Bauen

Von der Energieschleuder zum Zukunftshaus in Allensbach und Schwenningen

Über 120 zukunftsweisend sanierte Häuser öffnen am 31. Mai bundesweit ihre Türen. Architekten und Bauherren zeigen interessierten Besuchern, wie auch ältere Wohngebäude in wahre Sparwunder verwandelt werden können. Viele der Häuser wurden im Rahmen des Modellvorhabens „Niedrigenergiehaus im Bestand“ (NEHB) der Deutschen Energieagentur (dena) hocheffizient saniert – mit durchschnittlich 85 Prozent Energieeinsparung. Zwei der vertretenen Vorzeigehäusern in Allensbach und VS-Schwenningen wurden hierbei von der Energieagentur Regio Freiburg betreut.

Mieter und Hauseigentümer stehen angesichts hoher Energiepreise vor großen Herausforderungen. Die einen wollen bezahlbar und komfortabel wohnen, die anderen am Markt bestehen und vermieten können. „Unsanierte Wohnhäuser benötigen rund dreimal so viel Energie wie ein vergleichbarer Neubau“, erklärt dena-Expertin Felicitas Kraus. „Wer nicht Jahr für Jahr draufzahlen will, sollte seinen eigenen vier Wänden eine energieeffiziente Sanierung spendieren. Auch Mieter sollten auf einen niedrigen Energiebedarf achten, bevor sie sich für eine Wohnung entscheiden“. Möglich wird das mit dem Energieausweis, der ab dem 1. Juli 2008 schrittweise bei Neuvermietung und Verkauf Pflicht wird.

Diese neue Transparenz soll Vermieter zu mehr Investitionen in die energieeffiziente Sanierung motivieren: „Langfristig gesehen kann der Marktwert und die Vermietbarkeit einer Immobilie nur mit Investitionen in eine energetische Sanierung gesichert werden“, prognostiziert Kraus. Mit einer umfassenden Dämmung, neuen Wärmeschutzfenstern sowie innovativer Heiz- und Lüftungstechnik werden rund 85% der Energie eingespart – egal ob im Einfamilienhaus oder in einer mehrgeschossigen Wohnanlage.

In der Region Südbaden werden im Rahmen des Modellvorhabens inzwischen 13 Gebäude von der Energieagentur Regio Freiburg betreut. Bei zwei dieser Wohnhäuser in Allensbach und VS-Schwenningen ist die energetische Sanierung weitgehend abgeschlossen. Dabei wurden in den Gebäuden nicht nur immense Energieeinsparungen realisiert, gleichzeitig haben sie auch deutlich an Komfort und Attraktivität gewonnen. Am Samstag, den 31. Mai öffnen beide Häuser ihre Türen. Besucher können im Gespräch mit Hauseigentümern und Planern erleben, wie Wohngebäude energietechnisch auf den Stand von morgen kommen und Details zu den Erfahrungen austauschen.

Das Mehrfamilienhaus aus den 1960er Jahren in VS-Schwenningen, Ludwig-Finckh-Weg 26-28 ist von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Besichtigung führt der Bauherr. Das Haus mit einer Wohnfläche von 1.411 qm Wohnfläche weist nach der energetischen Sanierung eine Einsparung an Primärenergie von 81% auf und spart damit 62 Tonnen CO2 ein.

In Allensbach, Im Reihetal 5a+5b, ist von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr ein Mehrfamilienhaus aus dem Baujahr 1970 zu besichtigen mit 22 Wohneinheiten. Rund 85% der Heizwärme konnten bei diesem Haus eingespart werden und der CO2-Ausstoß wurde um 85% reduziert.

Weitere Informationen unter www.energieagentur-freiburg.de und unter www.energiespar-rekorde.de.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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