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13 Kommentare

  1. in ähnlicher, abgeschwächter Form gibt es sowas in Teilen Österreichs schon. Dort ist die Wohnbauförderung (sehr billige Landeskredite)an Bedingungen (Isolierung, energiesparender Bau,…) gebunden. Das Modell funktioniert bestens.
    Vom Zwang zu bestimmten Heizformen halte ich wenig. Letztlich ist die Heizform nur ein Faktor unter vielen, die beim Wohnbau zählen. Wärmedämmung und vernünftige Bauweisen zählen mindestens ebenso, wenn nicht noch mehr. Auch kann es nicht mit Sanktionen funktionieren sondern nur mit einem Bonus.
    Wirkliche Förderung verdienen Passiv-Haus-Bauer.

  2. Wenn günstige Kredite an bestimmte Maßnahmen gekoppelt sind, ist das durchaus sinnvoll. Das gibt es ja bei der KfW-Förderung auch. Aber eine Zwangsverpflichtung, wie im Wärmegesetz, halte ich dagegen für kontraproduktiv.

    Passivhäuser können derzeit auch nur mit günstiger Förderung gebaut werden.

  3. Eine wichtige Thematik, die ich in meinem Blog dank eures Anstoßes ebenfalls aufgegriffen habe. Ich fand es besonders seltsam, dass der Bundesentwurf des EEWärmeG (nicht der des Landes Baden-Württemberg) tatsächlich Bußgelder in Höhe von bis zu 50.000 EUR (!) vorsieht, wenn Eigentümer ihre Gebäude gar nicht, nicht ausreichend oder nicht rechtzeitig mit Wärmeenergie aus erneuerbaren Quellen versorgen. Dies scheint mir doch eine sehr harsche Methode zu sein, um für mehr EE im Wärmesektor einzutreten – ich kann mich da Saibot nur anschließen: Viel besser wäre es, statt dessen die Erbauer von Passiv-Häusern stärker zu unterstützen…

  4. Den Beitrag mit positiver und negativer Incentivierung (Belohnung) finde ich sehr gut. Immerhin ist das EEG deshalb so erfolgreich, da es positive Anreize setzt.

    Es wird dem Bauherren auch Wahl der Mittel, um Energie zu sparen, genommen. Warum sollen nicht andere Maßnahmen, die wirtschaftlicher sind, zuerst durchgeführt werden können?

  5. Naja, im Prinzip ist die Idee, die dahinter steckt ja nicht verkehrt – es wir nur versucht die Bevölkerung dazu zu bringen auf erneuerbare Energien zu setzen. Denn soweit ich weiß entfällt ein nicht geringer Anteil des CO2-Ausstoßes auf die privaten Haushalte.

    Aber dies über eine solche Zwangsmaßnahme zu realisieren halte ich für falsch. Es gibt viel elegantere Wege so etwas durchzusetzen.
    Denkt man einfach mal an den normalen Bürger, der sowieso immer nur über die Politiker meckert. Der wird sicher nicht mit freuden sein neues Haus umweltfreundlich bauen, sonder darüber meckern, weil es so tun muss.
    Wenn man diesen Leuten über Förderung/Subventionen, oder Besteuerung von weniger umweltfreundlichen Anlagen entsprechende Anreize gibt, dann werden diese auch gerne mit Freuden diese Anlagen einsetzen – und haben dabei noch ein gutes Gewissen etwas Gutes getan zu haben.

  6. Prima, dass es klappt diesen kleinen Teil der Blogosphäre dazu zu bringen sich zu einem Thema zu äußern.

    Ich muss auch Sebastian zustimmen, der mehr auf Förderung und Subventionen setzt, wobei Subventionen eher negativ besetzt sind. Am Beispiel der Solarwärme kann man gut sehen, dass die Marktentwicklung sich analog zur Förderpolitik verhält. Bei steigender Förderung und Sicherheit der Auszahlung entwickelt sich der Markt auch deutlich nach oben. Diese Anlagen können heute noch gar nicht anders wirtschaftlich arbeiten, sind aber eine Option auf die Zukunft.