425 kW * 7 Betriebsstunden / Tag (Durchschnitt) * 190 Heiztage * 0,28 Cent/kWh Normalstromtarif = 903,07 Euro Heizkosten. Diese kommen zu den normalen Hausstromkosten von durchschnittlich 1000 Euro dazu.
    Somit stehen den bisherigen Energiekosten Strom (1000) und Heizung (2000) = 3000 Euro gegenüber:
    Neuer Verbrauch Öl für nur noch Warmwasser 13%=260,02, Hausstrom 1000 Euro und Wärewellenstrom von 903,07.
    Ersparnis=837,07 Euro =28%
    Balkon/Dach-Photovoltaik sind hier noch gar nicht eingerechnet!
    Nennleistung heisst maximale Leistungsaufnahme. Die meisten IR-Geräte arbeiten mit wesentlich weniger Leistungsaufnahme im Vergleich zur Nennleistung. Im Verbrauch darf natürlich keine Nennleistung angerechnet werden. Es wird weniger, aber hier sonst nicht vergleichbar.
    Der Stromtarif ist Durchschnitt, d.h. es gibt auch günstigere Tarife.
    Die durchschnittliche Betriebszeit sowie die Heiztage wurden entgegen den Erfahrungen erhöht. Das dient zur Sicherheit der Berechnung.
    Geräte unter 300 Watt arbeiten ebenfalls zuverlässig in kleinere Räume, so dass niemand frieren muss.

    Dies ist alles ohne eine einzige Dämmungsmaßnahme erreichbar. Denn neben der Sekundärstrahlung verteilt sich die Infrarotwärmestrahlung gleichmäßig und intensiver im Raum aus.
    Die extrem hohen Wärmeverluste hinter dem Heizkörper einer Konvektionsheizung entfallen genauso wie die massive Energieverluste an den Fenstern, während andere Raumteile wie die Ecken, kaum vom thermodynamischen Sog erfasst werden. Allein aus diesem Effekt muss ca. 2 Grad mehr Raumtemperatur für Konvektionsbetrieb vorgegeben werden.
    Die Wärme braucht viel länger, um durch die gleiche (Innen-)Wand nach draussen zu gelangen. Dadurch reduziert sich der Wärmewellenbetrieb um ein Vielfaches eines ungenauen Konvektionsthermostats.
    Diese Erfahrungen bestätigen die Nutzer der Wärmewellenheizungen, besonders bei den Einsparquoten. Sie sind zudem einfach mit Strommessgeräten dokumentierbar (Fotos sind auch schon veröffentlicht).
    Noch einfacher zu berechnen sind Nachtspeicheröfen. Da liegt die Quote > 50% – alles ohne eine einzige Dämmmaßnahme. Hierzu gibt es von mir schon ein Blogbeitrag.

    Damit bestätigt sich die Aussage: Erst die Heizungsanlage, dann sehen was gespart wird und wenn dann noch tatsächlich eine Außenwandvoll-Dämmung (mir geht es hauptsächlich um eine kritische Betrachtung dieser umwirtschaftliche Maßnahme und die falsche Medien konzentration!) notwendig wird, dann kann man das x durchrechnen.

    Teildämmungen, wie Rolllädenkästen dicht machen, Löcher in der Wand, große Spalte in Türen und Fenster oder geeignete Dachdämmung ist natürlich zusätzlich immer sinnvoll durchzurechnen. Im Keller gegen Erdreich reicht manchmal sogar ein dickerer Teppichboden.

    • Die Beispielrechnung der Durchschnittsmietwohnung wird für die meisten Mieter so nicht aufgehen!
      Man kann zwar technisch die besagten sechs Heizkörper stilllegen, allerdings werden die meisten Mieter immer einen prozentualen Anteil an den Heizkosten der Ölheizung zahlen müssen.
      Das regelt der Mietvertrag.
      Somit kann man die Heizkosten für die Ölheizung bei einer Umrüstung auf eine Stromdirektheizung nicht einfach auch =0€ setzen.

