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5 Kommentare

  1. Ich glaube in den USA haben sie das auch zuerst so gemacht. Das Problem bei diesem Modell ist, dass Anlagen aufgestellt, aber nicht notwendigerweise gepflegt werden. Die Anlagen verkommen dann. In USA gibt es Quadratkilometer von Windkraftanlagen, die verrosten.
    Aus meiner Sicht führt nur eine Einspeisevergütung dazu, dass eine Anlage auch gepflegt wird, weil der Betreiber ein Interesse daran hat, so viel Strom wie möglich einzuspeisen. Weiterhin treibt diese „Ergebnisorientierung“ auch die Selektion der besten Anlagen (Preis/Leistung über die gesamte Lebendauer) voran.
    Die Frage ist also nicht, ob sowas hierzulande auch machbar wäre, die Frage ist ob sowas grundsätzlicher besser ist als das, was wir haben.
    Das EEG ist heute in D Motivation genug, Anlagen aufzustellen. Es ist die Art und Weise wie Gemeinden und Ämter mit den Freigaben umgehen, die Abstandsflächen, die Höhenbegrenzungen und nicht zuletzt politischer Wille, der einen schnelleren Aufbau verhindert.

  2. Der Effekt, dass leichtere Abschreibungen zu mehr Investitionen führt, ist auch hier bekannt. Die (kurzfristigen) Steuerausfälle lassen unsere Politiker aber davor zurückschrecken.

    Das Gute an diser Lösung ist meiner Meinung nach, dass niemand Gelder erhält, der nicht investiert. Es wird auch niemand Windkraftanlagen bauen, die sich nicht amortisieren (zu hohe Subventionen führen leider oft zu unsinnigen Projekten).

  3. @Ingrid, führt das wirklich nicht zu unsinnigen Projekten? Ich bin kein Kaufmann und kann das daher nicht beurteilen. Der Nachteil gegenüber dem EEG ist, dass der Staat auf Steuereinnahmen verzichtet, also sind das steuerliche Subventionen. Erhält jemand, der hier investiert Geld ohne zu investieren?

    @Hendrik, das EEG sollte eigentlich helfen die Materialkosten zu senken, bei PV-Anlagen konnte das nicht erreicht werden, obwohl die Firmen riesige Gewinne machen. Wenn die Verhinderer-Gemeinden selber von den Anlagen profitieren würden, dann würde sicher weniger blockiert werden. Hatte mal dazu ein gutes Beispiel aus dem Harz gelesen. Die Anlagenbetreiber sitzen am Ort und vergeben nur Aufträge an lokale Firmen.

  4. Aus meiner Erfahrung ist es am sinnvollsten, Ziele zu formulieren, die am gewünschten Ergebnis orientiert sind. Dabei muss man aber einigermaßen vorsichtig sein, diese richtig zu formulieren. Was wir wollen, sind nicht Windkraftanlagen, wir wollen viel grünen Strom. Also „zahlen“ (subventionieren) wir grünen Strom, nicht „nur“ Windkraftanlagen. Das mit den rostenden Windkraftanlagen in USA ist real.

    Bei PV ist aus meiner Sicht das Problem, dass a) vielleicht die Degression nicht stark genug ist und deswegen zu hohe Preise verlangt werden bzw. der Druck auf Effizienzsteigerungen zu klein ist und b) dass es noch nicht zu viele Hersteller gibt, d.h. nicht genug Konkurrenz um die Preise auch für den Eigenheimbesitzer (die einen Kredit aufnehmen müssen) interessant zu machen. Bei den aktuellen Preisen investiere ich lieber in „Öko-Fonds“ die Solarkraftwerke im großen Stil bauen als auf meinem Dach.

  5. Dann wird es spannend, wie sich die neuen Einspeisevergütung auf das PV-Geschäft auswirken werden. Bisher hatten wir auch mehr ein Anbieter-Markt. Jetzt wird es sicher mehr zu einem Käufer-Markt werden, dann werden die hohen Preise kaum zu halten sein.