Bauen

50 Milliarden Euro Heizkosten können bis 2020 eingespart werden

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee hat gestern in Berlin den bundesweit ersten CO2-Gebäudereport vorgestellt.

Tiefensee: „40 Prozent der Endenergie in Deutschland wird für Heizen und Warmwasser in Gebäuden verbraucht, vor allem in Privathaushalten. Von 1990 bis 1996 ist der Verbrauch stark angestiegen. Durch die Modernisierung an den Gebäudeaußenwänden und durch effizienteres Heizen haben wir eine Trendwende geschafft. Insgesamt konnte der CO2-Ausstoß im Wohnbereich von 1990 bis 2005 um 13 Prozent, d.h. um rund 16 Millionen Tonnen, gesenkt werden.“

Der CO2-Gebäudereport zeige, „durch energetische Sanierungen und Neubauten können wir in Deutschland bis 2020 bis zu 50 Milliarden Euro Heizkosten sparen“, so der Minister weiter. „Konkret heißt das, in einem mit 30.000 Euro sanierten Einfamilienhaus können pro Jahr rund 2.500 Euro Heizkosten eingespart werden. Das zeigt, energetische Sanierung schont das Klima und rechnet sich für alle. Mit der Förderung aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm helfen wir mit zinsverbilligten Krediten und Zuschüssen, die finanzielle Belastung zu tragen. Mit den Investitionen haben wir im Jahr 2006 rund 220.000 Arbeitsplätze vor allem in der mittelständischen Bauwirtschaft und im Handwerk in Deutschland gesichert und zum Teil neu geschaffen.“

Laut CO2-Gebäudereport sind die Kosten für Heizwärme zwischen 1996 und 2006 im Durchschnitt um über 40 Prozent angestiegen und liegen damit deutlich über dem Anstieg der Lebenshaltungskosten.

„Wir brauchen eine Balance zwischen den Interessen der Verbraucher, der Wirtschaft und des Umweltschutzes. Dafür stellen wir jetzt die Weichen. Die Fortführung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms mit seinen finanziellen Anreizen ist bis 2011 gesichert. Dazu wollen wir die Energieeinsparverordnung in zwei Stufen ausweiten. Bei Neubauten soll der maximale Energiebedarf gegenüber der geltenden Regelung kurzfristig um 30, mittelfristig sogar um 50 Prozent gesenkt werden. Die Anforderungen an die energetische Qualität bei Haussanierungen wollen wir ebenfalls um rund 30 Prozent anheben. Weiterhin soll der Anteil erneuerbarer Energien bei der Heizwärmeerzeugung erhöht werden. Außerdem fördern wir über den Investitionspakt die energetische Sanierung von sozialer Infrastruktur wie Schulen und Kindergärten.“

Bund, Länder und Kommunen beteiligen sich an diesem Projekt mit insgesamt 600 Millionen Euro.

„Mit dem vorliegenden Maßnahmenpaket kommen wir unserem Ziel näher, weniger Energie zu verbrauchen und damit das Klima zu schonen, die Wirtschaft zu stärken und die Ausgaben für die Bürgerinnen und Bürger zu begrenzen. Der CO2-Gebäudereport gibt wichtige Anregungen, die wir in den kommenden Wochen und Monaten in konkrete Politik umsetzen werden“, so Tiefensee.

Der CO2-Gebäudereport kann beim BMVBS als pdf-Datei (288 kB) runtergeladen werden.

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Über den Autor

Andreas Kühl

Ich bin Energieblogger aus Leidenschaft mit einem großen Faible für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Mit energynet.de betreibe ich einen der bekanntesten und einflussreichsten Energieblogs im deutschsprachigen Raum. Innovationen für die Energiewende in Technologien und Geschäftsmodellen sind meine aktuellen Schwerpunktthemen.

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