Tag: windgas

Mit Windgas zur Verbindung von Stromerzeugung mit Wärme und Mobilität

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Das Hybridkraftwerk in Prenzlau. Bildnachweis: Enertrag / Tom Baerwald Der Strombereich wird in der Energiewende bisher meist für sich betrachtet und nicht übergreifend in Verbindung mit Wärme und Mobilität. Aber für eine erfolgreiche Umsetzung müssen wir jedoch alle Bereiche möglichst effektiv verbinden – das habe ich auch in der vergangenen Woche in einem Gastbeitrag für den Blog von Milk the Sun geschrieben. Ich befürchte jedoch, dass der Strombereich, weil zu wichtig, nur für sich betrachtet wird. In der Speicherung bietet sich eine gute Chance diese Bereiche zu verbinden, denn da haben wir viele Technologien – mehr als nur Batterien. Den aktuellen Stand der Speicher-Technologien habe ich in einem weiteren Gastbeitrag im Blog der Windwärts Energie GmbH in der vorletzten Woche aufgelistet. Zu den momentan am weitesten fortgeschrittenen Technologien gehört die Power-to-Gas Technik, also die Speicherung des Stroms als Wasserstoff und anschließende Nutzung für die Mobilität oder für die Heizung. Interessant war in diesem Zusammenhang die Podcast-Ausgabe mit Jörg Müller, CEO der Enertrag AG, zu diesem Thema. Erster Spatenstich für Einspeisung von Windgas Die Enertrag AG hat jetzt den nächsten Schritt gemacht und gemeinsam mit Greenpeace Energy den ersten Spatenstich für den Anschluss an das nationale Gasnetz gemacht. Ab dem Jahr 2014 soll über eine kurze Stichleitung Wasserstoff aus dem Hybridkraftwerk Prenzlau ins Erdgasnetz eingespeist werden. Der Wasserstoff wird aus Windenergie hergestellt, ist also CO2-neutral. Damit betreibt das Windenergie-Unternehmen Enertrag in Prenzlau (Brandenburg) das weltweit erste Kraftwerk, welches neben Strom und Wärme auch Windgas erzeugt. In diesem Hybridkraftwerk wird Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Mit dem so entstandenen Wind-Wasserstoff – dem Windgas – wird der Energieversorger Greenpeace Energy seine aktuell knapp 8.000 Gaskunden versorgen, sobald der Anschluss an das Gasnetz fertig gestellt ist. weiterlesen ›

Grüner Teppich für die Auszeichnung innovativer Entwicklungen und Unternehmen

Am 07. September diesen Jahres wird zum fünften Mal der Clean Tech Media Award vergeben. Die Verleihung findet erstmalig im Berliner Tempodrom statt. Das Ziel dieses einzigartigen Awards ist, den Einsatz von Umwelttechnologien sowie einen nachhaltigen Lebensstil zu fördern. „Dieser Award schafft eine mediale Plattform für innovative Produkte und Projekte, welche darauf ausgerichtet sind, natürliche Ressourcen zu schonen und zu zeigen, dass Nachhaltigkeit keinesfalls im Widerspruch mit Wirtschaftlichkeit steht“ , so Marco Voigt, Veranstalter und Geschäftsführer Clean Tech Media GmbH & Co. KG. Jetzt stehen die diesjährigen Nominierten des Clean Tech Media Award fest. Rund 100 Einreichungen wurden durch die Jury bewertet. Je zwei Projekte pro Kategorie unter vorgegebenen Kriterien wie Innovationsgrad, Eignung als Botschafter für Umwelttechnologien oder Wirtschaftlichkeit, wurden nominiert. Jurymitglied Dr. Christopher Hebling, Fraunhofer ISE – Institut für Solare Energiesysteme: “Meine Jurykolleginnen und -kollegen und ich waren von der Innovationskraft und Qualität der eingereichten Projekte sehr beeindruckt. Es hätten sehr viele Einreichungen den Sieg verdient, weswegen uns die Entscheidung nicht leicht fiel.“ weiterlesen ›

Wie wird Strom aus erneuerbaren Energien zu Methan?

Zur verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien wird eine Art von Speicherung des Stroms benötigt, wie ich schon häufiger in Beiträgen zur Stromspeicherung geschrieben habe. Die Speicherung von überschüssigem Strom aus Solar- und Windenergie, die am ehesten umgesetzt werden kann und das höchste Potential verspricht, ist die Speicherung in Form von sogenanntem Windgas, wie eine Studie kürzlich ermittelt hat.

Wie die Herstellung des Windgases funktioniert, über Wasserstoff aus dem Strom und Anreicherung mit CO2 zu einem künstlichen Methan, zeigt dieser anschauliche Video aus der Reihe “Welt der Physik”:

via Klima-Wandel.com

Der Film “Wie können wir Öko-Strom Speichern” beschreibt ebenfalls diesen Prozess.

