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3 Kommentare

  1. Klingt ja cool. Ich denke mal, sie treiben es wegen der Kosten für die Bauherren/Käufer nicht auf die Spitze. KfW60 ist natürlich ziemlich gut (halber Primärenergieverbrauch gegenüber einem EnEV 2002 Haus), aber wenn ich nochmal bauen würde, dann KfW40 und nicht „nur“ KfW60. Denn die Dämmung kann man nur schwer ändern und nur eine nicht benötigte Kilowattstunde ist eine gute Kilowattstunde.

    Übrigens, wichtig: Heizwärmebedarf (EnEV qh) ist der absolute Wärmebedarf, egal wie er hergestellt wird. Der Primärenergiebedarf (EnEV qp) ist Heizenergiebedarf multipliziert mit der Primärenergie-Wirkungsgrad der Heizungsanlage (EnEV ep). Wenn man also eine umweltfreundliche Heizungsanlage hat, dann darf das Haus etwas mehr Heizenergie benötigen als z.B. bei einer Öl-Heizung. Heizwärmebedarf ist also NICHT gleich Primärenergiebedarf! Das ist also schon die Pressemeldung falsch 🙂

    Wenn man viel Platz hat, dann könnte man natürlich die Solarthermiekollektoren mit Wärmepumpen koppeln. Dann könnte man den Vorlauf der Kollektoren per WP runterkühlen um so mehr Sonne zu „ernten“. Aber so innovativ sind die wahrscheinlich noch nicht. Na, vielleicht kommen ja nochmal Details.

    Gruß, Hendrik

  2. Das ist natürlich richtig, dass Heiwärmebedarf und Primärenergiebedarf was völlig unterschiedliches ist. Das KfW60-Haus bezieht sich auf den Primärenergiebedarf und nicht auf den Heizwärmebedarf.

    Was bei solchen Zahlenspielereien meist vergessen wird, ist der Einfluss des Nutzers, der nicht unerheblich ist. Je höher der Standard ist, umso höher kann sich der Energieverbrauch falsches Nutzerverhalten verschlechtern.

  3. In diesem Zusammenhang habe ich auch schon von Ideen gelesen, ganze Wohngebiete über große Blockheizkraftwerke mit Energie zu versorgen. Die Idee finde ich insofern verünftig, als dass so eine hohe Grundlast erreicht wird, die für einen wirtschafltichen Betrieb erforderlich ist.

    Ansonsten finde ich es auch sinnvoll die Häuser z.B. mit einem Kaminofen mit Feinstaubfilter zu erweitern. So hat man die angenehme Wärme des Ofens und verpestet nicht die Umwelt.