Klima Strom

Licht bleibt an

Macht es wirklich Sinn und bringt es dem Klimaschutz etwas, wenn wir alle für 5 Minuten das Licht ausschalten? Ich bin und bleibe bei solche Aktionen immer skeptisch. Nicht erst seit den Bedenken wegen eines großflächigen Stromausfalls, den Christian Reinboth in seinem Blog bereits ausführlich erläutert hat, bin ich der Überzeugung, dass die Nachhaltigkeit einer solchen Aktion gegen Null geht. Und dass der BUND und Greenpeace eine solche Aktion kurz vor Weihnachten starten, sieht eher nach Aufmerksamkeitssuche in der spendenreichen Vorweihnachtszeit aus.

Sinnvoller sind eher Aktionen wie der Klimaaktionstag morgen, wobei ich auch hier den Erfolg eher für gering halte. Am besten gefällt mir noch, wie auch Hendrik, die Aktion „Licht an“. Diese Aktion ruft zum Einsatz von Energiesparlampen und zum Wechsel des Stromanbieters auf.

Den Aufruf dieser Aktion kann ich nur unterstützen:

Es ist schön, Zeichen zu setzen. Aber um das Klima wirklich noch zu retten, müssen wir mehr tun: Unseren Ausstoß an Treibhausgasen dauerhaft senken und politischen Druck machen. Sie können dabei mithelfen. Jetzt!

Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

5 Kommentare

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  • ich meinte gar nicht die kurzfristige Ersparnis durch die Aktion Lich aus!. Bei so einer Aktion ist doch eher der langfristige Erfolg wichtig, darum ging es mir in dem Beitrag. Von einer kurzfristigen Einsparung hat ja keiner etwas.

  • Ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der die Aktion deshalb kritisiert, weil in den 5 Minuten zu wenig Stom gespart wird – ist doch klar, dass es hauptsächlich um den Symbolwert geht und darum zu zeigen, wie vielen Menschen die Thematik so wichtig ist, dass sie sich beteiligen. Die Kritik an der Aktion rührt eher daher, dass der Medienhype wenig nachhaltig ist und größtenteils PR für die Organisatoren bedeutet – viel besser wäre es, das Promotion-Geld in eine Kampagne zur stärkeren Nutzung von Bus und Bahn oder zum Umstieg auf Ökostrom oder Energiesparlampen zu investieren, denn auch hier wäre ein Symbolgehalt durchaus gegeben, das Ganze hätte aber auch praktischen Nutzen.

    Ich sehe hier gewisse Parallelen zu den an Weihnachten vollen Kirchen, die aber sonst das ganze Jahr über leer sind. 5 Minuten Licht aus – dann hat man seine Schuldigkeit getan und zur Lösung des Problems beigetragen. 20 EUR mehr für eine Energiesparlampe investieren oder 10 Minuten im Kalten warten um mit dem Bus statt dem Auto zu fahren erfordern ein größeres persönliches Opfer – und das will dann wieder keiner. Mit anderen Worten: Man sieht sich das süße Kinder-Krippenspiel am heiligen Abend an, ist dann aber bei der nächsten Bußpredigt nicht mehr dabei 🙂

    Dazu kommt noch, dass die Aktion potenziell gefährlich ist, wie gerade erst heute auch der SPIEGEL berichtet hat:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,521721,00.html

    Die Verantwortlichen sollten sich solche Aktionen daher meines Erachtens lieber dreimal überlegen, denn wenn der Schuss nach hinten losgeht könnte sich das Ganze auch in eine virale Negativkampagne für Energiesparer und Klimaschützer verwandeln, die dann aufgrund ihrer Aufrufe und Werbung mit den Folgen eines potenziellen Black-Outs assoziiert werden.

    Insgesamt keine guter Lösungsansatz, da einerseits keine Nachhaltigkeit gegeben ist und das Ganze andererseits auch noch eine potenzielle Gefahrenquelle darstellt. Dann lieber eine gute Aktion wie das schon zitierte „Licht an!“…

  • Da kann ich Christian nur zustimmen, es sollte eigentlich um den langfristigen Erfolg gehen und nicht um ein einmaliges Ereignis mit Symbolgehalt. Ich hoffe nur, dass die schlimmen Befürchtungen nicht eintreten werden.

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