Strategische Untersuchung des Erdgasnetzes als Speicher für erneuerbaren Strom

In verschiedenen Artikeln habe ich schon über sogenanntes Windgas berichtet, das aus  überschüssigem Strom aus Windkraft hergestellt wird und momentan die Speichertechnologie mit den größten Zukunftsaussichten ist. Jetzt soll diese Technologie unter der Führung der dena , und mit Einbeziehung zahlreicher Partner aus der Industrie, strategisch untersucht werden:

Stromspeicher werden im künftigen Energiesystem eine Schlüsselrolle spielen, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Systemlösung, um große Mengen erneuerbaren Stroms langfristig zu speichern, ist die Nutzung des Erdgasnetzes. Die technische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit dieser Option wird zurzeit analysiert. Um den effizienten Einsatz dieser Speicherlösung weiterzuentwickeln, hat die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) die Strategieplattform Power to Gas gestartet.

Zusammen mit Fachakteuren aus Wirtschaft und Forschung untersucht die dena, welchen Beitrag das Erdgasnetz zur Integration erneuerbarer Energien in das Energiesystem leisten und wie die neue Speicherlösung zur Anwendung gebracht werden kann. Die dena organisiert dabei einen Austauschprozess zwischen den Branchen und Institutionen, die an entsprechenden Fragestellungen arbeiten. Das neue Online-Portalwww.powertogas.info  bereitet das Themenspektrum für die Politik und Fachöffentlichkeit auf und stellt die Ergebnisse der Strategieplattform vor. weiterlesen ›

Neue Studie zur Zukunft der Speicherung von Strom aus Erneuerbaren Energien (II)

Fortsetzung des ersten Artikels zur neuen Studie über die Zukunft der Energiespeicherung von Strom aus erneuerbaren Energien:

Die langfristige Speicherung von elektrischer Energie versprechen derzeit nur Druckluftspeicher, Pumpspeicherkraftwerke und sogenanntes Windgas. All diese Technologien wandeln bereits erzeugten Strom zunächst in einen anderen Energieträger um. Wird Strom aus diesen Speichern benötigt, erfolgt eine kurzfristige Rückumwandlung in elektrische Energie.

Windgas mit größtem Potenzial

Synthetisch hergestelltes Methan, oftmals auch Windgas genannt, besitzt in diesem Kontext einige Vorteile. Deutschland besitzt bereits heute ein sehr gut ausgebautes Erdgasnetz, in das synthetisches Methan problemlos eingeleitet werden kann. Aktuelle Berechnungen gehen davon aus, dass die heutige Speicherkapazität des Netzes bei etwa 220 TWh liegt, was mehr als einem Drittel des deutschen Jahresbruttostromverbrauches entspricht.

Die stärkere Nutzung des vorhandenen Erdgasnetzes würde tendenziell auch den Bedarf neuer Stromleitungen in Deutschland reduzieren.
Jedoch hat diese Technologie eine gravierende Schwachstelle: der errechnete Wirkungsgrad beträgt derzeit nur zwischen 20 und 40 Prozent. Die Wirtschaftlichkeit dieser Technologie wird daher noch in Frage gestellt. weiterlesen ›

Neue Studie zur Zukunft der Speicherung von Strom aus Erneuerbaren Energien (I)

Die Energiewende kommt. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung steigt weiter: aktuell beträgt der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix schon 20 Prozent – bis 2020 soll dieser bei mehr als 40 Prozent liegen.Sogenanntes Windgas besitzt die größten Chancen, Strom aus Erneuerbaren Energien bedarfsgesteuert bereitzustellen.

Zu diesem Schluss kommt die Studie ″Update zu Speichertechnologien – Wo stehen wir mit diesen wichtigen Wegbereitern für das Wachstum der Erneuerbaren Energien?″ der Personalberatung ALINGHO, die sich auf Erneuerbare Energien spezialisiert hat. ″Wir sind der Meinung, dass Windgas-Speicher eine herausragende Rolle bei der Bewältigung der Speicherprobleme spielen wird” sagt Dr. Axel von Perfall, Geschäftsführer von ALINGHO. ″Das Fehlen von Speichermöglichkeiten wird die weitere Entwicklung der Erneuerbaren Energien hemmen″. Kurzzeitspeicher befinden sich schon im Einsatz, die vorhandenen Speichertechnologien sind jedoch noch nicht in der Lage,
Energie mittel- und längerfristig zu speichern.

Erneuerbare Energien sind weiterhin auf Wachstumskurs. Spätestens seit der Deutsche Bundestag den Atomausstieg endgültig beschlossen hat, stellt sich die Frage, wie die Zukunft der Stromerzeugung in Deutschland aussehen wird. Durch politische Unterstützung steigt der Anteil der Erneuerbaren am Energiemix. Derzeit beträgt ihr Anteil am deutschen Strommix mehr als 20 Prozent.

Im Gegensatz zur konventionellen Stromerzeugung lässt sich die Stromproduktion aus regenerativen Quellen zumeist jedoch nicht flexibel, bedarfsgerecht steuern. Die produzierte Strommenge hängt von natürlichen, nicht beeinflussbaren Faktoren wie zum Beispiel Wind ab. Deshalb entsteht für die Energiewirtschaft das Problem der Speicherung von Strom, um auch bei gleichzeitig hoher Nachfrage und geringer Produktion lieferfähig zu bleiben. weiterlesen ›