      • Stimmt. Der Bereich Wärmeversorgung ist ausgeklammert. Da auch bei der Stromberechnung keine Grundgebühren berechnet werden und nur die variablen Arbeitstarife berechnet werden, stimmt die 0. Eine ausführlichere Parametererläuterung (über 50) wäre zu umfangreich und verwirrend.

    • Eine Heizung hat die Aufgabe die Wärmeverluste des Gebäudes auszugleichen und für ein behagliches Raumklima zu sorgen. Die Wärmeverluste des Gebäudes sind bei jeder Heizungsart gleich, das kann man nicht wegdiskutieren. Bei geringeren Wärmeverlusten wird auch weniger Heizenergie benötigt. Je nach Effizienz der Heizung wird dann mehr oder weniger Energie aufgewendet werden müssen, um diese Wärmeverluste des Gebäudes auszugleichen.

      Stromheizungen sind da vom Primärenergieeinsatz nicht besonders effektiv. Soll PV und Wind dazu eingesetzt werden, sind sehr große Flächen und große Speicher notwendig. Das ist nur sinnvoll bei geringen Wärmeverlusten des Gebäudes. Im Neubau ist dies noch ohne Dämmung möglich, aber im Altbaubestand?

  • Verluste durch Schornstein, Treppenhaus, Dach und Heizungskeller bezahlen die Bewohner einer Mietwohnung natürlich auch noch mit. Das entfällt komplett, wenn die Wärme 100% direkt im Raum erzeugt wird. Daher auch die hohen Einsparquoten!

  • Toll, im Artikel wird über den Dämmwahn gelästert und das Verschweigen von Alternativen angeprangert.
    Allerdings schafft es der Autor selber nicht in dem Artikel über etwas anders als Dämmung zu schreiben, anstatt die hoch gelobten Alternativen mal beim Namen zu nennen.

  • Ich kann Ihre Darstellung durchaus in einigen Punkten nachvollziehen. Richtet man sich nach dem größten Einsparpotenzial, so kann es durchaus sinnvoll sein, eine Wärmepumpe oder eine modulierende Gas-Brennwertheizung zu installieren, ohne zunächst zu dämmen. Bei einer Ölheizung oder auch einer Holzpelletheizung hinkt diese Vorgehensweise und es wäre wirtschaftlich sinnvoller zunächst, die wichtigsten Bauteile zu dämmen und dann eine passende Heizung dem dann resultierenden Heizbedarf einzubauen.

    Ihre Ansicht, dass eine Infrarotheizung aufgrund der Strahlungswärme und dementsprechende Beheizung des genutzten Raumes eine solche Energieersparnis nach sich zöge, ist aber falsch (<a href="http://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/infrarotheizung/verbrauch.html&quot; target="_blank">http://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/infrarotheizung/verbrauch.html</a&gt;). Grundsätzlich müssen Sie so viel Wärme erzeugen wie über Wände und Dach auch wieder verloren gehen (http://www.energie-experten.org/heizung/elektroheizung/waermewellenheizung/strahlungswaerme). Eine teilweise Bedarfsheizung kann jedoch sinnvoll und auch energiesparender sein als das Zentralheizungssystem für zB ein nur selten und weit entfernt liegendes Badezimmer zu nutzen. Primärenergetisch und auch aus Kostensicht führt dieser Stromeinsatz da aber keineswegs zu der in Ihrem Beispiel genannten Ersparnis.

  • Wir wollen die Schadstoffe durch Öl oder Gas drastisch verringern und regenerativen Energie voran bringen. Deshalb möchte ich die Aufzählung der alternativen regenerativen Energien mit Solarthermie und Hybridtechnik erweitern. Wenn ich von Pellets spreche, dann möglichst in Verbindung mit einer PV-Anlage, um auch noch Strom durch eine Erhöhung der Eigenstromquote zu sparen.
    Die Frage nach der optimalsten Einspartechnik kann nur vor Ort mit den individuellen Daten erfolgen. Auch ich habe schon Teildämmungen vor der Heizungserneuerung empfohlen, wenn diese offensichtlich sinnvoll sind.

