Werbung

Schlagwort: zertifikate

Marktbasierte Instrumente für Energieeffizienz – 5 Beispiele

Anzeige

Machen Sie einen Stromvergleich auf Beste-Stromvergleich.de
Marktbasierte Instrumente für Energieeffizienz
Neue Instrumente nutzen die Kräfte des Marktes für mehr Energieeffizienz, Foto: pexels.com

Um der Energieeffizienz auf die Sprünge zu helfen, muss es nicht unbedingt ein Förderprogramm sein, das die Rentabilität erhöht. Es gibt auch marktbasierte Instrumente für Energieeffizienz, die dazu beitragen, dass wirtschaftliche Effizienz-Maßnahmen umgesetzt werden. Energieeffizienz ist in vielen Fällen schon wirtschaftlich, für die praktische Umsetzung stehen aber häufig noch Barrieren im Weg. Für die Umsetzung können marktbasierte Instrumente helfen und den Wettbewerb von Energieeffizienz-Dienstleistungen stärken. Sie nutzen Kräfte des Marktes, wie Konkurrenz und Profitmaximierung. Dadurch erhalten Maßnahmen für Energieeffizienz auf transparentem Weg einen Preis. Es gibt keine staatlichen Vorgaben für die Technologie, den Preis und im Wettbewerb wird Effizienz sogar günstiger. Welche marktbasierten instrumente für Energieeffizienz gibt es und wie funktionieren diese? … den ganzen Artikel lesen »

Weiterentwicklung des EEG oder komplette Änderung der Förderung von erneuerbaren Energien?

Werbung

Podium der Diskussion zur Zukunft des EEG
Podium der Diskussion zur Zukunft des EEG bei der Agora Energiewende, Foto: A. Kühl

Es gibt ja einige Vorschläge für eine neue Gestaltung der Förderung für erneuerbare Energien. Dass sich etwas ändern muss ist klar, und zwar nicht nur kurzfristig vor der Bundestagswahl. Bei zunehmendem Anteil an Solar- und Windenergie im Stromnetz müssen sie auch ihren Beitrag leisten können zur Stabilität des Netzes und zur  Sicherung der Stromversorgung. Mit schon mehr als 25% Anteil an der Stromversorgung werden Sonne und Wind immer mehr zur dominierenden Form der Stromproduktion – die Voraussetzungen  für die Förderung sind also völlig anders als noch vor 13 Jahren bei Einführung des EEG.

Soll das EEG nun völlig neu geschrieben werden oder sich weiter entwickeln? Hierbei sind sich auch Fachleute nicht einig, es gibt einige unterschiedliche Ansätze, die alle ihren Vorteil haben.

Evolution oder Systemwechsel?

Zur Diskussion der unterschiedlichen Vorschläge hat die Agora Energiewende am 13.02. fünf Experten eingeladen, die ihre Konzepte einem Fachpublikum vorgestellt haben. Über 300 Fachleute haben sich für diese Diskussion und die unterschiedlichen Vorschläge interessiert. Was bisher in der Öffentlichkeit diskutiert wird, sind nur kleine Korrekturen. Es gibt aber noch mehr Vorschläge, die Kosten reduzieren und den Ausbau der erneuerbaren  Energien weiter forcieren helfen.

… den ganzen Artikel lesen »

Sind Energiesparquoten und weiße Zertifikate ein marktwirtschaftlicher Weg zu mehr Energieeffizienz?

Industrieansicht, Quelle: http://pixabay.com/de/luft-brennen-schornstein-energie-19417/
Industrieansicht, Quelle: http://pixabay.com/de/luft-brennen-schornstein-energie-19417/

Zum Thema Energieeffizienz gehört auch die Frage der Finanzierung. Wer sparen will, der muss erst einmal investieren und das gilt beim privaten Haushalt wie beim Industrieunternehmen. Es gibt hierzu, unabhängig von staatlicher Förderung, verschiedene Wege und Ideen wie  energiesparende Produkte und Systeme bezahlt werden können.

Über den Zukunftsfonds von B.A.U.M. hatte ich bereits berichtet, aber seitdem nichts neues davon gehört oder gelesen. Diese Woche war dann die Energieeffizienz aus der Sicht von Investoren und des Kapitalmarktes dran, was sehr vielversprechend erscheint.

