Effektiv Strom und Wärme sparen

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

4 Kommentare

  1. Meiner Meinung nach der mit Abstand schlechteste Beitrag in diesem Blog!

    Eine Stromdirektheizung verbraucht nicht extrem viel Strom weil sie eine hohe Anschlussleistung hat, sondern weil der zu beheizende Raum eine schlechte Wärmedämmung hat.
    Genauso ist eine Stromdirektheizung nicht alleine dadurch sparsam weil ihre Anschlussleistung kleiner als ein bestimmter Wert ist.
    In meinen Augen ist eine Infrarotwärmewellenheizung genauso wie eine Nachtspeicherheizung eine Stromdirektheizung mit einem COP = 1!
    Dahingegen hat selbst die schlechteste Wärmepunkte auch von vor Frühjahr 2013 einen COP von >1!
    Dadurch wird also eine Stromdirektheizung nicht effizienter nur weil sie vom Baujahr her neuer als Frühjahr 2013 ist.

    In der Rechnung zu den Strom- und Wärmekosten ist ein sachlicher Fehler drin.
    Dadurch das sie z.B. eigenen Strom in einem klein BHKW, einer PV-Anlage oder einer KWA erzeugen haben Sie zwar eine Einsparung bei den Stromkosten (wobei hier eine Vollkostenrechnung mit Investitions- und laufenden Kosten interessant wäre).
    Aber sie haben durch die Selbsterzeugung von Strom erst ein mal eine Stromersparnis von genau 0,00%.
    Da durch die Erzeugung des Stroms sich am Stromverbrauch des Musterhaushalts erst mal nichts geändert hat.
    Eine Stromersparnis ergibt sich aus Effizienzsteigerungen der Stromverbraucher z.B. durch den Ersatz einer Stromdirektheizung durch eine gut geplante Wärmepumpe. Dann natürlich auch gerne mit einem Herstellungsdatum nach Frühjahr 2013 und einem dementsprechenden COP.
    Dadurch ergibt sich dann eine Stromersparnis und als netter Nebeneffekt sinken auch die Heizkosten.

    Die Zusammenhänge von Stomwende, Wärmewende oder kurz gesagt Energiewende kann man in diesem Blog kompetent zusammengefasst nachlesen.

    1. Wieso hat ein Raum, der elektrisch beheizt wird, zwingend eine schlechte Wärmedämmung bzw. daruas resultierende einen hohen speuifischen Wärmebedarf? Der Einsatz von E-Heizungen lässt sich in Räumlichkeiten, die in der Heizperiode nur sporadisch genutzt werden, wie Wochenendlauben, generell rechtfertigen, um hohe Investtitionskosten für WW-Heizungen einzusparen!

      Jeder Energienutzer will nicht nur wissen:
      a) welche technischen Möglichkeiten es gibt
      b) welcche Kosten kommen auf mich zu, sondern c) welche finanzielle Einsparungen habe ich damit die Maßnahmen für mich wirtschaftlich wird!

      Leider haben wir zu Zeiten des höchsten Strombedarfs in unseren Breiten die geringste Solareinstrahlung: Bedarf und Angebot stimmen dicht überein! Das technische Problem ist auch, diese Energie effizient und kostengünstig umzuwandeln und zum benötigten Zeitpunkt zur Verfügung zu haben.

      Die sogenannten Alternativen Energien haben zwar einige Vorteile:
      – keine Kosten für die Primärenergieträger
      – relativ umweltverträgliche Energieumwandlung
      – keine Ressourcenverknappung

      Aber einige Nachteile:
      – geringe Energiedichte
      – fluktuierendes Angebot
      – mangelnde Verfügbarkeit
      – schlechte Wirkungsgrade
      – mangelnde Speicherfähigkeit
      – hoher Platzbedarf

      An der Speichertechnologie für die AE wird zwar seit Jahren unter Hochdruck gearbeitet, aber bis jetzt liegen keine großtechnischen und wirtschaftlichen Lösungen vor.

      Wenn alle Deine angeführten Maßnahmen in einem Gebäude zusammentreffen, gast Du eine völlig übertechnisiertes Haus, mit einem hohen Steuerungs- und Wartungsaufwand und vermutlich hohem Eigenenergiebedarf! Ich erinnere mich eines Vortrages von Prof. Norbert Fisch, Institut fürGebäude- und Solartechnik von der TU-Braunschweig – da meint er ein Gebäude und seine Technik müssten „so simply as possible“ sein!

      Übrigens: Ist Dir eigentlich bekannt, welchen unangenehmen Geräuschpegel Klein-WEA erreichen können?

      In diesem Sinne!

