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Synthetisches Erdgas zur Speicherung von überschüssigem Ökostrom

ECOSUMMIT 2012

Es gibt viele interessante Neugründungen im Bereich grüner Technologien. Die internationale Konferenz für Smart Green Business Ecosummit 2012, vom 22. – 23. März 2012 in Berlin, prämiert mit dem Ecosummit Award die besten intelligenten grünen Unternehmen in Europa. Die Veranstaltung lockt 400 Topmanager von Investoren, Startups, Konzernen und Energieversorgern in die Hauptstadt.  Auf dem ECO12 geht es um Cleantech, erneuerbare Energien, Elektromobilität, Smart Green City und Venture Capital. Mittlerweile sind 38 intelligente grüne Startups aus 9 Ländern sind für den ECO12 Award nominiert.

In einer losen Serie stelle ich die nominierten Unternehmen und ihre Technologien vor. Da am Donnerstag, den 01. März mit dem Anmeldeschluss auch die Abstimmung der Leserwahl endet, möchte ich auf jeden Fall noch meinen persönlichen Favoriten vorstellen.

Die Technologie zur Gewinnung von Gas aus Solar- oder Windstrom, um diesen Strom zu speichern oder anders zu verwenden, halte ich für sehr wichtig und zukunftsfähig. Daher finde ich es schade, dass SolarFuel bisher so wenige Stimmen erhalten hat von den Lesern – aber es steckt vermutlich auch keine große Agentur oder Marketingabteilung hinter der Firma, welche die Freunde und Fans von SolarFuel zur Abstimmung bewegen kann.

Erneuerbare Energien wie Wind- und Sonnenergie sind nicht ständig verfügbar, sie müssen ersetzt und/ oder gespeichert werden, damit das Stromangebot an den Bedarf angepasst werden kann. Eine Möglichkeit ist den überschüssigen Strom in Gas zu wandeln, damit dieser z.B. in das Gasnetz eingespeist oder in Tanks zwischengespeichert werden kann. Das Gas kann dann z.B. wieder in BHKW eingesetzt werden zur gezielten Stromerzeugung, zu dem Zeitpunkt wann er benötigt wird. Aber auch ein Einsatz in Erdgasautos ist denkbar.

In der Natur wird Sonnenenergie auch gespeichert in Form von CO2 und Wasser. Bei der Photosynthesse wandelt die Natur diese Rohstoffe mit Hilfe von Sonnenlicht zu Biomasse um und bilden damit chemisch gespeicherte Energie. Der Wirkungsgrad in der Natur ist dabei sehr klein mit ca. 0,5 Prozent.

Bei SolarFuel werden die Rohstoffe CO2 und Wasser mit Hilfe von elektrischem  Strom in synthetisches Erdgas umgewandelt. Der erste Schritt ist eine Elektrolyse in der Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt wird. Anschließend wird Wasserstoff mit CO2 zu Methan umgesetzt. Die Energiedichte steigt um einen  Faktor 3 an und es entsteht ein marktfähiges Gas, das im vorhandenen Erdgasnetz gespeichert werden kann.

Mehr zeigt das folgende Video:

Weitere Artikel zum Thema bei energynet.de:

Weitere Artikel der Serie:

Teil 1: Spanisches Unternehmen macht gebäudeintegrierte Photovoltaik attraktiver.

Teil 2: Mit Umweltinformationen Punkte sammeln

Teil 3: Einfache CO2-Neutralisierung des täglichen Konsums

Teil 4: Auf der Suche nach neuen Mobilitätskonzepten

Teil 5: Wasserbehandlung – energiesparend, klein und effizient

Teil 6: Offene Gebäudemanagement-Systeme zur Optimierung der Energieeffizienz

Alle Artikel der Serie über die nominierten Unternehmen zum Ecosummit Award 2012.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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