Aber den neuesten Vorschlag möchte ich meinen Lesern auch nicht vorenthalten, einige haben vielleicht davon gelesen. Die KfW Bankengruppe und der WWF Deutschland haben am Dienstag eine Studie präsentiert, welche die Vor- und Nachteile der Einführung eines deutschen Energieeinsparquotensystems untersucht hat. Andere europäische Länder wie Frankreich, Italien, Dänemark und Großbritannien haben bereits ein ein solches System eingeführt. Was ist anders gegenüber haushaltsbasierten Förderprogrammen und welche Voraussetzungen müssen für eine effiziente Erreichung der gesteckten Einsparziele erfüllt sein? Abschließend entwirft die Studie einen Vorschlag zur Ausgestaltung eines eventuellen deutschen Energieeinsparquotensystems  und für seine Einpassung in den  bestehenden Rechtsrahmen.

Dem Vorschlag der Studienautoren – Öko-Institut e.V. und Fraunhofer ISI – folgend würde den Energieversorgern vorgegeben, in einer bestimmten Periode eine festgelegte Menge an Energie (z. B. Strom, Gas, Heizöl) einzusparen. Diese Einsparungen können die verpflichteten Unternehmen im eigenen Wirkungskreis, bei den eigenen Kunden, erzielen oder bei den Kunden anderer Versorgungsunternehmen, etwa durch die Schaffung von Anreizen zum Kauf hocheffizienter Elektrogeräte oder Heiztechnik, Austausch alter Fenster oder für standardisierbare Maßnahmen in Gewerbe- und Industriebetrieben.

… den ganzen Artikel lesen »

Die Liste der verschiedenen Label für Ökostrom und was sie bedeuten

Grüner Strom, Quelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Grüner Strom, Quelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Wer etwas für sein Gewissen tun möchte, und unter Umständen auch für den Geldbeutel, wird sich Gedanken machen über einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter. Dass man damit sogar Geld sparen kann, habe ich erst vor ein paar Tagen in einem Artikel gezeigt, bei Interesse einfach mal den energynet.de – Stromrechner anwerfen und sich die Preise anzeigen lassen.

Wie weiß man jetzt aber, ob das Angebot auch wirklich Ökostrom anbietet? Welcher Energieversorger liefert wirklich Ökostrom? Wie kann man sich weiter informieren? Auf wen und auf was kann man sich verlassen?

Es gibt für Ökostrom verschiedene Label, die etwas über das Angebot aussagen und anhand dessen man schnell und einfach abschätzen kann, was die Schwerpunkte des Angebots sind und warum sich der gelieferte Strom Ökostrom nennt.

Liste der Label für Ökostrom mit ihren Bedeutungen

Alle Informationen stammen von den Anbietern selbst.

… den ganzen Artikel lesen »

KfW Bankengruppe senkt ihren CO2-Ausstoß um mehr als 50 Prozent

Die KfW Bankengruppe hat ihren CO2-Ausstoß in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt: Zwischen 2006 und 2010 hat sie ihre Emissionen an Kohlendioxid, insbesondere aus Dienstreisen und dem Energieverbrauch der Gebäude, von etwa 29.000 Tonnen auf rund 13.000 Tonnen mehr als halbiert.

Das gelang vor allem durch konsequentes Energiesparen, durch den Einsatz zertifizierten Ökostroms, durch modernste Gebäudetechnik, aber auch durch den verstärkten Einsatz von Videokonferenzen, um Dienstreisen zu ersetzen. Den unvermeidbaren Rest ihrer Emissionen kompensiert die KfW Bankengruppe mit Klimaschutzzertifikaten aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Die KfW Bankengruppe war die erste Bank in Deutschland, die sich im Jahr 2006 klimaneutral gestellt hat.

