Klima

Eine neue Zeit für den Klimaschutz muss kommen

Hochwasser
Hochwasser, ein Zeichen für den Klimawandel?
Hochwasser
Hochwasser, ein Zeichen für den Klimawandel?

Es wird politisch gesehen immer schwerer Klimaschutz-Maßnahmen durchzusetzen. Die Zeiten für eine zentrale Rolle in der Politik scheint für Klimaschutz vorbei zu sein. Die Reaktionen auf die europäischen Klimaziele für 2030 waren durchweg negativ – wenn man mal nicht die Interessenvertreter der Industrie befragt. Ein Beitrag im Klimaschutz-Netz hat die Reaktionen der Umweltverbände gesammelt und kam zum Fazit, der EU-Klimagipfel war ein Flop.

Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC verdeutlicht Handlungsdruck im Klimaschutz

Heute hat nun der Weltklimarat IPCC eine Zusammenfassung seines Sachstandsberichts zu allen Bereichen der Klimawissenschaft vorgelegt. Umweltverbände wie der BUND fordern wieder mehr Konsequenz beim Klimaschutz. Dieser Synthesebericht ist der vierte und letzte Teil des 5. Sachstandberichts, den der IPCC seit Herbst 2013 vorgelegt hat. Die ersten drei Teilberichte hatten sich mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, seinen Folgen und Anpassungsmöglichkeiten sowie den Klimaschutz-Optionen befasst.

Der vierte Teil führt nun die ersten drei Teile zusammen und bietet eine integrierte Aufarbeitung der wesentlichen Aussagen. Seit 2010 arbeiteten mehr als dreitausend Experten aus mehr als 70 Ländern am Gesamtbericht, davon mehr als 100 aus Deutschland. Die Kernbotschaften des Berichts sind in einem kurzen pdf-Dokument zusammengefasst.

Nach Angaben des BUND warnen die Wissenschaftler eindringlicher als bisher vor einer Klimakrise und mahnen zum handeln. Der Bericht belegt, dass sich das Klima wandelt; hauptverantwortlich dafür ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Der BUND sieht in dem Bericht daher auch einen klaren Handlungsauftrag an die Bundesregierung.

Für Bundesregierung ist Zwei-Grad-Ziel noch zu schaffen

Dunkle Wolken
Dunkle Wolken am Himmel

Die Bundesregierung hingegen scheint optimistisch zu bleiben und ist davon überzeugt das 2-Grad-Ziel noch zu schaffen. Für Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka steht Deutschland noch immer in einer zentralen Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Die Bundesrepublik sei nicht nur bei der Erforschung und Entwicklung der Grundlagen, Strategien und Lösungsmöglichkeiten ein weltweit führendes „Klimaschutz-Labor“. Mit der Energiewende sei Deutschland auch ein praktisches Beispiel für die Anwendung von Technologien, die den Klimaschutz weltweit voranbringen können.

Gelegenheiten zu handeln gibt es genug. Anfang Dezember 2014 findet die jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) in der peruanischen Hauptstadt Lima statt. Diese Konferenz ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention UNFCCC. In diesem internationalen Übereinkommen haben sich alle Industrieländer zur Reduktion ihres Ausstoßes an Treibhausgasen verpflichtet. Und in einem Jahr findet wieder eine UN-Klimakonferenz statt, dieses mal in Paris. Dort soll ein neues, weltweites Abkommen für den Klimaschutz verabschiedet werden.

Neue BMUB Kampagne zum Klimaschutz

Das sind also wichtige Konferenzen mit wegweisenden Entscheidungen. Grund genug für das Bundesumweltministerium eine neue Kampagne für den Klimaschutz zu starten. Dabei sollen ganz praxisnah und unterhaltsam Möglichkeiten vorgestellt werden, wie sich umweltverträgliches Verhalten stressfrei und zeitgemäß in den Alltag integrieren lässt. Beim Auftaktevent mit Ministerin Barbara Hendricks am 11. November werden auch einige Blogger aus der Nachhaltigkeitszene mit dabei sein.

Auch ich gehöre dazu und möchte ich Euch einbeziehen. Welche Fragen von Euch kann ich zur Bundesumweltministerin zum Klimaschutz mitnehmen? Mich würde zum Beispiel interessieren, ob es Vorteile für den Klimaschutz in Gebäuden gibt, dadurch dass sich Bau und Umwelt in einem Ministerium befinden. Oder wie schätzt die Bundesregierung die Bedeutung von Gebäuden für den Klimaschutz ein?

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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