Veranstaltungen

Gemischtes Fazit der Berliner Energietage

Nach drei Tagen mit zahlreichen Vorträgen und Diskussionen sind heute die Berliner Energietage zu Ende gegangen. Die Berliner Energietage 2008 gehörten mit 40 Einzelveranstaltungen und rund 4.000 Teilnehmern zu den Branchenhighlights in Deutschland. Hier sanden Interessenvertreter aus Industrie und Wohnungswirtschaft, die Energieversorger, Planer und Architekten sowie die Akteure aus der Politik auf einer gemeinsamen Plattform, um Energie weiter zu denken. Klimaschutz und Energieeffizienz waren im Zentrum von Diskussions- und Vortragsveranstaltungen. So lautete die offzielle Beschreibung.

An den ersten beiden Tagen habe ich jeweils eine Veranstaltung besucht. Beide waren sehr informativ, ich konnte viele neue Informationen zur Energieeinsparverordnung 2009 und zum geplanten Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz mitnehmen, sowie Projektbeispiele von Sanierungen und Neubauten anschauen. Für mich war das alles wichtig, aber reichten diese oberflächlichen Informationen auch für die anwesenden Energieberater? Oder war die Veranstaltung nur für die Vertreter der Industrie oder aus der Politik?

Mein Eindruck war, dass die Veranstaltungen natürlich interessant und informativ waren für Energieberater oder Architekten, aber kein Praxisbeispiel von energieffizienten Sanierungen oder Neubauten gleicht einem anderen und auch nicht den Bauvorhaben und Erfahrungen aus dem eigenen Alltag. Die Veranstaltung zur Kosteneffizienz von energiesparendem Bauen hat nur Beispiele gezeigt, sich aber zu wenig an wirtschaftlichen Lösungen orientiert. Aber darauf kommt es eigentlich an.

Gefehlt hat auch eine Austausch- oder Netzwerkmöglichkeit für Energieberater. Kein Energieberater kann alles wissen, aber wenn er ein passendes Netzwerk hat, findet er immer jemand, der helfen kann. Leider ist es schwierig auf solch einer Veranstaltung passende Kontakte zu knüpfen, wenn man sich vorher nicht kennt. Mein Versuch ein Energieberater-Treffen via Xing zu organisieren, klappte, vermutlich aus zeitlichen Gründen, wieder nicht.

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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