„Wir schützen Umwelt und Klima nicht nur über die von uns mitfinanzierten Projekte im In- und Ausland, sondern fordern umweltgerechtes Verhalten auch von uns selbst“, sagt der Umweltvorstand der KfW, Dr. Axel Nawrath. Um dem Prinzip Nachhaltigkeit auch im eigenen Haus gerecht zu werden, folgt die KfW Bankengruppe dem Leitsatz „Vermeiden – Reduzieren – Kompensieren.“

… den ganzen Artikel lesen »

Zertifikatehandel für Ökostrom kann durchaus sinnvoll sein

Die Diskussion zum Ökostrom läuft auch bei energynet.de weiter. Gehört Strom, der durch die Nutzung von Zertifikaten zum Ökostrom wird dazu? Im Klima-Blog des Handelsblatt hat Susanne Bergius den Sinn der Zertifikate beschrieben, und warum die Zertifikate notwendig sind. Schließlich kann nicht jeder Stromversorger von heute auf morgen Strom aus regenerativen Energien anbieten. Doch die Stromindustrie muss gleichzeitig aufpassen, dass sie glaubwürdig bleiben und Gewinne in regenerative Energien investieren und nicht in neue Kohle- oder Atomkraftwerke.

Das Öko-Institut, das mit der Zertifizierung von Ökostrom beschäftigt ist und die Regeln des RECS in Deutschland überwacht wehrt sich gegen die Kritik an der Nutzung der Zertifikate, die unzutreffend sei und am eigentlichen Problem vorbei gehe:

Seit einigen Tagen wird in den Medien eine intensive Debatte zum Thema Ökostrom geführt. Die Diskussion wurde durch die Meldung des Spiegels „Stromanbieter verkaufen Atomstrom als Ökostrom“ vom 5. Januar 2008 ausgelöst. Im Mittelpunkt steht dabei zum einen die Frage, unter welchen Bedingungen Ökostrom aus ökologischer Perspektive zu empfehlen ist. Zugleich wurde die Verwendung von Ökostromzertifikaten des RECS-Systems in der Stromwirtschaft kritisiert. Das Öko-Institut ist seit neun Jahren in der Zertifizierung von Ökostrom tätig und überwacht zugleich die Regeln des RECS-Systems in Deutschland. „Entscheidend für die Bewertung von Ökostrom-Angeboten ist, ob sie den Anteil an Strom aus Erneuerbarer Energien und umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung tatsächlich erhöhen“, sagt Veit Bürger vom Öko-Institut. Christof Timpe, Koordinator des Bereichs Energie & Klimaschutz, ergänzt: „Diese Frage ist unabhängig davon, ob Zertifikate für den Nachweis des Ökostroms eingesetzt werden. Die aktuellen Vorwürfe gegenüber der Nutzung von Zertifikaten sind eine Scheindebatte und verstellen den Blick auf die eigentliche Herausforderung: Ökostromangebote so auszugestalten, dass sie den Ausbau von Erneuerbaren Energien wirksam fördern.“

Das Öko-Institut begrüßt es, dass diese Frage wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestellt wird. Zu empfehlen sind solche Stromangebote, die den Bau neuer Kraftwerke zur Nutzung Erneuerbarer Energien und der umweltfreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung wirksam fördern. Durch die neuen Anlagen wird fossile und atomare Stromerzeugung verdrängt und somit ein Beitrag zu Klimaschutz und Versorgungssicherheit geleistet. Andere Produkte, bei denen Kunden lediglich aus bereits bestehenden Anlagen beliefert werden, haben dagegen keinen Nutzen für die Umwelt.

Um den Verbrauchern im Strommarkt eine Orientierung bei der Wahl eines Ökostrom-Angebots zu geben, hat das Öko-Institut zusammen mit dem WWF Deutschland und der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bereits im Jahr 2001 das Gütesiegel „ok-power“ entwickelt. Derzeit sind 16 Produkte von 13 Anbietern mit diesem Label ausgezeichnet. Sie alle tragen zum Ausbau der Erneuerbare Energien bei und sind uneingeschränkt empfehlenswert. „Das ok-power-Gütesiegel hat unter den deutschen Ökostrom-Labels die anspruchsvollsten ökologischen Kriterien und zertifiziert zugleich die größte Strommenge“, sagt Veit Bürger.

