energy 2050 - Die Energiekonferenz von VERBUND
Kraft-Wärme-Kopplung

Neue Initiative für Berlin als KWK-Modellstadt

Momentan wirbt in Berlin eine neue Intitiative für einen Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), hinter der auch die Energieversorger GASAG und Vattenfall stecken. Ich sehe diese Aktion nicht so kritisch wie andere, immerhin ist es sinnvoll den KWK-Ausbau zu fördern, auch wenn Energieversorger dahinterstecken, die gleichzeitig AKW oder neue Kohlekraftwerke bauen wollen. Aber KWK ist eine sinnvolle und wichtige Alternative, warum aber gerade solche Motive sein müssen verstehe ich auch nicht.

In Berlin ist die KWK-Technik vielfach erprobt und erfolgreich. Zehn große Heizkraftwerke nutzen die Technik bereits. Neben großen Anlagen wird die Technik auch in über 280 mittleren und kleinen Blockheizkraftwerken verwendet. Die KWK ermöglicht in allen Anwendungsbereichen eine zuverlässige und umweltfreundliche Erzeugung von Wärme und Strom. So können sowohl große Industriegebäude, ganze Wohnblocks, mittelständische Gewerbeeinheiten oder auch Zwei- und Einfamilienhäuser von der effizienten Energienutzung durch die KWK-Technik profitieren.

Zielgruppenspezifische Ansprache

Die Initiative unterstützt mit zielgruppenspezifischen Angeboten den weiteren Ausbau von KWK. So wird es neben Informationsangeboten verschiedene Symposien, ein Bildungspaket für Schulen und begleitende Maßnahmen der einzelnen Projektpartner geben, beispielsweise eine Ausstellung zur Kraft-Wärme-Kopplung, zusätzlich eingerichtete Förderprogramme und Untersuchungen von KWK-Anlagen auf Wirtschaftlichkeit und Effizienz in der Praxis.

Kraft-Wärme-Kopplung: Ressourcen doppelt nutzen

Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung kombinieren Strom- und Wärmeerzeugung. Die bei der Stromproduktion entstandene Wärme wird weiter zur Warmwasseraufbereitung verwendet, beispielsweise für Heizungsanlagen in Wohngebäuden, für Prozesswärme im industriellen Bereich oder zur Wärmeversorgung in Schwimmbädern oder Krankenhäusern. So nutzt Kraft-Wärme-Kopplung vorhandene Energieträger optimal aus und reduziert dadurch den Ausstoß schädlicher Klimagase.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

5 Kommentare

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  • Und dann haben wir ja bei KWK das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: im Moment werden nur Haushalte angeschlossen, zu denen eine Vorlauftemperatur von ca. 70-90°C „geliefert“ werden kann. Die nehmen dann Temperatur ab und der Rücklauf ins Kraftwerk beträgt dann oft noch 50°C. Das könnte man aber noch besser nutzen, d.h. die Rücklauftemperatur noch weiter absenken und noch weiter entfernte Haushalte anschließen, wenn man die Fernwärme nicht direkt nutzt, sondern über Wärmepumpen verfügbar macht. Eine WP kann noch mit einem Vorlauf von 10°C (und weniger) bei fantastischen Wirkungsgraden Energie für WW (60+°C) und Heizung (FBH 35°C) zur Verfügung stellen. Da geht noch was. Aber selbst bis dahin gilt: nur ein KWK Kraftwerk ist ein gutes Kraftwerk.

  • Natürlich ist KWK richtig. Aber warum muss Klingenberg nach der Renovierung mit Steinkohle betrieben werden? Das ist doch einfach nicht mehr zeitgemäß. Bei dem zu erwartenden CO2 Ausstoss einfach unverantwortlich.

  • Immerhin ein Riesenfortschritt gegenüber den vielen Kraftwerken in Deutschland, die mit nur 35% Wirkungsgrad. Nicht nur ökologisch, auch ökonomisch eine Katastrophe. Es darf auch nicht vergessen werden, dass viele Haushalte dafür keine eigene Heizungsanlage benötigen, die sonst auch CO2 emittieren würden. Wobei es aber zum Glück kaum noch Kohleheizungen gibt. Beschönigen möchte ich das geplante Kohlekraftwerk auch nicht.

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