    Zu Infrarot:
    den Experten ist ein Fehler unterlaufen. es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen einer Elektroheizung, beispielsweise Nachtspeicheröfen, und Wärmewellenheizung. Die im Artikel beschriebene Heizlastberechnung der umgebenden Gebäudehülle trifft nur für thermodynamischen Heizungen mit Konvektionswärme in den Wohnräumen zu.
    Für Wärmewellenheizungen müsste ein Umrechnugnsparameter in die Berechnung eingeführt werden, denn Wärmewellen funktionieren nach dem physikalischen Prinzip der Wärmewellenausbreitung (Quantenphysik).

    Die Aussage:“Grundsätzlich müssen Sie so viel Wärme erzeugen wie über Wände und Dach auch wieder verloren gehen“ ist korrekt. Doch wenn durch andere, gleichmäßigere Wärmeverteilung, der bisher in der klassischen Heizlastberechnung noch nicht integrierten Sekundärwärmestrahlung und andere Faktoren, wie physiologische Komponenten dafür sorgen, dass mit einer geringeren Raumtemperatur die Wärme länger im Raum bleibt, dann schaltet das Thermostat wesentlich später ein, als bei einer klassischen Heizung.
    Dazu kommt noch, dass bei Kesselheizungen die Verluste am Dach, dem Treppenhaus, der Wand im Heizkellerraum, dem Keller und dem Schornstein entfallen, da die notwendige Wärme zu 100% im Raum erzeugt wird. Normale Wohnräume benötigen weniger als 500 Watt, was die alte Formel: 1 kWh thermische Energie = 1 kWh elektrische Energie nur noch für Elektroheizungen Gültigkeit hat.
    Wendet man die gleichen Formeln der Thermodynamik mit Wärmewellentechnik an, so kommen völlig falsche Werte raus. Berechnungen siehe:
    http://www.oekostromagentur.de/index.php?g=beispielprognosen-nachtspeicheroefen_ersetzen
    Aktuell laufen wissenschaftlich fundierte Untersuchungen, die kurz vor dem Abschluß stehen.
    Bis dahin sind Berechnungen in Euro auf jeden Fall auch korrekt, vor allem wenn durch Balkon/Dachphotovoltaik/Kleinwindkraft mit Speicher während des direkten Ökostrombezugs/Speicher die ohnehin mit wenig Nennleistung arbeitenden Wärmewellenheizungen Wärme zum ökologischen Nulltarif abgeben=Einsparung von Schadstoffen und Kosten.
    Dies ist im Experten-Org-Artikel (noch) nicht beschrieben.

  • „…dass mit einer geringeren Raumtemperatur die Wärme länger im Raum bleibt, dann schaltet das Thermostat wesentlich später ein,…“
    Lässt sich auch mit der klassischen Physik erklären: Wenn die Raumtemperatur niedriger ist, ist der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen niedriger und damit der Wärmeverlust über die Gebäudehülle.
    Das selbe Prinzip funktioniert auch mit der klassischen Flächenheizung, der Fußbodenheizung.
    Hier hat man allerdings die Möglichkeit wenn man denn die Schadstoffe aus Gas oder Öl vermieden will mittels einer Wärmepumpe ein besseres Strom- Wärmeverhältnis zu erreichen als mit einer Stromdirektheizung. Meinetwegen auch mit selbst erzeugtem PV-Strom.
    Die Verluste im Treppenhaus und Heizungskeller sind in der Regel aber nicht so groß, so dass das Verhältnis zwischen Stromverbrauch und Wärmeerzeugung trotzdem locker für die Wärmepumpe und gegen die Stromdirektheizung ausschlägt.

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