Mehrere deutsche Stadtwerke haben in den letzten Monaten wesentliche Teile ihrer Stromversorgung auf Erneuerbare Energien umgestellt. Dies wird den Kunden im Rahmen der für alle Stromversorger verpflichtenden Stromkennzeichnung ausgewiesen. Diese Umstellungen sind in erster Linie als symbolischer Akt und als ein Bekenntnis für Erneuerbare Energien und gegen Atomkraft und Kohlekraftwerke zu bewerten. Aus Kostengründen basiert die Strombeschaffung jedoch in der Regel auf bereits existierenden Anlagen. Ein Ausbau der Erneuerbaren Energien ist damit derzeit nicht verbunden. Er würde erst dann stattfinden, wenn die Ökostrom-Nachfrage das Angebot auf europäischer Ebene übersteigt. Auch bei diesen Stromversorgern gilt deshalb, dass Kunden, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen, zu einem Anbieter von Ökostrom mit dem ok-power-Label wechseln sollten.

Die heftige Kritik, die an der Verwendung von Ökostromzertifikaten wie RECS durch Stromanbieter geübt wird, entbehrt dagegen einer sachlichen Grundlage. Diese Zertifikate stellen zuverlässige Herkunftsnachweise für Strom aus Erneuerbaren Energien dar und tragen wesentlich dazu bei, eine Doppelvermarktung von Ökostrom zu verhindern. Andere Nachweisverfahren sind weniger zuverlässig und europaweit nicht standardisiert, so dass Fehler zu Lasten der Ökostrom-Kunden leichter auftreten können. Die Zertifikate können genutzt werden, um Ökostrom-Angebote mit Ausbauwirkung für Erneuerbare Energien zu realisieren, aber auch für Stromangebote ohne diesen Umweltnutzen. „Die von verschiedenen Seiten aufgestellte Behauptung, dass Ökostrom auf Basis von Zertifikaten generell keinen Nutzen für die Umwelt darstelle, ist schlichtweg falsch“, sagt Christof Timpe. „Es kommt darauf an, aus welchen Anlagen der Stromanbieter die Zertifikate erwirbt.“

Auch der Vorwurf, dass Stromversorger durch die Zertifikate ihren Atom- oder Kohlestrom in unzulässiger Weise in Ökostrom umetikettieren würden, trifft nicht zu. Wenn zum Beispiel ein deutsches Stadtwerk Zertifikate aus dem Ausland importiert, so entspricht dies in seiner Wirkung der bisher üblichen Praxis des Austauschs von Strom. Dabei importiert das Stadtwerk Wasserkraftstrom und exportiert gleichzeitig Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken, der dann im Partnerland mit diesen Merkmalen gekennzeichnet werden muss. Dieser Vorgang ist nach den national und international gültigen Regeln für die Stromkennzeichnung zulässig und wäre auch ohne die Nutzung von Zertifikaten möglich. „Entscheidend für die ökologische Bewertung ist wiederum, ob beim Bezug der Zertifikate auf die Förderung von neuen Kraftwerken aus Erneuerbaren Energien geachtet wird“, sagt Veit Bürger.

Aufgrund der deutlich besseren Zuverlässigkeit und Transparenz empfiehlt das Öko-Institut der Stromwirtschaft die Verwendung von Zertifikaten des europaweiten European Energy Certificate System (EECS), das derzeit das RECS-System ablöst, als Herkunftsnachweise für Ökostrom. Dies gilt sowohl innerhalb Deutschlands wie auch im grenzüberschreitenden Handel von Strom. „Die Verwendung von EU-weit harmonisierten Herkunftsnachweisen trägt dazu bei, dass die Ökostrom-Kunden noch besser als bisher vor Doppelvermarktung geschützt werden“, sagt Christof Timpe. „Eine wichtige Aufgabe der Umwelt- und Verbraucherverbände ist es, die Verbraucher darüber aufzuklären, dass nur solcher Ökostrom zu empfehlen ist, der neue Anlagen fördert. Das ok-power-Gütesiegel trägt hierzu maßgeblich bei. Darum empfehlen wir Verbrauchern Ökostromangebote zu wählen, die mit diesem Siegel zertifiziert sind.“

Ein Hintergrundpapier mit weiterführenden Erläuterungen kann von der Website des Öko-Instituts als pdf-Datei heruntergeladen werden: http://www.oeko.de/hintergrund_oekostrom.