  2. 1) Ihre Annahme, dass Infrarotheizungen nur deshalb weniger Strom brauchen wegen fehlender Wärmedämmung ist grundfalsch. Die Berechnung erfolgt bei JEDER Maßnahme Austausch deer Heizungselemente 1:1, also alte Heizung raus (oder bei Mietwohnungen einfach nur nicht benutzen!) und neue Heizungssysteme rein. An der Dämmung wird gar nicht verändert, sonst sind die Werte nicht vergleichbar. Nach der Umstellung steht nach einer Soll-Ist-Analyse nichts im Wege durch
    Teildämmungen die erhelich gesunkenen Energieverbäuche noch einmal zu senken. Aber ACHTUNG! es entsehen neue Investitionskosten!
    Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit drohen unverantworlich lange Amortisationszeiten. Das muss in jedem Beratungsfall einzeln geprüft werden.
    2) Die niedrigen Stromverbrauchswerte sind nicht nur in den Datenblättern aufgeführt, sondern auch meßbar (selber an verschiedenen Geräten unterschiedlicher Hersteller gemessen – Fotos liegen vor)
    3) Ihre Rechnung COP ist nur teilweise richtig. Wenn Sie im physikalisschen System der Thermodynamik bleiben stimmen Ihre Formeln. Hier liegen aber andere physikalische Regeln der Wärmewellenphysik vor. Da Wärmewellen auch durch Vakuum gehen, thermodynamische Heizungen aber Luft für den thermodynamischen Prozess benötigen, ändert sich das Wärmeverhalten in einem Raum grundlegend. Um überhaupt die alte Formel 1 kW Thermisch = 1 kW elektrisch anzuwenden sind Umrechnungsparameter nötig. Zudem habe ich beschrieben, dass die Leistung unter 1 kW pro Gerät liegt. Auch hierfür werden neue Umrechnungsformeln benötigt.
    Ein weitere Beleg für die hohe Wirtschaftlichkeit sind reale Erfahrungswerte: wenn Sie die Einsparwerte von Infrarotwärmeplatten mit den thermodynamischen Formel berechnen würden, kämen Sie auf Nenn-Leistungen pro Gerät weit über 1,5 kW. Da die Bewohner nicht frieren, die Meßwerte eindeutig definiert und meßbar sind sowie die Stromrechnungen bei Nachtspeicheröfen weit über 60% runter gehen, ist die Berechnungsgrundlage im Artikel sehr wohl korrekt.
    3) BHKW exakt zu berechnen ist genauso schwierig wie die Stromernte von Kleinwindkraftanlagen vorherzusagen. BHKWs werden überwiegend in Mehrfamilienhäuser eingesetzt und das bisher führende Unternehmen für Mini-BHKW ist insolvent. Daher liegen mit nur ältere Daten vor. Bei einer Beratung vor Ort werden selbstverständlich die Daten der Händler/Lieferanten benutzt und auf die individuellen Verbrauchsdaten angepasst und in der Beratersorftware berechnet. Dabei muss zudem noch die wärmegeführten oder stromgeführten Betriebe berücksichtigt werden. Die Stromeinsparung bezieht sich auf die durch das BHKW produzierte Strommenge, welche Fremdstrombezug einspart.
    4) Es macht keinen Sinn die wirtschaftlichste Heizungsart – in Ihrem Kommentar die Stromdirektheizung – durch eine Wärmepumpe für Heizung zu ersetzen. Sie meinten sich eine Wärmepumpe für Warmwasser ergänzen. Das macht Sinn, vor allem in Kombination mit einer Kleinwindanlage oder Photovoltaik
    5) Das revolutionäre der neuen Kombinationsmöglichkeiten mit regenerativen Techniken ist: Heizen zum ökologischen Nulltarif ist technisch und wirtschaftlich den klassischen Einsparmaßnahmen weit überlegen. Dabei werden Einsparquoten von fossilen Brennstoffen in bisher nicht für möglich gehaltenen Dimensionen erzielt! „100% weniger fossile Brennstoffe“ sollten wir als Haupt-Ziel in den Vordergrund stellen. Das ist tatsächlich die Energiewende beim Heizen!

  3. Loki:
    worauf bezieht sich die Frage, mit der schlechten Wärmedämmung? Mit fehlt gerade der Bezug.

    Photovoltaik und Solarthermie sind nicht auf direktes Licht angewiesen: Auch difuses Licht produziert Strom und Wärme Energie. Mit den wirtschaftlich sinnvollen Strom- und Wärmespeicher strecken wir die Eigenenergieerzeugung erheblich. Im gleichen Maße verringert sich der Verbrauch fossiler Brennstoffe.

    Ihre aufgezählten Nachteile sind sachlich nicht korrekt:
    1) mit einer Kombination von Kleinwindanlagen und Photovoltaik -beide mit Speicher versehen – gleichen die flukturierenden Angebote auf das Jahr betrachtet aus
    2) mangelnde Verfügbarkeit ist falsch. Denn sonst würde sich kein Solarpark und Windkraftwerk rechnen
    3) Nicht die technischen Parameter sind ausschlaggebend, sondern der Nutzungsgrad. Wenn der Wirkungsgrad ausschlaggebend für die massenweise Einführung einer Technik wäre, dürfte heute kein Benzinauto mit einem Wirkungsgrad knapp unter 20% fahren.
    4) Es gibt ausreichend Speicherkapazität für private Häuser. Dies wird in der Beratersoftware berücksichtigt.
    5) Platzbedarf sinkt erheblich durch steigende Effizienz bei Solar- und Kleinwindanlagen. Außerdem reichen schon Fassaden- und Balkonkraftwerke für erstaunliche Einsparquoten aus.

    Eine Wärmepumpe mag zwar technisch aufwendig sein, aber Infrarotheizungen werden mit einem überall programmierbaren Thermostat gesteuert. Das ist mit die einfachste Steuerung überhaupt.

    Die Steuerung für Photovoltaik übernimmt ein interner Controller/Wechselrichter. Ein Energienutzer merkt davon gar nichts.

    Ich habe mit verschiedenen Herstellern von vertikalen Kleinwindanlagen gesprochen und mir mehrere KWAs persönlich angesehen und angehört. Alle, bis auf eine (der Betrieb ist wohl auch deshalb in Konkurs) waren praktisch nicht zu hören, selbst wenn ich direkt am Generator stand. Dieser brummt allerdings sehr leise. Früher entstanden Geräusche bei KWA durch Schwingungen: Das ist technisch jetzt aber gelöst.

    Die Einschätzung, das KWA laut sind kann ich für die meisten vertikalen KWA ausschließen.