Licht

Ein Plädoyer für die LED-Straßenlampe – Teil 1

Cree Led

Gastartikel von Tim David, AUTEV AG Brandenburg

Cree-LedDer von der EU verordnete Rückbau aller alten Quecksilberdampflampen bis zum Jahr 2011 könnte für deutsche Städten und Kommunen ein Anlass dazu sein, bisherige Beleuchtungskonzepte grundlegend zu überarbeiten. Dabei sollte auch über den Einsatz von LED-Straßenlampen nachgedacht werden, da die LED-Technologie nicht nur Energie sparen sondern auch Lichtverschmutzung vermeiden helfen könnte. In diesem Artikel möchte ich die grundlegenden Vorteile von LED-Straßenlampen aus der (zugegebenermaßen nicht vollständig objektiven Sicht eines Entwicklers) kurz vorstellen und erläutern, warum ich wie viele Kollegen aus meiner Branche der Ansicht bin, dass LED-Straßenlampen und andere Außenleuchten mit LEDs in kaum mehr als fünf Jahren zu unserem Alltagsbild gehören werden.

Der offensichtlichste und überzeugenste Vorteil von LED-Straßenlampen liegt in dem im Vergleich zu herkömmmlichen Gasentladungslampen deutlich geringeren Energieverbrauch. So lassen sich beispielsweise mit „unserer“ LED-Straßenlampe – der AuLED – zwischen 30 und 40 Prozent an Energie gegenüber einer durchschnittlichen Natriumdampflampe einsparen. Die Zahl ist deshalb so ungenau, weil am Markt natürlich eine Fülle ganz verschiedener Lampentypen existiert, die sich in ihren Verbrauchswerten stark unterscheiden. Würde man eine der veralteten Quecksilberdampflampen gegen eine AuLED austauschen, läge die Energieeinsparung in den meisten Fällen sicher sogar jenseits von 50%. Gerade dort, wo Quecksilberdampflampen jetzt bis 2011 in größeren Mengen ersetzt werden müssen, lohnt es sich also auf jeden Fall, über die LED als Alternative zum Umrüsten auf Natriumdampflampen nachzudenken.

AuLed-PrototypDas ohnehin schon große Energiesparpotenzial von LED-Lampen lässt sich durch eine intelligente Dimmung ausweiten, denn im Gegensatz zu Gasentladungslampen sind LED-Lampen stufenlos dimmbar. Dies bedeutet, dass sich bei einer Reduktion der Lichtabgabe um 30% auch der Energieverbrauch um fast 30% vermindert, was bei Gasentladungslampen nicht der Fall ist. Für die AuLED haben wir diesen Vorteil mit einer intelligenten Dimmungs-Ansteuerung via PowerLine kombiniert – manchen vielleicht noch bekannt durch die vor einigen Jahren gescheiterte Idee des „Internets über die Steckdose“.

Das Signal, mit dem die Lampen auf- und abgedimmt werden können, wird analog zu diesem Konzept ebenfalls über die Stromleitung übertragen, mit der die Lampen ohnehin verbunden sind. Über ein kleines Schaltgerät lässt sich die Dimmung aller Lampen in einer Straße kontrollieren, wobei sowohl tages- als auch jahreszeitabhängige Dimmpläne möglich sind. So könnte also beispielsweise eine bestimmte Straße zwischen 1.00 Uhr und 5.00 Uhr in der Nacht automatisch mit einer 20% geringeren Intensität beleuchtet werden, ebenfalls wäre es möglich, dass die Lampen in der ganzen Stadt im Sommer generell erst eine Stunde später eingeschaltet werden als im Winter. Ein entsprechender Dimmplan muss nur einmal erarbeitet und in das System einprogrammiert werden, das Programm wird dann jede Nacht zuverlässig ausgeführt.

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Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

2 Kommentare

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  • Wer hats erfunden ?

    In all den 18 Monaten wurde der eigentliche Entwickler der AuLED nie beim Namen genannt.

    Die schönste Lampe nutzt dem „Narren“ nix – wenn er sie nicht versteht !

    All das wäre so banal – wenn der Entwickler auch für seine Arbeit komplett bezahlt worden wäre !

    Prototype Design & PCB Layout A.Müller

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