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6 Kommentare

  1. Da sich die Effizienz von LEDs im Schnitt alle zwei Jahre verdoppelt, dürfte uns diese Technologie zukünftig noch viel größere Energieeinsparungen bescheren. Neben den Glühbirnen laufen übrigens dank EU-Verordnung auch die Quecksilberdampflampen (bis 2011) aus, was die weitere Verbreitung der LED-Technologie hoffentlich noch einmal beflügeln wird…

  2. Also ich glaube auch, dass LED auf dem Vormarsch ist, nur muss man die Leute hier erst mal wachrütteln. Denn so ohne Weiteres werden sie wohl kaum bereit sein, den höheren Anschaffungspreis zu akzeptieren, auch wenn sich die "Investition" durch die längere Lebensdauer schon lohnt. Bis wir hier an dem Punkt sind, wo wir hin wollen, wird wohl noch einige Zeit vergehen.

  3. Also ich weiß nicht recht. Es ist natürlich schon schön zu hören, dass sich jemand um die Verbesserung unserer Umwelt sorgt und ich finde es auch gut, dass es da schon so konkrete Ansätze gibt, aber was ich nicht verstehe ist, warum nur so wenig Umsetzung? Das ist doch wirklich sehr sinnvoll und klingt auch noch recht akzeptabel. Für alles Andere haben wir doch auch Geld, warum verwenden wir es nicht einmal sinnvoll, bevor wir es einer Bank geben, die sowieso schon Pleite ist. Da wäre es doch hier viel besser aufgehoben.

  4. @Uschi: Da gibt es eine ganze Menge verschiedener Gründe. Beispiel: LED-Straßenlampen. Die LEDs geben natürlich ein leicht „anderes“ Licht ab, was bei manchen Menschen einfach für gewisse Akzeptanzprobleme sorgt. Sieht anders aus = Veränderung = schlecht. Menschen sind oft so, ich kenne das selber von mir, beispielsweise wenn es um neue Software geht. Bei der Umstellung von der Quecksilberdampflampe auf die eher „gelbliche“ Natriumdampflampe war das übrigens anfangs genauso, das sind ganz natürliche Schwellen, die man erst einmal überwinden muss…

    Dazu kommen natürlich noch die höheren Kosten. Klar hat man die nach ein paar Jahren dank der Energieeinsparungen wieder drin – aber in dem Jahr, in dem man die Lampen anschafft, muss das Geld erst einmal vorhanden sein. Dafür müssen neue kommunale Finanzierungsmodelle eingeführt werden, wie beispielsweise das Contracting, bei dem die Lampenfirma die Lampen erst einmal zu sehr niedrigen Preisen oder kostenlos abgibt, und sich dann mit eingesparten Energiegeldern bezahlen lässt. Solche Modelle einzuführen und umzusetzen braucht natürlich auch seine Zeit, vor allem dann, wenn man es mit verschiedenen Behörden gleichzeitig zu tun hat.

    Und dann noch die Lobbyarbeit. Hersteller herkömmlicher Lampen, die vielleicht schon seit 40 Jahren eine Gemeinde beliefern, haben dort natürlich viele Ansprechpartner. Und wenn die sich auf die Position zurückziehen, dass die LED-Technologie noch nichts taugt und man lieber erst mal die alten Lampen weiterkaufen sollte, bis die Technik voll ausgereift ist, können sie den einen oder anderen Interessenten durchaus noch einmal umstimmen.

    Als letztes gibt es noch Stadt- und Ortswerke, die oft in die Planung der Beleuchung involviert sind. Denen muss man erst einmal verkaufen, dass eine Innovation gut ist, die ihren (Energie-) Umsatz um die Hälfte reduziert – schwierig! Zum Glück gibt es in vielen Stadt- und Ortswerken jede Menge aufgeschlossener Führungskräft, die die Zeichen der Zeit schon erkannt haben und auf Energieeffizienz setzen. Aber die gibt es eben nicht überall.

    Keine Innovation setzt sich nur deshalb durch, weil sie neu, besser oder gut für die Umwelt ist – Hürden gibt es immer zu überwinden. Zum Glück gibt es für jede Hürde genügend Menschen, die an bessere und umweltschonende Techniken glauben und sich für ihre Überzeugungen einsetzen.